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BURGKUNSTADT

FC Burgkunstadt bekommt für Sportgelände Pachtvertrag bis 2047

FC Burgkunstadt bekommt für Sportgelände Pachvertrag bis 2047
Das zu Füßen der Schuhstadt liegende Sportgelände bleibt dem FC Burgkunstadt weiterhin erhalten. Dafür sorgt ein langfristiger Pachtvertrag mit der Stadt. Foto: Dieter Radziej

Die Planungen für das Gebäude „Am Bauershof 2“, besser bekannt unter dem Namen „Akropolis“, die Verlängerung des bestehenden Pachtvertrages für das Sportgelände mit dem FC Burgkunstadt und die Neuerrichtung eines Feuerwehrgerätehauses mit Gemeinschaftsraum in Theisau waren die wesentlichsten Tagesordnungspunkt bei der öffentlichen Sitzung des Stadtrates am Dienstagabend.

Dabei gab es auch ein lebhaftes Bürgerinteresse, wie Erste Bürgermeisterin Christine Frieß (CSU) in ihren Begrüßungsworten positiv vermerkte. Sie hieß erstmals den neuen Ortssprecher von Gärtenroth, Bernd Weich, willkommen.

„Am Bauershof 2“ wird verkauft: Parken, Wohnen, Dienstleistungen

Ein Thema, mit dem sich das Gremium schon mehrfach beschäftigt hat, ist die kombinierte Planung für das Anwesen „Am Bauershof 2“; früher auch Schuhfabrik Büttner. Bürgermeisterin Frieß sagte, dass inzwischen eine Burgkunstadter Familie ihr Interesse bekundet habe, dieses Gebäude zu erwerben und es zu einer Künstlergalerie umzubauen.

Diplomingenieur Franz Ullrich (plan & werk) erläuterte nochmals die bei diesem Objekt zur Auswahl stehenden Varianten: „Parken und besonderes Wohnen auf dem Dach“, „Parken und Wohnen in Verbindung mit Dienstleistungen“ und „Schwerpunkt Wohnen unter Berücksichtigung der besonderen Möglichkeiten bei der Sanierung und einer kleinen Gebäudeerweiterung“.

Auch wenn derzeit der Verkauf des Areals zur Debatte stehe, so Ullrich, sollten die Kommune dennoch auf gewisse Rahmenbedingungen und gestalterische Aspekte (etwa Fassadengestaltung) achten, denn dieses Gebäude präge in gewisser Weise auch das Stadtbild und könne künftig zur Altstadtbelebung beitragen.

Wohnungen mit Loftcharakter und Museum mit Kunstgalerie geplant

Der Stadtrat gab danach der interessierten Käuferfamilie die Gelegenheit, ihr Konzept, vorzustellen. Das Ehepaar sieht die Gelegenheit zur Innenstadtbelebung und Schaffung eines überregionalen- und zentralen Kunst- und Kulturtreffpunkts in Burgkunstadt beizutragen. „Einige moderne Wohnungen im Loftcharakter, sowie die Kunstgalerie mit Museum, vielleicht sogar mit einem kleinen Museumscafé“, würden sicherlich eine attraktive Symbiose für die Stadt bedeuten, so die Investoren.

Der Stadtrat entschied sich mit einer breite Mehrheit für den Gebäudeverkauf und die Alternative II, womit künftig das Parken, Wohnen und die Dienstleistungen in einem Umfeld vereint sind.

Keine Einwände gab es anschließend gegen die städtebaulichen Voruntersuchungen der Nachbargemeinde Altenkunstadt im Rahmen des „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts“ (Isek).

Der Fußballclub braucht Planungssicherheit

Nun leitete Erste Bürgermeisterin Christine Frieß (CSU) zum nächsten wichtigen Tagesordnungspunkt, der beantragten Verlängerung des bestehenden Pachtvertrages mit dem FC Burgkunstadt bis zum 31. Dezember 2047 für das städtische Grundstück (Fußballplatz), über (wir berichteten mehrfach).

Dies Ansinnen begründeten die Verantwortlichen des Fußballclubs mit weitreichenden Investitionen für eine Beregnungsanlage (Kosten zwischen 15 000 und 20 000 Euro) und die Umrüstung der bestehenden Flutlichtanlage auf LED (erwarteter Kostenaufwand ebenfalls 15 000 bis 20 000 Euro). Eine Förderung von teilweise bis zu 80 Prozent durch den BLSV sei nur möglich, wenn ein bestehenden Pachtvertrag mit einer Laufzeit von mindestens 25 Jahren vorgelegt werde.

FC Burgkunstadt bekommt für Sportgelände Pachvertrag bis 2047
Das Gebäude „Am Bauershof 2“ (links) soll verkauft werden, dafür entschied sich der Stadtrat von Burgkunstadt. Foto: Dieter Radziej

Zugleich hatte der Verein verdeutlicht, dass er der Nutzung des Sportgeländes auch durch die Öffentlichkeit und einer möglichen Schaffung von Erholungsflächen offen gegenüber stehe. Bürgermeisterin Frieß (CSU) verwies darauf, dass im Freistaat Bayern aufgrund der derzeitigen Situation auch Sportstätten und insbesondere der gesellschaftlichen Zusammenhalt von der Staatsregierung als wichtig empfunden werde. Der Sportverein sei zudem auch ein Aushängeschild der Schuhstadt.

Joachim Ruß (CSU) und Zweite Bürmeisterin Susanne Bock von Wülfingen (FW) verweisen auf die engagierte Jugendarbeit. Ein Verein wie der FCB Burgkunstadt brauche eine gewisse Planungssicherheit benötige, was auch Dieter Schmiedel (SPD) unterstrich.

Kämmerin: Verwertung des Areals und Neubau Sportgelände rechne sich nicht

Zwar gab es auch kritische Anmerkungen wegen der Unkündbarkeit des künftigen Pachtverhältnisses oder dazu, wie der Unterhalt und die Pflegemaßnahmen geregelt werden. Und wegen des geringen Pachtpreises von 140 Euro im Jahr für zwei Hektar in bester Innenstadtlage, wie es Thomas Müller (Bürgerverein) formulierte. Doch konnte Stadtkämmerin Heike Eber dazu die entsprechenden Erläuterungen geben. Und sie verwies darauf, dass, wie es in einer der jüngsten Sitzungen angeklungen sei, eine Verwertung des bestehenden Areals und der gleichzeitige Neubau eines Sportgeländes sicherlich in finanzieller Hinsicht für die Stadt keinen wirtschaftlichen Erfolg bedeutet hätte. Ganz im Gegenteil wäre das Mehrkosten verbunden gewesen.

Entscheidung pro FCB bei drei Gegenstimmen

Bei drei Gegenstimmen wurde schließlich einer Verlängerung des Pachtvertrages mit dem FC Burgkunstadt bis in das Jahr 2047 zugestimmt. Alle bestehenden Miet- und Pachtverträge werden zudem in allernächster Zeit einer Prüfung unterzogen kündigte in diesem Zusammenhang die Verwaltung an.

Theisau solle ein neues Feuerwehrgerätehau erhalten

Anschließend ging es um die Neuerrichtung eines Feuerwehrgerätehauses mit Gemeinschaftsraum für den Stadtteil Theisau, wozu auch alle Vereine von Theisau ihre Wünsche und Vorstellungen (gemeinsame Nutzung) dargelegt habenn, worauf Frieß (CSU) verwies. Mehrheitlich entschieden sich die Ratsmitglieder für ein Gebäude mit Gemeinschaftsraum für 80 Personen in Massivbauweise. Hierzu soll eine Grobplanung erstellt werden, so dass dem Gremium zumindest einmal wichtige finanzielle Eckdaten zur Entscheidung vorgelegt werden können. Insbesondere als es um die Innenausstattung, den Stellplatz etc. ging, betonten Marco Hennemann und Niklas Stadelmann (CSU), dass sich die Stadt auf entsprechende Eigenleistungen der Ortsvereine verlassen könne.

Aus dem Bauausschuss

Den Beratungen war eine Sitzung des Bauausschusses der Stadt vorausgegangen. Hierbei konnten unter anderem folgende Anträge befürwortet werden:

• Abgrabungsgenehmigung für das Grundstück Rothenbühl 6

• Errichtung eines Milchviehlaufstalles und eines Beckens für Silosicker- und Oberflächenwasser vom Fahrsilo und Rindergülle auf dem Grundstück Angerhof 4

• Erweiterung der bestehenden Lagerhalle auf dem Grundstück Kugelgasse 4

Von Dieter Radziej

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