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ALTENKUNSTADT / STRÖSSENDORF

Gottesdienste mit Sicherheitsabstand in Altenkunstadt

Gottesdienste mit Sicherheitsabstand in Altenkunstadt
Auch in der Strössendorfer Sankt-Katharina-Kirche wird am Sonntag erstmals wieder Gottesdienst gefeiert. 35 Plätze in einem Abstand von zwei Metern stehen hier den Gläubigen zur Verfügung. Foto: Bernd Kleinert

Das Coronavirus, das zurzeit die Welt in Atem hält, machte auch vor den Kirchen beider Konfessionen nicht Halt. Wochenlang durften Christen zwar ihre Gotteshäuser für ein stilles Gebet besuchen, gemeinsamer Gottesdienst war wegen des Ansteckungsrisikos jedoch untersagt. Das soll sich nun ändern. Laut einer Verordnung der bayerischen Staatsregierung dürfen die Gläubigen seit Montag wieder zusammenkommen, um gemeinsam zu singen und zu beten.

Auch in den evangelisch-lutherischen Kirchen in Altenkunstadt und Strössendorf finden am Sonntag, 10. Mai, erstmals wieder Gottesdienste statt. Allerdings anders als sonst und unter besonderen Schutzmaßnahmen, die der Staat mit den Kirchen vereinbart hat. Dies hat der Kirchenvorstand in einer Sitzung am Donnerstagabend beschlossen. So gibt es in der Sankt-Katharina-Kirche in Strössendorf 35 und in der Altenkunstadter Kreuzbergkirche 25 Plätze im Abstand von jeweils zwei Metern, die von Besuchern besetzt werden dürfen.

Ein Sicherheitsteam bestehend aus Mitgliedern des Kirchenvorstands, Mesnerinnen und Mesnern hilft den Gemeindegliedern, einen Platz zu finden. Sind die zur Verfügung stehenden Plätze besetzt, werden die Gotteshäuser geschlossen.

„Die Gläubigen sollten unbedingt eine Mund-Nasen-Bedeckung und ihr eigenes Gesangbuch zum Gottesdienst mitbringen und auch vor der Kirche auf einen Abstand von zwei Metern zu anderen Besuchern achten.“
Bettina Beck, Evangelische Pfarrerin

„Die Gläubigen sollten unbedingt eine Mund-Nasen-Bedeckung und ihr eigenes Gesangbuch zum Gottesdienst mitbringen und auch vor der Kirche auf einen Abstand von zwei Metern zu anderen Besuchern achten“, erklärt Pfarrerin Bettina Beck. Die Schutzbedeckung muss während des gesamten Gottesdienstes getragen werden. Lediglich die Liturgen dürfen die Bedeckung zum Sprechen und Beten am Altar und Lesepult abnehmen. „Man soll sie ja gut verstehen. Außerdem halten sie sechs Meter Abstand zur Gemeinde“, betont die Geistliche.

Nichts geändert hat sich an den Anfangszeiten. In Strössendorf beginnt der Gottesdienst um 9 Uhr und in Altenkunstadt um 10 Uhr. Der Kirchenvorstand appelliert an die Gemeindeglieder, Rücksicht auf Andere zu nehmen und nur dann zum Gottesdienst zu kommen, wenn sie zurzeit keine ansteckenden Krankheiten oder Atemwegsinfektionen haben und in der Lage sind, die Mund-Nasen-Bedeckung für eine dreiviertel Stunde zu tragen.

Appell zur Rücksichtnahme auf andere Menschen

Dies gilt auch für Mitchristen, die sich derzeit unwohl fühlen in einem Raum mit vielen anderen Menschen. „In diesem Fall wäre es besser, wenn die Gläubigen den Gottesdienst zuhause im Internet, Fernsehen oder Radio mitfeiern“, empfiehlt Pfarrerin Bettina Beck.

Von Bernd Kleinert

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