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ALTENKUNSTADT

Demo für ein Hallenbad in Altenkunstadt

Demo für ein Hallenbad in Altenkunstadt
„Damit aus unseren Kindern keine Generation von Nichtschwimmern wird, brauchen wir ein Lehrschwimmbecken“, appelliert die DLRG Burgkunstadt. Foto: Roland Dietz

Am Dienstag, 14. September, wird um 18 Uhr auf dem Marktplatz in Altenkunstadt eine Demonstration „Pro Hallenbad“ stattfinden. „Damit aus unseren Kindern keine Generation von Nichtschwimmern wird brauchen wir ein Hallenbad vor Ort“, lautet die Forderung, die auf den Flyern und Plakaten zu lesen sein wird.

„Aus für das Lehrschwimmbecken in Altenkunstadt“ titelte kürzlich das Obermain-Tagblatt und meldete, dass dem möglichen gemeinsamen Lehrschwimmbecken der Kommunen Altenkunstadt, Burgkunstadt und Weismain bei der Altenkunstadter Gemeinderatssitzung im katholischen Pfarrjugendheim der Todesstoß versetzt wurde.

Bürgerinnen und Bürger bestärken darin, weiter für ein Bad zu kämpfen

Ein Schock für die Befürworterinnen und Befürworter des Bades: Wasserwacht Altenkunstadt, DLRG Burgkunstadt, der Verein für kommunale Zusammenarbeit sowie Elterninitiativen der Grundschulen in Burgkunstadt und Altenkunstadt. Zahlreiche Leserbriefe zeigten ihnen aber, dass auch den Bürgerinnen und Bürgern der drei Kommunen diese Entscheidung nicht gefällt, stellte der Burgkunstadter DLRG-Vorsitzende Werner Schneider fest. Nun wollen sie weiter für den Bau eines Lehrschwimmbeckens kämpfen. Dies ist das Ergebnis einer Sitzung, in der die Möglichkeiten durchgesprochen wurden.

Demo für ein Hallenbad in Altenkunstadt
Sie haben schwimmen gelernt bei den Ausbildern der DLRG Burgkunstadt im Staffelsteiner Hallenbad. Foto: Roland Dietz

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ärgerten sich darüber, dass man Bürgerentscheide wohl nur ausrichte, wenn man sie brauchen kann – wie für eine Sanierung der alten Schule an der Mainecker Straße. Ein Bürgerentscheid wäre wohl pro Lehrschwimmbecken ausgefallen, wurde vermutet. Hätten die Gegnerinnen und Gegner davor keine Angst gehabt, so wäre diese demokratischste aller Abstimmungsmöglichkeiten ja kein Problem gewesen.

„Wir wollen, dass unsere Kinder das Schwimmen bei uns lernen.“
Thomas Schneider, DLRG

Die Befürworterinnen und Befürworter wollen nun versuchen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um doch noch ein Bad bauen zu können. „Wir wollen, dass unsere Kinder das Schwimmen bei uns lernen“, bekräftigte Thomas Schneider seitens der DLRG. Werner Schneider fügte an, dass er viele Telefongespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt habe: Sie hätten sehr ungehalten auf die Entscheidung der Altenkunstadter Mandatsträger reagiert. Auch habe er inzwischen mit dem Altenkunstadter Bürgermeister Robert Hümmer gesprochen. Laut Rechtsaufsicht des Landkreises Lichtenfels sei ein Bürgerentscheid, der ein anderes Ergebnis herbeiführen könnte, sehr wohl möglich. „Dazu wäre dann eine Mehrheit erforderlich, wie es in einer Demokratie üblich ist“, schob Werner Schneider nach.

Alle, denen ein Bad am Herzen liegt, sollen teilnehmen

Demo für ein Hallenbad in Altenkunstadt
Zu einer Demonstration für ein Lehrschwimmbecken ruf die DLRG Burgkunstadt auf. Foto: Roland Dietz

Und so rufen die drei Vereine und zwei Elterninitiativen nun dazu auf, sich an der Demonstration am 14. September zu beteiligen: alle Familien, Schülerinnen und Schüler, Seniorinnen und Senioren, Vereine und Organisationen, alle, denen ein Bad am Herzen liegt. „Das Bad ist finanzierbar“, sind sich die Organisatorinnen und Organisatoren sicher. Es werde wohl die letzte Chance sein. Aber die wollen die Befürworterinnen und Befürworter nutzen.

Wichtige Info: Wegen der Demo „pro Hallenbad“ werden alle Zufahrtsstraßen zum Marktplatz Altenkunstadt am Dienstag, 14. September, ab 17.30 bis etwa 19 Uhr komplett gesperrt.

Von Roland Dietz

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