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ALTENKUNSTADT

Altenkunstadt: Besinnliche Stunde statt Kaffee und Kuchen

„Unsere Berufung ist es, Leben zu schützen und nicht zu zerstören“, stellten (v. li.) Elisabeth Wiehle, Rosanne Tucakovic, Steffi Deuerling und Anni Gückel bei einer herbstlichen Meditation für Senioren fest. Foto: Bernd Kleinert

Seit einem halben Jahr entfallen aufgrund der Corona-Pandemie die monatlichen Seniorennachmittage der katholischen Kirchengemeinde. „Es wird Zeit, dass wir wieder mal etwas für die älteren Frauen und Männer machen“, meinten daher Seniorenbetreuerin Steffi Deuerling und ihr Team und luden zu einer herbstlichen Andacht in die Pfarrkirche „Mariä Geburt“ ein. Denn gemütliche Zusammenkünfte bei Kaffee und Kuchen im Pfarrsaal sind wegen der Schutz- und Hygienebestimmungen derzeit nur mit stark begrenzter Teilnehmerzahl möglich.

„Der Herbst ist die Zeit des Innehaltens und des Dankens sowohl für die Früchte von Feld und Garten wie auch die Früchte des Lebens“, sagte Steffi Deuerling, die zusammen mit Elisabeth Wiehle, Rosanne Tucakovic und Anni Gückel die besinnliche Stunde gestaltete. Sie erinnerte an den heiligen Franz von Assisi, der Menschen und Tiere gleichermaßen geliebt habe, denn sie alle seien Geschöpfe Gottes.

„Tiere tragen dazu bei, dass das Gleichgewicht der Erde nicht aus den Fugen gerät.“
Steffi Deuerling, Seniorenbetreuerin

„Und was wären wir ohne Tiere, deren Dienste doch so vielfältig sind?“, fragten die Frauen. Sie ernährten die Menschen, wärmten sie mit Wolle und böten ihnen Schutz. Selbst die winzigen Insekten seien für sie lebenswichtig. „Tiere tragen dazu bei, dass das Gleichgewicht der Erde nicht aus den Fugen gerät“, betonte Deuerling. Besonders wertvoll sei die Freundschaft der Tiere: „Egal, ob Hund, Katze oder ein kleiner Vogel, vielen Menschen helfen sie über Einsamkeit und das Alleinsein hinweg.“

Die Menschen müssten sich bewusst machen, dass sie letztlich von Tieren leben und daher in ihrem Handeln mehr Genügsamkeit walten lassen. „Denn unsere Berufung ist es, Leben zu schützen und nicht zu zerstören“, betonte die Seniorenbetreuerin. Nach einer Meditation zum „Vaterunser“ gedachten die Gläubigen der verstorbenen Mitglieder ihrer Gemeinschaft.

Selbst gebackene Krapfen als Geschenk

„Danke, dass ihr in dieser schweren Zeit gekommen seid“, rief Steffi Deuerling den Frauen und Männern zum Abschluss zu. Ihr Dank galt auch Organistin Marita Funk für die musikalische Umrahmung sowie allen Helfern, die bei der Vorbereitung und Ausgestaltung der herbstlichen Andacht mitgeholfen haben. Für die Senioren gab es als Geschenk selbst gebackene Krapfen. „Den Kaffee dazu müsst ihr euch diesmal zuhause selber kochen“, schmunzelte Deuerling.

Von Bernd Kleinert

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