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ALTENKUNSTADT

Ausstellung „Züge in den Tod“ in Altenkunstadt

Ausstellung „Züge in den Tod“ in Altenkunstadt
Für viel Interesse, aber auch Betroffenheit, sorgte die Ausstellung „Züge in den Tod“ auch bei den Schulkindern. Foto: Dieter Radziej

„Züge in den Tod“, diesen Titel trägt eine beeindruckende Ausstellung, die derzeit im Rathaus zu sehen ist. Sie vermittelt Eindrücke vom jüdischen Leben in Altenkunstadt, welche Entbehrungen diese Mitbürger in der Zeit des Dritten Reiches auf sich nehmen mussten und von denen viele in dieser Zeit ihr Leben lassen mussten.

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste und der Schulkinder aus der Mittelschule konnte Bürgermeister Robert Hümmer diese Ausstellung eröffnen, die vorher schon in Lichtenfels zu sehen war. Hier sei etwas historisch Wertvolles entstanden, fasste Hümmer zusammen.

Ausstellung „Züge in den Tod“ in Altenkunstadt
Bürgermeister Robert Hümmer mit Lehrer Wolfgang Schnabelbei der Ausstellungseröffnung im Rathaus. Foto: Dieter Radziej

Derartige Ereignisse dürfen sich nicht wiederholen

Jüdische Bürger wohnten viele Jahre auch in Altenkunstadt, bevor sie für immer ihre Heimat verlassen mussten und im April und September 1942 nach Krasnaysta und Theresienstadt deportiert wurden. Damit wurden auch die jüdischen Gemeinden im westlichen Oberfranken für immer ausgelöscht. Mit dieser Ausstellung, sei es gelungen, viele Schicksale der Opfer nachzuzeichnen.

Auch in der heutigen Zeit könne nicht oft genug daran erinnert werden und alle seien dafür verantwortlich, dass sich derartige Ereignisse nicht wiederholen. Erfreut zeigte sich Bürgermeister Robert Hümmer auch darüber, dass Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Mittelschule mit ihrem Rektor Manfred Heinbuch und Lehrer Wolfgang Schnabel zur Ausstellungseröffnung gekommen waren. Im Anschluss konnte noch eine vom gemeindlichen Archivpfleger Wolfgang Reiner erstellte Präsentation angesehen werden. Die Ausstellung ist in dieser Woche noch, während der üblichen Öffnungszeiten der Rathausverwaltung, im Foyer zu sehen; zusätzlich bestehen auch am Samstag, 25. Juni, von 15 bis 17 Uhr Besichtigungsmöglichkeiten. Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass Vereine, Gruppen, Schulklassen auch eine persönliche Führung, nach Anmeldung beim Archivpfleger Wolfgang Reiner (Tel. 09572/5499), erhalten können.

 

Von Dieter Radziej

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