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ALTENKUNSTADT

Feierliche Jubelkommunion in Altenkunstadt trotz Pandemie

Feierliche Jubelkommunion in Altenkunstadt trotz Pandemie
Sie feierten ihre Jubelkommunion in Erinnerung an die Erstkommunion vor 60 und 70. Jahren in der katholischen Pfarrkirche von Altenkunstadt mit Pater Rufus Witt. Foto: Dieter Radziej

In der katholischen Pfarrei Altenkunstadt wurde am fünften Sonntag nach der Osterzeit die Jubelkommunion gefeiert. Trotz der Corona-Pandemie ließen es sich viele nicht nehmen, diesen Festtag in Erinnerung an ihre Erstkommunion vor 25, 40, 50, 60 oder 70 Jahren zu begehen.

Mit einem herzlichen Willkommensgruß empfing Pater Rufus Witt alle Jubilare. Auch Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Geldner freute sich, dass wieder viele den Weg in ihre Heimatkirche gefunden hatten. Zu Beginn der Feier wurde für jeden der Jahrgänge eine Kerze vor dem Altar entzündet, wobei ein Licht auch für diejenigen leuchtete, die bereits verstorben waren.

Feierliche Jubelkommunion in Altenkunstadt trotz Pandemie
Ein halbes Jahrhundert ist seit der Erstkommunion dieser Jubilare vergangen. Foto: Dieter Radziej

Es sei ein Jubelfest, das anders als sonst üblich gefeiert werde, vor allen Dingen in einem bescheideneren Rahmen, als es sich viele wünschten, sagte Pater Rufus. Umso erfreulicher sei es, dass sich die Jubilare entschieden haben, diesen Festtag auch in Erinnerungen an ihre Kindheit, in der sie Geborgenheit zu Hause und in der Kirche erfahren durften, zu begehen.

„Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.“
Pater Rufus Witt zitiert die Worte Jesu aus der Bibel
Feierliche Jubelkommunion in Altenkunstadt trotz Pandemie
In Erinnerung an den Tag, als sie vor 25 und 40 Jahren erstmals vor den Altar traten, feierten sie ihre Jubelkommunion in der Altenkunstadter Pfarrkirche. Foto: Dieter Radziej

Jesus habe sich als Weinstock und die Menschen als seine Reben bezeichnet und gesagt: „Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.“ Deshalb sei es wichtig, dass die Menschen den Kontakt zu Jesus pflegen und in ihn auf ihrem Lebensweg nicht zu vergessen. Im Laufe des Lebens ändere sich viel, sagte Pater Rufus mit Blick auf Vergangenheit der Jubilare ein, als sie noch Mädchen und Jungen mit anderen Vorstellungen und Gefühlen als Erwachsene waren: „Als sie als kleine Kinder in das Gotteshaus gebracht wurden, wussten sie noch nicht, was bei der Taufe geschah. Nachdem sie die Erstkommunion feiert durften, war ihnen schon deutlich geworden, was das Wesentliche bei alledem ist, indem man ihnen den Glauben erklärte und sie ihre Eltern darauf vorbereiteten.“ Die Verbindung zu Gott sei mit der Firmung weiter gereift. Im Laufe der Jahre habe sich die Beziehung zu Gott bei den Jubilaren auf eine unterschiedliche Weise entwickelt: „Manche vertieften das Vertrauen zu Gott und wurden glückliche Menschen, bei anderen schrumpfte es oder verschwand gar vollends aus ihrem Leben.“

Jetzt, in der Mitte des Lebens sei es angebracht, sich ihres Lebensweges zu erinnern und diesen aus einer gewissen Entfernung zu betrachten. Viele werden darüber nachdenken, wie ihr Leben verlaufen ist, was sie erreicht haben, welche Pläne und Träume sich erfüllt haben und was sie von ihrem irdischen Leben noch erwarten. Manche seien schon erschöpft und arbeitsmüde geworden und sie stellten sich die Frage nach dem Sinn des Lebens, andere fühlten sich regelrecht ausgebrannt. Mancher sei vollends von dem abgekommen, was er sich einstmals so sehnlichst wünschte.

In einer derartigen Situation sei es wichtig, sich an Jesus zu erinnern, der den Menschen vorgelebt habe, was sie zu einem sinnvollen Leben brauchen. Deshalb zitierte Pater Rufus die Bibelworte: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, meine Wege überschreiten eure Wege.“ Obwohl es mitunter unglaublich erscheine, stehe Jesus den Menschen tagtäglich bei ihren Problemen bei und jeder dürfe ihn um Hilfe bitten: „Wenn wir einen festen Glauben an ihn haben, wird er sich immer wieder als der Herrscher über das All zeigen und uns seine Nähe empfinden lassen.“

Jubelkommunion von 2020 wird am 9. Mai nachgefeiert

Höhepunkt des Gottesdienstes war der Empfang der Eucharistie, bevor die Jubelkommunion mit dem kirchlichen Segen und feierlichem Glockengeläut zu Ende ging. Pater Rufus wünschte den Jubilaren und ihren Familien alles erdenklich Gute. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Geldner bat sie, sich einen festen Glauben zu bewahren.

Ihre Jubelkommunion feiern die Jubilare von 2020 am Sonntag, 9. Mai, in der Pfarrkirche, nachdem die Feier im vergangenen Jahr wegen der Pandemie abgesagt worden war.

 

Von Dieter Radziej

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