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GÄRTENROTH

Dialog zum Thema Asyl in Gärtenroth

Stein des Anstoßes: Das ehemalige Hotel Rot in Gärtenroth dient als dezentrale Unterkunft für Asylbewerber. Sorge bereitet den Bürger, dass hier bis zu 39 junge Männer untergebracht werden könnten. Foto: Dieter Radziej

Zu einem Runden Tisch über die geplante Unterbringung von Asylbewerbern im Hotel Rot in Gärtenroth lädt die Stadtverwaltung Burgkunstadt am Freitag, 24. Februar, um 19 Uhr nach Gärtenroth ins Sportheim ein. Hintergrund ist der offene Brief von 170 Bürgern an Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Landrat Christian Meißner und Bürgermeisterin Christine Frieß, in dem sie ihre Sorge wegen der Aufnahme von jungen männlichen Asylbewerbern nach Gärtenroth äußerten (wir haben berichtet). Die Stadtverwaltung hat deshalb Bundes- und Landtagsabgeordnete sowie Vertreter des Landratsamts, der Kirchengemeinden und die Stadträte zu einem Dialogforum gebeten. Auch die Bürger Gärtenroths sind eingeladen, ihre Meinung einzubringen.

Wie berichtet, sehen die Bürger mit großer Sorge weiteren Aufnahmen entgegen, da nach ihrer Meinung das Verhältnis von Bürgerschaft zu den geflüchteten Asylbewerbern in einem groben Missverhältnis steht.

Es wird auch von der Politik gefordert, dass entsprechende Schritte dahingehend unternommen werden, dass eine Zuweisung von Flüchtlingen in ausgewogener Weise stattfindet.

Unzureichend werden auch die fehlenden Einkaufmöglichkeiten, der öffentliche Personennahverkehr und auch die eingeschränkten sportlichen Betätigungsmöglichkeiten empfunden.

„Eine Akzeptanz für die Unterbringung der geflüchteten Asylbewerber kann nur dann erreicht werden, wenn alle – Politik, Stadtverwaltung, Kirchen und die Bevölkerung – an einem Strang ziehen, für Transparenz, Aufklärung und maßvolles Handeln einstehen“, schreibt Bürgermeisterin Christine Frieß in der Einladung.

In Burgkunstadt könne man auf eine breite Unterstützungskultur vertrauen. Diese Kultur komme neben dem ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen – besonders hervorzuheben sei die evangelische Kirchengemeinde um das Team von Pfarrer Geyer und die Resolution des Stadtrats, zum Tragen. (red)

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