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BURGKUNSTADT

FC Burgkunstadt einen "neuen Anstrich" verpasst

FC Burgkunstadt einen „neuen Anstrich“ verpasst
Scheckübergabe durch Mitinitiator Christoph Ramming (li.) an Vorsitzenden Wolfgang Strassgürtel. Im Hintergrund viele Aktive auf der neu gestalteten "Tribüne"; sie tragen T-Shirts, die vom Ertrag der Sponsorenaktion finaziert werden konnten. Foto: Roland Dietz

Da es war im Frühjahr wegen des Corona bedingten Lockdowns nicht möglich war, Vereinsversammlungen abzuhalten, hat es beim FC Burgkunstadt 18 Monate gedauert, bis die Mitglieder wieder zu einer Jahresversammlung kommen konnten. Die Verantwortlichen haben die eineinhalb Jahre genutzt haben, um dem Verein im wahrsten Sinne des Wortes einen neuen Anstrich zu verpassen.

So freute sich Vorsitzender Wolfgang Strassgürtel bei der gut besuchten Mitgliederversammlung im Sportheim, dass auf Initiative der Spieler die Umkleidekabinen renoviert worden sind. Spielführer Max Stammberger zeigte dazu einige Bilder, die die umfangreichen Tätigkeiten dokumentiert haben. „Wenn wir schon nicht in der Bundesliga spielen, möchten wir doch wenigsten bundesligareife Kabinen haben“, kommentierte er augenzwinkernd die gelungenen Arbeiten.

Ebenso wurden die Toilettenanlagen im Sportheim erneuert, und auch der Gastraum zeigte sich mit neuer Bestuhlung und Theke in einem frischen Gewand.

Vorstandsmitglied Michael Gahn gab bekannt, dass mit der Pülsbräu Weismain ein neuer Getränkelieferant gefunden wurde. Dies sei aus wirtschaftlichen Gründen unumgänglich gewesen. Des Weiteren bestehe nun wieder die Möglichkeit, das Sportheim für private Feiern oder öffentliche Veranstaltungen an zu mieten.

Feste Sitzbänke auf Tribüne installiert

Außerhalb des Vereinsheimes wurde ebenfalls einiges unternommen. An der Tribünenseite wurde an der Bande ein neues Vereinslogo angebracht. Ferner habe der Verein auf der Tribüne feste Sitzbänke installiert sowie ein Verkaufshäuschen aufgestellt. Auch die beiden Fußballplätze wurden saniert. Und schließlich seien die grünen Randflächen ebenfalls aufgehübscht worden.

FC Burgkunstadt einen „neuen Anstrich“ verpasst
Die Spieler Dominik Portner (re.)s und Max Stammberger zeigen stolz die sanierte Umkleidekabine der Heimmannschaft des FC Burgkunstadt. Foto: Roland Dietz

Vorsitzender Wolfgang Strassgürtel erinnerte an die Veranstaltungen, die der FC Burgkunstadt seit seiner vergangenen Hauptversammlung im März 2019 organisiert hatte. Als überragend bezeichnete er die viertägige „Kerwa“ 2020 auf dem Sportgelände. „Wir waren einer der ersten Vereine, die so etwas in der Zeit der Corona-Pandemie auf die Beine gestellt haben“, sagte der Vorsitzende stolz und verwies auf das sehr gute Hygienekonzept für die Festivitäten. Sein Dank galt dabei allen Sponsoren, die den Verein in den vergangenen 18 Monaten unterstützt hatten.

Verlängerung des Pachtvertrags wichtiges Zeichen für Investitionen

Vorstandsmitglied Alexander Beck ging nochmals auf die Verlängerung des Pachtvertrages mit der Stadt Burgkunstadt für das Sportgelände bis 2047 ein. Dies sei ein wichtiges Zeichen, um auch künftig Zuschüsse für weitere Investitionen zu erhalten.

Trainer Michael Backert erklärte, dass im sportlichen Bereich noch Luft nach oben ist. Dennoch könne man zuversichtlich sein. „An der jungen und sehr motivierten Mannschaft werden wir noch viel Freude haben, denn sie ist auf einem guten Weg“, so der Coach, der sich freute, dass auch in der fußballfreien Zeit das Training mehr als gut besucht gewesen sei.

Es sei dabei positiv zu werten, dass fast alle Spieler aus dem eigenen Jugendbereich stammen. „Dieser eingeschlagene Weg muss fortgeführt werden“, so Backert.

In Jugendbereich geht es auch um Spaß

Positives konnte aus den Jugendmannschaften Alexander Beck berichten. In der E-, F- und G-Jugend kicken 48 Kinder. Neben der sportlichen und fußballerischen Ausbildung stünde der Spaß im Mittelpunkt, wie beispielsweise die Fahrt zum Altmühlsee oder das Zeltlager zeigen würden. Reinhard Raab-Straten informierte über die Situation der JFG Kunstadt, an der sich neben dem FC Burgkunstadt auch die SG Roth-Main und der FC Kirchlein beteiligen. „Der sportliche Erfolg kann sich sehen lassen, besonders bei der A-Jugend“, so Raab-Straten, der aber auch betonte, dass in der C- und D-Jugend mehr Spieler wünschenswert wären. Die meisten Fußballer stelle hier der FC Burgkunstadt.

Altligaleiter Hans Tremel bezeichnete es als schade, dass immer mehr Aktive aus der Altliga zurückziehen würden. Im gesellschaftlichen Bereich passe jedoch alles. Wenig zuversichtlich äußerte sich Tremel zur anstehenden Hallensaison in Coronazeiten.

Mitgliederbeiträge um zehn Euro erhöht

Alex Beck berichtete für den verhinderten Schatzmeister Hermann Kolb über eine ausgeglichene Vereinsbilanz. Wegen weiterer geplanter Investitionen beschlossen die Mitglieder einstimmig, die Beiträge anzupassen. So steige der Jahresbeitrag für Erwachsene um zehn Euro auf 59 Euro, der für Kinder und Jugendliche von 19 auf 29 Euro.

Bewässerungsanlage soll gebaut werden

Auch von der Versammlung abgesegnet wurde der von Christian Ruß und Holger Ramming eingebrachte Antrag zum Bau einer neuen Bewässerungsanlage. Sportgelände und das Sportheim sollen weiter auf den bestmöglichen Stand gebracht werden, damit sich Spieler, Mitglieder Fans und Besucher beim FC Burgkunstadt wohlfühlen, so Ramming und Ruß. Für diese Maßnahme wurde eine Projektgruppe ins Leben gerufen.

Der Sportreferent der Stadt Burgkunstadt, Achim Ruß, lobte das Engagement der Burgkunstadter Fußballer. „In diesem Verein wissen Eltern ihre Kinder gut aufgehoben, und diese können sich wohlfühlen“, sagte er. Auch wenn es andere Meinungen im Stadtrat gegeben habe, sei es der Stadt wichtig gewesen, die Existenzgrundlage der Fußballer zu sichern, weshalb auch der Pachtvertrag für das Sportgelände über mehrere Jahrzehnte verlängert worden sei.

 

Von Roland Dietz

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