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WEISMAIN

Festgottesdienst zur Jubelkommunion in Weismain

Festgottesdienst zur Jubelkommunion in Weismain
Diese Gläubigen haben ihre Erstkommunion vor 80 beziehungsweise 75 Jahren gefeiert. Foto: Roland Dietz

Ihrer Erstkommunion vor 25 bis 80 Jahren gedachten 72 Jubilare bei einem Festgottesdienst zur Jubelkommunion am vergangenen Sonntag. Die Weismainer Blasmusik unter der Leitung von Gehard Mager geleitete die Jubilare mit dem Choral „Deinem Heiland, deinem Lehrer“ in die Stadtpfarrkirche Sankt Martin. Dort wurden sie mit festlichem Orgelspiel von Marion Müller-Eitzenberger empfangen.

Wie schön es sei, an seine erste heilige Kommunion zurückzudenken, stellte Pfarrer Gerhard Möckel bei der Begrüßung der Jubilare fest. Die Gedanken seien auch an diejenigen in den einzelnen Jahrgängen gerichtet, die schon zu Gott heimgegangen sind. Ebenso an die Verwandten, die damals die Kommunionkinder begleiteten. „Die heute gekommen sind, sind noch alle jung, denn auch den älteren Jubilaren kann man sagen: Man ist so alt wie man sich fühlt“, meinte der Geistliche humorvoll.

Vor Jahrzehnten herrschten Strenge und Disziplin

Vieles habe sich im Verhältnis zur damaligen Erstkommunionzeit der Jubilare geändert, gab der Pfarrer zu bedenken. „Es war damals oft recht streng und diszipliniert, darauf wurde viel Wert gelegt“, sagte er. Daran könne sich mancher der Jubilare sicher noch erinnern. „Heute, an der Jubelkommunion, kann man sich gerne daran erinnern und austauschen mit den ehemaligen Klassenkameraden“, so Gerhard Möckel.

Für viele sei diese Zeit auch von Entbehrungen in ihrem Leben geprägt gewesen. Die Jubilare hätten schöne Zeiten erlebt, aber auch schlechte Zeiten mit Enttäuschungen, Misserfolgen, Trauer und Tod. Wirtschaftlicher Aufschwung lasse die Erstkommunionkinder von heute einen gewissen Überfluss erleben, die Suche nach dem Glück und dem Lebenssinn habe sich jedoch nicht grundlegend verändert. „Unser Herz ist die Lebensmitte, darin sind alle Lebenden und die Verstorbenen“, betonte Pfarrer Möckel.

„Die Suche nach dem Glück und dem Lebenssinn hat sich nicht grundlegend verändert.“
Gerhard Möckel, Pfarrer

Die Frage sei, wie sich der Glaube verändert hat, welchen Weg man gegangen ist: „Wo stehen wir? Sind wir ganz nah bei Jesus oder sind wir weit weg, weil wir von der Kirche und ihrem Glauben enttäuscht wurden?“ Dies sei bei jedem etwas anders. „Für Gott ist das nicht wichtig. Er hat uns bei der Taufe versprochen ich bin da, wo du bist.“ Jesus halte sein Versprechen, Menschen änderten sie. „Nehmen sie es mit, Jesus ist da und sagt: 'Du bist mein geliebtes Kind, ich vergesse dich nie'“, bat der Geistliche die Jubilare.

Mit eindrucksvollem Gesang und Orgelspiel bereicherten Sopranistin Theresa Dauer und Organistin Marion Müller-Eitzenberger die Feier. Nach dem Fototermin trafen sich viele der Jubilare und tauschten Erinnerungen aus.

Festgottesdienst zur Jubelkommunion in Weismain
Vor 70 Jahren waren sie erstmals zum Tisch des Herrn gegangen. Foto: Roland Dietz
Festgottesdienst zur Jubelkommunion in Weismain
Diese Jubilare gedachten ihrer Erstkommunionfeier vor 60 Jahren. Foto: Roland Dietz
Festgottesdienst zur Jubelkommunion in Weismain
Sie feierten vor 50 Jahren ihre Erstkommunion. Foto: Roland Dietz
Festgottesdienst zur Jubelkommunion in Weismain
40 Jahre ist es her, daas diese Jubilare ihre Erstkommunion in Weismain feierten. Foto: Roland Dietz
Festgottesdienst zur Jubelkommunion in Weismain
Vor 25 Jahren hatten sie ihre Erstkommunion. Foto: Roland Dietz

Von Roland Dietz

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