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BURGKUNSTADT

Ehrenzeichen für verdiente Feuerwehrleute aus Burgkunstadt

Ehrenzeichen für verdiente Feuerwehrleute aus Burgkunstadt
Die Geehrten, die seit 40 Jahren Feuerwehrdienst tun, mit ihren Gratulanten: (stehend, v. li.) die Feuerwehrbeauftragte des Landkreises Lichtenfels, Nicole Hopf, Bürgermeisterin Christine Frieß, Kreisbrandinspektor Thilo Kraus, Walter Groß, Horst Trenkwald, Karl-Heinz Mohrand, Edwin Hoh, Georg Krauß, Alfons Blinzler, Gerhard Schmidt, Werner Bauer, Günter Fischer, Guido Zengel und Stadtkommandant Andre Grothues. Sitzend Kreisbrandrat Timm Vogler, Wolfgang Bauer und Landrat Christian Meißner. Foto: Roland Dietz

Die Bedeutung von freiwilligem Engagement in der Gesellschaft würdigte die Stadt Burgkunstadt mit einem Ehrungsabend unter dem Motto „Wir leben Gemeinschaft“, wie berichtet. Höhepunkt war die Auszeichnung von 14 Feuerwehrleuten, die seit 25 Jahren Dienst in einer Freiwilligen Feuerwehr im Stadtgebiet leisten, und von 13 Brandschützern, die seit 40 Jahren im Dienst der Allgemeinheit stehen. Zum Dank wurde ihnen das Feuerwehr-Ehrenzeichen verliehen.

„Wenn die Sirenen oder Piepser ertönen, gehen sie für die Bevölkerung sprichwörtlich durchs Feuer.“
Christine Frieß, Bürgermeisterin

„Das Leben, die Gesundheit sowie den Besitz unserer Bürgerinnen und Bürger zu schützen, gehört zu den bedeutendsten Aufgaben der Feuerwehren der Stadt Burgkunstadt“, sagte Bürgermeisterin Christine Frieß. „Wenn die Sirenen oder Piepser ertönen, gehen sie für die Bevölkerung sprichwörtlich durchs Feuer.“ Bei Bränden und Unfällen komme es auf jede Sekunde an. Das Engagement der heimischen Feuerwehren sei enorm: „Tag und Nacht sind sie bereit, des Nächsten Hab und Gut in Ernstfall zu retten oder soweit es möglich ist, Gefahr zu minimieren.“ Neben Zuverlässigkeit, Unerschrockenheit und Umsicht seien auch umfangreiche Kenntnisse im Umgang mit Löschmaterial erforderlich. „Ohne die Feuerwehren wäre unsere Sicherheit nicht so gewährleistet wie sie ist, und wir könnten nicht so ruhig schlafen“, betonte Christine Frieß. Auch das Gemeinwesen wäre ohne sie um vieles ärmer.

Ehrenzeichen für verdiente Feuerwehrleute aus Burgkunstadt
25 Jahre Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr: (v. li.) Kreisbrandrat Timm Vogler, Kreisbrandinspektor Thilo Kraus, Bürgermeisterin Christine Frieß, die Feuerwehrbeauftragte des Landkreis Lichtenfels, Nicole Hopf, Martina Will, Elke Peter, Stefan Schäfferlein, Veronika Volk, Alexander Marr, Ilse Müller, Thomas Erhardt, Andrea Dembowski, Tamara Dümlein, Thomas Petterich, Andre Grothues und Landrat Christian Meißner. Foto: Roland Dietz

Die staatliche Auszeichnung sei eine Anerkennung für außergewöhnliche Leistungen im kommunalen Bereich, erklärte Kreisbrandrat Timm Vogler. Feuerwehrkameraden lebten Mitverantwortung für den Nächsten: „Sie sie garantieren Sicherheit für die Bevölkerung und das hat politisch und fachlich höchste Priorität.“ Die fachliche Arbeit werde dabei immer wichtiger. Daher sei es wichtig, dass nach der Hochphase der Corona-Pandemie wieder Feuerwehrausbildungen in Präsenz erfolgten. Umsichtiges und vorbildliches Handeln in den Wehren hätten gezeigt, dass es auch nach gemeinsamen Einsätzen keine lebensbedrohliche Erkrankungen gegeben habe. Die Pandemie bedeutete für die Wehren zwei herausfordernde Jahre, betonte Vogler. So tagte der Krisenstab Katastrophenschutz 157-mal. Die Aufrechterhaltung des Einsatzdienstes ohne Gefährdung der eigenen Gesundheit stand im Mittelpunkt. Übungen, Verbesserungen oder gar die Neugewinnung von Feuerwehrleuten gestalteten sich schwierig. Dennoch gab es durch Fachkompetenz, Kreativität und Einsatzbereitschaft keine Ausfälle. 3600 Menschen helfen im Landkreis ehrenamtlich bei Feuerwehren.

„Ihr habt alle in dieser Zeit Großartiges geleistet“, lobte der Kreisbrandrat die Feuerwehrleute. Für dieses ehrenamtliche Engagement gelte es zu danken. „Leidenschaft und Kameradschaft im Dienst für den Nächsten sind ein hohes Gut und ein Eckpfeiler in der Gesellschaft“, sagte Timm Vogler.

Auch Landrat Christian Meißner betonte, es sei bewundernswert wie alle in der Corona-Pandemie durchgehalten haben. Dies verdiene Dank und Anerkennung. „Das Engagement der Feuerwehren ist nicht zu bezahlen“, sagte er. Zusammen mit der Feuerwehrfachberaterin Nicole Hopf, Kreisbrandrat Timm Vogler und Kreisbrandinspektor Thilo Kraus ehrte er die Jubilare.

Kirchleiner gründen 1995 die erste Damenfeuerwehr

Ehrenzeichen für verdiente Feuerwehrleute aus Burgkunstadt
25 Jahre: Die Feuerwehrdamen der FFW Kirchlein prosten sich zu. Von li.: Elke Peter, Martina Will, Veronika Volk und Andrea Dembowski. Foto: Roland Dietz

Meißner stellte fest, dass in Kirchlein vor 25 Jahren besonders viele Frauen mit dem Feuerwehrdienst begonnen hatten. Eine Dame aus Kirchlein, die leider inzwischen verstorben ist, hatte 1995 die Idee eine Frauenfeuerwehr zu gründen, erklärte Andrea Dembowski. Der Zulauf war groß. Und da es damals noch keine Damenwehren gab , war Kirchlein in aller Munde. Sogar das Fernsehen berichtete über die neue Damenwehr. „Es hat immer Spaß gemacht und es sind noch einige seitdem dabei“, sagte sie.

Ehrungen

Für 25 Jahre Feuerwehrdienst erhielten folgende Personen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber: Matthias Eberlein, Andre Grotrues und Thomas Petterich (alle Freiwillige Feuerwehr Burgkunstadt), Andrea Dembowski, Thomas Erhardt, Gabriele Hoh, Rosi Mahr, Ilse Müller, Elke Peter Veronika Volk und Martina Will (alle Kirchlein), Alexander Marr und Stefan Schäfferlein (beide Mainklein) sowie Tamara Dümlein (Weidnitz).

Für 40 Jahre Feuerwehrdienst erhielten das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold: Guido Zengel (Burgkunstadt), Günter Fischer (Ebneth-Hainweiher), Werner Bauer, Alfons Blinzler und Edwin Hoh (alle Kirchlein), Anton Dierauf und Georg Krauß (beide Mainklein), Frank Bähr und Karlheinz Mohrand (béide Mainroth), Wolfgang Bauer, Walter Groß, Gerhardt Schmidt und Horst Trenkwald (alle Neuses am Main).

Von Roland Dietz

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