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WEISMAIN

Feierliche Firmung für 25 Jugendliche in Weismain

Feierliche Firmung für 25 Jugendliche in Weismain
Die erste Gruppe der Weismainer Firmlinge nach dem Festgottesdienst mit Diakon Rainer Daum (hinten, li.), Firmspender Domkapitular Elmar Koziel und Pfarrer Gerhard Möckel. Foto: Roland Dietz

Ein großer Tag für 25 junge Christen war die Firmung in der Weismainer Stadtpfarrkirche durch Domkapitular Professor Elmar Koziel. Vielen dürfte er noch durch seine langjährige Tätigkeit in Vierzehnheiligen bekannt gewesen sein. Einmal mehr standen die Infektionsschutzmaßnahmen im Zentrum des Geschehens und die Teilnehmer trugen Schutzmasken. Nur jede zweite Bank war von Familienangehörigen der Firmlinge besetzt, um den richtigen Abstand einzuhalten.

Die Firmlinge kommen aus den Pfarreien Modschiedel, Arnstein und Weismain. Als Diakon Rainer Baumann, Stadtpfarrer Gerhard Möckel und Domkapitular Elmar Koziel mit den Ministranten ins festlich geschmückte Gotteshaus unter fulminanter Orgelmusik einzogen, saßen sie schon in ihren Bänken.

In seiner humorvollen Art begrüßte Stadtpfarrer Gerhard Möckel den hohen Gast, den er schon aus Seminarzeiten kenne. Willkommensgrüße gab es auch von Zweitem Bürgermeister Matthias Müller. Er freute sich, dass die Feier in Weismain möglich war. Auch wen besondere Zeiten besondere Maßnahmen erforderten, zeige sich in der Feier der Zusammenhalt der Gläubigen.

Wie die Offenbarung Erkenntnis vermitteln kann

Domkapitular Elmar Konziel würdigte die Leistungen der Familien, die den Weg der Kinder seit der Taufe und der Erstkommunion im christlichen Sinne mit gegangen seien. „Es zeigt sich, dass Gottes Geist wie in der Pfingstbotschaft als brausender Sturm die Menschen zu Gott getragen hat“, sagte er. „Es gibt viele Gnadengaben, aber nur den einen Geist, der in seiner Offenbarung anderen nutzt, um Erkenntnis zu vermitteln“, lautete die Botschaft der Lesung aus dem ersten Korinterbrief.

Feierliche Firmung für 25 Jugendliche in Weismain
Die zweite Gruppe der Weismainer Firmlinge mit Diakon Rainer Daum (hinten, li.) Firmspender Domkapitular Elmar Koziel und Pfarrer Gerhard Möckel Foto: Roland Dietz

Von einen Unfall bei einem Firmgottesdienst, bei dem eine fallenden Lampe fast einen Brand ausgelöst hätte, berichtete Domkapitular Elmar Koziel. Nach dem ersten Schrecken habe der Pfarrer gefragt: „Können wir jetzt wieder weitermachen?“ In diesem Satz werde der Geist Gottes erkennbar. Die sprichwörtliche Geistesgegenwart brauche jemand, der die Übersicht behält. „Ruhig und mit Gelassenheit Dinge anzugehen, bedeutet für die Christen, gehalten werden von Gott“, betonte Koziel.

Das wünschte er auch den Firmlingen. Auf ihrem weiteren Weg sollten sie Menschen, die zuhören können, Menschen mit Energie und Tatkraft und Menschen, die Überzeugungen weiterbringen können begleiten. Es ergebe Gottvertrauen und Freude am Leben wenn man so vom Gottes Geist lebendig berührt werde.

Nach der Erneuerung des Taufversprechens spendete Domkapitular Elmar Koziel den 25 Jugendlichen das Firmsakrament. Mit einen Wattebausch zeichnete er ihnen ein Kreuz auf die Stirn und sprach die Formel: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Als äußeres Zeichen wird es in der Salbung des Hauptes mit kostbarem Chrisamöl sichtbar.

Doe Sopranistin Theresa Dauer bereicherte den Gottesdienst mit dem „Gloria“ aus der Schubert-Messe und dem Dietrich-Bonhöfer-Choral „Von guten Mächten“, die sie zur Begleitung von Organisten Udo Dauer sehr gefühlvoll interpretierte. Die Firmlinge dankten Diakon Rainer Daum für die Vorbereitung, Domkapitular Elmar Koziel für die Spende des Firmsakramentes und allen, durch die diese Feier ein festliches Erlebnis wurde.

 

Von Roland Dietz

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