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WEISMAIN

Bei Wallersberg wird ein Mobilfunkmast errichtet

Einen Monilfunkmast mit 40 Metern Höhe wird es demnächst bei Wallersberg geben. Foto: Roland Dietz

Alles andere als unzufrieden war Bürgermeister Michael Zapf mit dem Tagesordnungspunkt „Antrag auf Errichtung eines Mobilfunkmastes bei Wallersberg“ bei der jüngsten Bauausschusssitzung in Weismain. Die Deutsche Telekom hatte bei der Stadt Weismain den Antrag gestellt, einen Mobilfunkmast mit einer Höhe von 40 Metern in der Gemarkung Wallersberg aufstellen zu dürfen.

Die Anlage soll Versorgungslücken mit 4G und 5G schließen und die Anbindung an den Richtfunk gewährleisten, dient also der öffentlichen Versorgung mit Telekommunikationsleistungen. Es handelt sich um ein privilegiertes Vorhaben, da auch von staatlicher Seite angestrebt wird, Versorgungslücken zu schließen.

Für die Orte rund um Wallersberg und das Kleinziegenfelder Tal

Bürgermeister Zapf erklärte dazu, dass es Gespräche mit den Bürgern von Wallersberg gegeben hatte. Dabei seien keine Probleme durch den Standort in der Nähe des Ortes festgestellt worden. Versorgt würden das darunter gelegene Kleinziegenfelder Tal und die im Radius des Mastes liegenden Nachbarorte von Wallersberg. Der Bauausschuss erteilte das gemeindliche Einvernehmen unter der Voraussetzung der Zustimmung des Landratsamtes Lichtenfels. Der Bürgermeister äußerte die Hoffnung, dass in nächster Zeit auch im Bereich Modschiedel Vollzug gemeldet werden kann.

Diskutiert wurde über den Antrag auf Wiedererrichtung einer Gabionenwand auf der Flurnummer 1280/22 in der Gemarkung Weismain Kalkberg. Zwar befindet sich das Bauvorhaben im rechtskräftigen Bebauungsplan Kalkberg II, dennoch sei eine Befreiung von den gegebenen Festsetzungen nötig. Zulässig ist demnach eine 1,20 Meter hohe Wand. Die bestehende Gabionenwand hatte eine Höhe von 1,90 Meter und soll nach dem Neubau 2,63 Meter erreichen. Ortbetonteile sollen sie stützen.

Zustimmung zur Gabionenwand – aber nur knapp

Die Eigentümer der Nachbargrundstücke heben dem Vorhaben zugestimmt. Michael Dreiseitel (SPD) fragte nach, ob mit einer gemeindlichen Einvernahme nicht ein Präzedenzfall für zukünftige ähnliche Anfragen geschaffen werde. Dies konnte der Bürgermeister verneinen. Trotzdem zeigte sich Stadträtin Ursula Gommelt (Die Grünen) nicht bereit, das Vorhaben zu genehmigen. Sie sprach von einer gigantischen Höhenverschiebung um am Ende fast 1,50 Meter. Die sah sie nicht alleine so. Bei der Abstimmung, die 4:3 für den Antrag endete, waren auch Bernd Detsch (BB) und Gabi Huber (GUB/FW) dagegen.

Grundsätzlich positiv wurde die Bauanfrage für den Neubau eines Einfamilienhauses und der Umbau der bereits bestehenden Maschinenhalle zur Haltung von Nutztieren in Großziegenfeld gesehen. Die Antragsteller möchten damit ein bereits bestehendes landwirtschaftliches Unternehmen vergrößern. Sie planen außerdem, künftig nebenbei geführte Wanderungen und Trekkingtouren anzubieten sowie Geburtstagsfeiern, Veranstaltungen für Jugendgruppen sowie Spiel und Spaß rund um die Tiere zu organisieren.

Eine Gabionenwand höher als die im Bild soll bei einem Anwesen auf dem Kalkberg in Weismain errichtet werden. Foto: Roland Dietz

Der Großziegenfelder Ortssprecher Andre Hessner sieht das Vorhaben sehr positiv. Es sei wichtig, jungen Bauwilligen, keine Steine in den Weg zu legen, wenn sie sich im ländlichen Bereich niederlassen wollen. Auch der Bürgermeister befürwortete die Pläne und ergänzte, dass es dort schon einen kleinen Bebauungsplan mit drei Parzellen gibt. Für die Wasserversorgung könne die Leitung zum Böhmerhof genutzt werden. Für die Erschließung wäre der Antragsteller selbst zuständig, für die Stadt Weismain entstünden keinerlei Kosten. Außerdem wurde bereits im Jahre 2017 eine Einbeziehungssatzung erstellt.

Jungen Bauwilligen keine Steine in den Weg legen

Der Bürgermeister führte weiter aus, dass im Feuerwehrbedarfsplan festgelegt werden könnte, dass die Wehr in Großziegenfeld ein Feuerwehrfahrzeug erhält, das nicht in das vorhandene Feuerwehrhaus passen würde. Um dann Abhilfe zu schaffen, würde sich das anschließende Gelände für einen möglichen Neubau an der bereits vorhandenen landwirtschaftlichen Gemeinschaftshalle anbieten. So wurde das nötige Einvernehmen einstimmig erteilt.

Michael Zapf berichtete außerdem von einem Ortstermin mit Architekt Georg Dietz und Hans Püls: Es wäre positiv, ein Wohnungsbaugebiet zwischen Schwertfegerstraße und Wasserspielplatz zu planen. Für die insgesamt 13.000 Quadratmeter Baugrund seien keine größeren Auflagen zu erwarten. Nun wird eine mögliche Parzellierung erstellt und eine Grundaufstellung für ein allgemeines Wohngebiet weiter verfolgt.

 

Von Roland Dietz

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