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MAINROTH

Bahnübergang Mainroth: Wie geht es weiter über die Gleise?

Bahnübergang Mainroth: Wie geht es weiter über die Gleise?
Arbeiten am Bahnübergang Mainroth Süd - er soll aber geschlossen werden. Für die Mainrother Bürger ist das völlig unverständlich. Foto: Roland Dietz

Was ist da nur los, dass Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner am Tag der deutschen Einheit in die Straße Horlache nach Mainroth kommt? Weiter war fast der halbe Burgkunstadter Stadtrat anwesend. Dabei ist das Thema schon seit Jahren aktuell. Es geht um die Zukunft der Mainrother Bahnübergänge in Richtung Mainwiesen.

Bahnübergang Mainroth: Wie geht es weiter über die Gleise?
Viel Redebedarf über eine mögliche Bahnübergangs-Schließung gab es mit der BundestagsbageordnetenEmmi Zeulner. Foto: Roland Dietz

Nun wurde bekannt, dass der Bahnübergang Mainroth Süd geschlossen werden soll. Dies wiederum hätte fatale Folgen für den Bahnübergang Mainroth Mitte, befürchten Anwohner. So hatte sich um Stadtrat Günter Knorr eine Bürgerinitiative gebildet, die gegen diese angedachte Schließung mobil macht. Am Feiertag fand nun besagter Ortstermin oder besser eine Demonstration statt. „Wir sind konsterniert und verärgert über diese Situation“, so Knorr. Man werde einfach vor vollendete Tatsachen gestellt.

2002 wurde schon ein Bahnübergang geschlossen

Die eigentliche Problematik begann schon im Jahre 2002. Damals wurde der Bahnübergang Sandgasse (Mainroth Ost) geschlossen. Schon zu dieser Zeit gab es Bedenkenträger, die auf eine daraus resultierende Verkehrszunahme in der Horlache hinwiesen. Damals gab es das Versprechen, eine Bahnunter- oder Überführung zu bauen. „Gemacht wurde bis heute nichts“, erklärten dazu am Samstag erboste Bürger. Da viele Landwirte ihre Betriebe an dem inzwischen gebauten Bahnersatzweg (heute Radweg am Bahndamm entlang) auslagerten und so aus dem Ortskern herausgingen, nahm der Verkehr durch die Horlache zu.

Die Überfahrt über die Gleise mit Traktoren und Anhängern sei nur mit einem fast schon waghalsigen Wendemanöver am Bahnübergang Horlache aus Richtung Osten kommend möglich, monieren die Landwirte. Viele Landwirte nutzten daher den Bahnübergang Süd, der jetzt auch noch geschlossen werden soll.

Bahnübergang Mainroth: Wie geht es weiter über die Gleise?
Für die Bewohner der Horlache würde die Schließung des Bahnübergangs Süd mehr Verkehr in der engen Straße bedeuten. Foto: Roland Dietz

Es sei eine glückliche Fügung, dass keinem Radfahrer oder einem Bahnreisenden, der die Straße überquerte, etwas passiert sei, meinten die Mainkleiner Stadträtin Ingrid Kohles und der Mainrother Bürger Stefan Marr. Selbst die Bahnfahrer müssen zum Einstieg diesen so gefährlichen Bahnübergang queren um in den Zug zu gelangen. Aber die Deutsche Bahn scheine dies überhaupt nicht zu interessieren, war die Meinung mehrerer Mainrother Bürger.

Gefährdung für Radler und Fußgänger

Ebenso seien Fahrradfahrer und Fußgängern bei Verkehr und Gegenverkehr landwirtschaftlicher Fahrzeuge durch die Horlache gefährdet. Es sei überhaupt nicht nachvollziehbar, dass der Bahnübergang Mainroth Süd bereits wegen Sanierungsarbeiten sechs Monate geschlossen ist und nach seiner Fertigstellung dicht gemacht werden soll, so die einhellige Meinung der Anwesenden.

Erinnert wurde, dass beim möglichen Bau einer Umgehung die Fahrzeuge der Baufirmen auch über die Bahngleise kommen müssten. Das dürfte durch die Horlache unmöglich sein.

Bahnübergang Mainroth: Wie geht es weiter über die Gleise?
Der Bahnübergang Horlach aus der Richtung landwirtschaftlicher Anwesen gesehen: Landwirte fürchten diesen nur mit einem gefährlichen Rückstoß-Manöver in die Straße Horlache queren zu können. Foto: Roland Dietz

Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner zeigte viel Verständnis für die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger. Die rechtlichen Grundlagen für die Schließung des Bahnübergangs Mainroth Süd seien für die Deutsche Bahn durchaus gegeben. Aber in diesem besonderen Fall müssten Lösungen angestrebt werden, die für alle Verkehrsträger und Beteiligten tragfähig sind. Hier müsse unbedingt miteinander geredet werden.

Günter Knorr machte den Vorschlag, wieder einen Bahnübergang an der Sandgasse zu bauen. Die Landwirte müssen zu ihren Feldern und Äckern kommen. Vorgeschlagen wurde, zunächst alle Bahnübergänge bis zu einer Lösung des Problems offen zu lassen. Die Abgeordnete sagte dabei ihre Unterstützung zu.

Bürgermeisterin gegen Schließung des Bahnübergangs

Bürgermeisterin Christine Frieß sagte, die Stadt werde am Ball bleiben. Der Stadtrat, und da sei sie sich sicher, werde gegen den Antrag einer Schließung des betroffenen Bahnübergangs stimmen. Sie erklärte, dass es dann eine sechs Jahresfrist gebe, in welcher eine andere Lösung gefunden werden müsse. In wie weit der Bau einer Ortsumgehung dann mit hinein spielen werde, müsse man erst sehen.

 

Von Roland Dietz

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