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WEISMAIN

Erntedankfest in Weismain

Erntedankfest in Weismain
Viele Teilnehmer nahmen an der Kirchenparade zum Erntedankfest teil. Foto: Roland Dietz

„Mit klingendem Spiel durch das Tor“ heißt es in einer Strophe eines Volksliedes. Dies war tatsächlich so beim Erntedankfest in Weismain. Mit einem kleinen Festzug vom oberen Tor zur Pfarrkirche Sankt Martin wurde das Erntedankfest in Weismain eingeleitet. Unter den Klängen der Weismainer Blasmusik und dem Glockenläuten zogen 150 Teilnehmer mit Marschmusik in die Pfarrkirche ein. Viele Gruppen und Mitwirkenden boten dabei ein schönes Bild.

Kolping-Damen bringen Farbe ins Spiek

Die Damen der Kolpingfamilie konnten ihre farbigen Schirme mal nicht als Sonnenschutz, sondern für den leichten Regen benutzen.

Erntedankfest in Weismain
Die Kinder des St. Anna-Kindergartens bei ihren Darbietungen während des Gottesdienstes. Foto: Roland Dietz

Die Garten- und Blumenfreunde Weismain, der Gartenbauverein Geutenreuth, der Kindergarten Sankt Anna, Bürgermeister Michael Zapf, zahlreiche Stadträte, die kirchlichen Gremien um Stadtpfarrer Gerhard Möckel sowie viele Kinder und ihre Eltern waren dabei.

Das Gotteshaus hatten die Kolpingsdamen wunderschön geschmückt. Im Mittelpunkt dabei das große Erntekreuz vor dem Opferaltar und die herrlichen Getreidesträuße. Mit dem Lied, „Gebt acht, gebt acht auf Gottes schöne Welt“ leiteten die Jungen und Mädchen des Kindergartens den Dankgottesdienst ein.

„Danken und Denken haben im Leben oft die gleichen Wurzeln“, sagte Pfarrer Gerhard Möckel zu Beginn des Gottesdienstes. Dankbar sein sollte öfters zum Leben dazu gehören.

Erntedankfest in Weismain
Die Damen der Kolpingfamilie. Foto: Roland Dietz

In Anbetracht der kleinen Kinder, die den Erntedanktag besonders feiern, sollten auch die Eltern dankbar für die kleinen Sonnenscheine in der Familie sein. Was das Herz erfreut, sind wie die Kinder, Geschenke im Leben für die die Menschen mehr dankbar sein sollten. Auch das Lukasevangelium des Tages zeige dies auf.

Ein typisch fränkisches „Passt scho“

Von zehn Kranken war nur einer dabei, der dankbar war, wieder gesund geworden zu sein. Dieses Geschehnis habe auch mit dem Vertrauen auf Gott zu tun und der Dankbarkeit unseres Glaubens an ihn.

Erntedankfest in Weismain
Die Weismainer Blasmusik beim gelungenen Standkonzert. Foto: Roland Dietz

Was sagt man, wenn man etwas bekommen, hat wird bei Kindern oft gefragt. Und das Danke kommt oft schwer über die Lippen. Aber danken hat schon seine Berechtigung. In Franken ist dies fast schon symbolhaft, wenn gesagt wird „Passt scho“. Es sei das Höchste, was im fränkischen Bereich als Lob und Dank ausgedrückt werden kann.

Alles was wir haben, sind doch Gottes Gaben

Alles was wir haben, sind doch Gottes Gaben wie Familie, Freunde, Partner die darin inbegriffen. Die Kinder unterstrichen dies mit einem Singspiel in welchen sie Früchte und Blumen vor dem Altar brachten, um dafür Danke zu sagen. Dafür gab es natürlich reichlich Applaus.

In den Fürbitten wurde für alle Menschen gebetet, die dafür arbeiten, dass es reichlich zu essen gibt. Gedacht wurde auch derer, die es nicht so gut haben und Kindern die Hunger leiden müssen. Verbunden war diese Bitte damit dass Gotte uns die mögliche Hilfe für diese Menschen aufzeigt. Mit einem kräftigen „Hallelujagesang“ unterstrichen die Kinder die Freude für die Ernte, die wir in der Kirche feiern. Den Kleinsten wurde dann bei der Kommunionausteilung Gottes Segen zuteil.

Erntedankfest in Weismain
Mit Körbchen mit Früchten und Blumen zogen die Kinder der Kita St. Anna ins Gotteshaus ein. Foto: Roland Dietz

Im Anschluss ein kleines Standkonzert

Pfarrer Möckel dankte den Kindern die den Erntedankgottesdienst wunderbar gestaltet hatten.

Einmal mehr gelungen war auch die Aktion „Gott sei Dank Brot“. 125 Brote, die der Pfarrer segnete wurden gegen eine Spende für einen Kindergarten in Indien ausgegeben. Und hier ging das Brot sprichwörtlich weg „Wie warme Semmeln“.

Im Anschluss an den Gottesdienst hatte die Weismainer Blasmusik ein wunderbares kleines Standkonzert vorbereitet. Dabei konnten auch die ersten Lose für die Alljährliche Gansverlosung in der Adventszeit.

Nach dem beliebten „Fliegermarsch“ hatte Dirigentin Marion Müller-Eitzenberger mit der Polka „Morgengedanken“ und der Moschrarität „Kannst du Knödel kochen, zwei Musikstücker herausgesucht die in die schöne Erntedankstimmung an einem Sonntag früh passten.

Die Musiker schafften es mit dem sonnigen und modernen Intermezzo „Brazil“ nicht ganz die Regenwolken zu vertreiben, dennoch gab es den verdienten Applaus für die gelungenen Darbietungen.

 

Von Roland Dietz

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