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BURGKUNSTADT

Gymnasium Burgkunstadt als Umweltschule ausgezeichnet

Gymnasium Burgkunstadt als Umweltschule ausgezeichnet
Das ökologische Bewusstsein im Gymnasium Burgkunstadt zu schärfen – das haben etliche Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte unter Beweis gestellt. Deshalb hat die Schule auch für das Schuljahr 2021/22 die Auszeichnung „Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule“ erhalten. Links im Bild Schulleiterin Lydia Münch sowie Schülerinnen und Schüler des letztjährigen Biologisch-Chemischen Praktikums aus der Q12 mit ihrem Kursleiter Andreas Schmitt (re.). Foto: Christian Voll

Auch für das Schuljahr 2021/22 hat das Gymnasium die Auszeichnung „Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule“ erhalten. Die Jury – bestehend aus Vertretern des Umweltministeriums, des Kultusministeriums, der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) und des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) – hat die Auszeichnung auch in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie bestätigt und freute sich, dass das Burgkunstadter Gymnasium wieder im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung engagiert ist.

Eines von zwei geforderten Jahresthemen bildete die Teilnahme an den Global Action Days. Beginnend mit dem Earth Day am 26. April startete während der damaligen Schulschließung die Aktion, an der unter der Leitung von Biologielehrer Andreas Schmitt alle Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Burgkunstadt ab der 8. Klasse sowie Lehrkräfte freiwillig teilnehmen konnten.

Ganze 21 Tage lang gab es täglich neue Nachhaltigkeitsaufgaben, deren Fokus auf Biodiversität, Klima und Umweltschutz lag. Diese schärften vor allem das Bewusstsein dafür, wieviel bereits unsere alltäglichen Aktivitäten zählen. Die Beteiligten waren dabei auch aufgefordert, den Schreibtisch zu verlassen und sich nach draußen zu begeben, um dort die Natur mit allen Sinnen wahrzunehmen und den einzelnen Aktivitäten ihre eigene individuelle Note zu verleihen.

Zum anderen wurde ein Wildbienenprojekt in den 5. Klassen ausgeführt. Unter der Leitung von Biologielehrerin Melanie Fischer-Geiger und in Zusammenarbeit mit der Umweltstation Weismain wurden im Rahmen eines Projekttages „Wildbienen“ unter anderem bei einem Spaziergang im Umfeld der Schule verschiedene Lebensräume für Wildbienen bewusst gesucht und nach deren Brauchbarkeit beurteilt. In Kleingruppen wurden kleine Bereiche nach Pflanzenanzahl, Häufigkeit von Tieren und Eignung für Wildbienen „kartiert“ und schließlich gemeinschaftlich ausgewertet.

Eine „Stele der Artenvielfalt“ gebastelt

Danach machte man sich an die künstlerische Gestaltung einer „Stele der Artenvielfalt“ (Baumstamm), welche zukünftig den Pausenhof ziert und ebenfalls einige Unterschlupfmöglichkeiten für Insekten bietet. Schließlich durfte jedes Kind noch ein eigenes Insektenhotel im Pausenhof bohren und gestalten, welches mit nach Hause genommen werden konnte.

Schulleiterin Lydia Münch lobte alle Beteiligten anlässlich der Verleihung der Urkunde des Kultusministeriums für ihren Erfolg: „Ihr alle tragt dazu bei, das ökologische Bewusstsein in unserer Schule zu schärfen und im Schulleben nachhaltig zu verankern.“

Weitere Projekte haben die Biologie-Lehrkräfte und ihre Schülerinnen und Schüler bereits in der Schublade. Andreas Schmitt könnte sich unter anderem vorstellen, „eine Streuobstwiese anzulegen oder auch die bewährten Müllsammelaktionen“ wieder vorzunehmen.

Von Christian Voll

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