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ALTENKUNSTADT

Grünes Licht für Änderung beim Shuttle-Lager

Auf einer Fläche von 16.286 Quadratmetern entsteht derzeit das vollautomatisierte Shuttle-Lager der BAUR-Gruppe in Altenkunstadt. Auf dem Gelände befanden sich einst die Mitarbeiterparkplätze und ein Gebäude mit Werkstätten und einer Möbelhalle. Foto: Baur-Gruppe

Der Online-Handel boomt. Um der hohen Nachfrage Herr zu werden, baut die Otto Group als Mutterkonzern der Baur-Gruppe auf dem ehemaligen Mitarbeiterparkplatz in der Friedrich-Baur-Straße in Altenkunstadt ein vollautomatisiertes Shuttle-Lager. Die Planung für die 150 Millionen Euro teure Großinvestition wurde nun leicht modifiziert. Die Mitglieder des Bauausschusses der Gemeinde Altenkunstadt erteilten am Dienstagabend bei ihrer Sitzung im Rathaus grünes Licht für die Änderungen.

Laut Johannes Oppel vom Bauamt werden 20 Meter der Schallschutzwand überdacht, um für noch mehr Schallschutz zu sorgen. Auch bei der Anbindung an das Altlager kommt es zu einer Änderung: Der geplante linke Unterflurtunnel im Innenhof wird durch eine Brücke ersetzt.

Das Gebäude besteht aus drei Teilen. Zwei vollautomatisierten Shuttles im Norden und im Süden. Dort werden in vollautomatisierten Regalen zigtausende Artikel verfahren und in den Mittelbau gebracht, wo sie von Menschenhand kommissioniert werden. Die Höhe des 24 Meter hohen Gebäudes wird leicht reduziert. „Der Mittelbau wird um rund einen halben Meter kleiner, die beiden Shuttles um rund 1,38 Meter“, teilte Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) mit.

Das alte Rückgebäude, in dem sich Werkstätten und eine Möbelhalle befanden, ist abgerissen. „Die Räumung und Vorbereitung des Baufeldes ist somit abgehakt“, teilte Pressesprecher Manfred Gawlas von der Baur Gruppe auf Nachfrage dieser Redaktion mit. Mit den eigentlichen Bauarbeiten könne man nun beginnen.

Keine Parkverbotsschilder auf Privatgrund

Immer wieder parken Autofahrer ihre Fahrzeuge auf dem Kirchenvorplatz. Darauf wies Thomas Geldner (CSU) hin, der auch Vorsitzender des Pfarrgemeinderates ist. Seine Forderung: „Die Gemeinde sollte ein Parkverbot erlassen.“ Hümmer erwiderte, dass sich nur der untere, kleinere Teil im Besitz der Gemeinde befinde. Der Rest gehöre der Kirche. „Die Gemeinde kann keine Parkverbotsschilder auf Privatgrund aufstellen. Die Kirchengemeinde selbst muss Schilder anbringen“, sprang Oppel dem Bürgermeister zur Seite.

Der Radweg von Altenkunstadt nach Pfaffendorf macht beim Röhriger Kreisel, wo sich auch noch eine Hecke befindet, einen uneinsichtigen Knick. In der Juni-Sitzung hatte Stephanie Dittrich von den Bündnisgrünen auf die Gefahrenstelle hingewiesen. Diese wurde nun laut Hümmer mit einer vom Bauhof aufgebrachten Mittellinie entschärft.

Im Ortsteil Strössendorf parkt unweit des Geländes, wo am 30. und 31. Juli das Dorffest stattfinden soll, seit längerem ein herrenloses Fahrzeug. Oppel teilte auf Nachfrage von Zweitem Bürgermeister Marco Weidner mit, dass man den Eigentümer ausfindig gemacht und angeschrieben habe. „Wenn er bis Freitag dieser Woche das Fahrzeug nicht entfernt hat, wird es abgeschleppt.“

In Strössendorf werden derzeit die alten Straßenlaternen durch neue ersetzt. Weidner machte darauf aufmerksam, dass eine neue Laterne versehentlich in der Einfahrt zu einem Grundstück abgelegt worden war, dessen Eigentümer derzeit nicht zu Hause ist. Diese soll nun entfernt werden.

Gremium lehnt einen 1,63 Meter hohen Gartenzaun ab

Umstritten war der Bauantrag einer Bürgerin. Sie möchte ihr Heim in der Straße Rosengarten in Altenkunstadt unweit einer Kreuzung mit einem 1,63 Meter hohen Doppelstabmattenzaun einfrieden. Der Bebauungsplan sieht aber nur eine Höhe von einem Meter für Einfriedungen und lebende Hecken vor. Ein Teil des Gremiums befürchtete eine Sichtbeeinträchtigung für die Autofahrer, der andere Teil sah diese Gefahr nicht. Die Abstimmung endete mit einem Patt: fünf Stimmen dafür, fünf dagegen. Somit galt der Antrag als abgelehnt.

Bauchmerzen bereitete dem Gremium die Bauvoranfrage eines Paares, das am Ortsteingang von Maineck ein zweigeschossiges Haus errichtet will. Vor allem die Größe des Gebäudes zog Kritik auf sich. Karlheinz Hofmann (SPD) erinnerte das geplante Gebäude an einen ehemaligen DDR-Grenzturm. Nach Ansicht von Georg Deuerling rage es wie ein Hochhaus aus der umgebenden Bebauung heraus. Einvernehmlich wurde beschlossen, die vorgesehene Anzahl der Vollgeschosse, die Höhe des Kniestocks sowie die Dachform- und Dachneigung abzulehnen. Nur gegen die Überschreitung der Baugrenze regte sich kein Widerstand.

Vergaben aus nichtöffentlicher Sitzung

Im Juni hatte das Gremium in nichtöffentlicher Sitzung mehrere Aufträge vergeben, die Hümmer nun der Öffentlichkeit mitteilte. Das Coburger Planungsbüro B&W erstellt die Vor- und Entwurfsplanung für die Elektroarbeiten am Altenkunstadter Rathaus. Kostenpunkt: 5166 Euro. Das Altenkunstadter Unternehmen GaLa Bau Christa aus Altenkunstadt umzäunt die Kreuzberg-Kita zum Preis von 4223 Euro. Rund um die Raiffeisenbank Obermain Nord entsteht Altenkunstadts Neue Mitte. Das Weismainer Bauunternehmen Dechant baut für 3207 Euro Edelstahlrinnen ein.

Von Stephan Stöckel

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