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MODSCHIEDEL

Kiga Modschiedel: Neue Schotterfläche Geldverschwendung?

Kiga Modschiedel: Neue Schotterfläche Geldverschwendung?
Gegenüber dem katholischen Kindergarten in Modschiedel hat Bürgermeister Duo Dauer eine Fläche als Behelfsparkplatz schottern lassen. Nicht alle OT-Leser sind damit zufrieden. Foto: Markus Drossel

Als wenige Tage vor der Kommunalwahl Mitte März gegenüber dem katholischen Kindergarten im 170-Einwohner-Dörfchen Modschiedel eine große Fläche als Parkplatz geschottert wurde, traute Alfred Herold seinen Augen nicht. „Warum die nun plötzlich gemacht wurde, was das wohl gekostet hat – und wann diese Fläche wohl wieder weg muss?“, fragt er sich kürzlich am Lesertelefon des Obermain-Tagblatts. Diese Redaktion fragte bei Bürgermeister Udo Dauer nach.

„Architekt Dietz ist nämlich gerade dabei, dort im Namen der Stadt Weismain ein Baugebiet aufzuplanen. Und wenn dann dieses erschlossen wird, wenn die Kanalleitungen, Wasserleitungen und die Straßen selbst gebaut werden, stört die Schotterfläche rund 70 Meter lange und vier Meter breite Schotterfläche und muss wieder weg. Dann hat der Bürgermeister geschätzte 10 000 Euro in den Sand gesetzt. Das wäre dann ein sehr teures Wahlgeschenk gewesen.“ Einen Gemeinderatsbeschluss, so Herold, habe es seines Wissens nach nicht gegeben.

Feuerwehrzufahrt schränkt die Möglichkeiten ein

„Im Bereich der Zufahrt zum Kindergarten Modschiedel wurde nicht zuletzt auf Drängen von Herrn Herold in den letzten Monaten eine Feuerwehranfahrt ausgewiesen, die mit einem Halteverbot verbunden ist“, antwortet Bürgermeister Udo Dauer. „Dies hat im täglichen Kindergartenbetrieb zu erheblichen Problemen gerade in den Hol- und Bringzeiten geführt, da die Anzahl der vorhandenen Parkplätzen nicht ausreicht.“

Ebenso verhalte es sich bei publikumsintensiven Elternabenden oder ähnlichen Veranstaltungen. Aus diesem Grund sei die Stadt Weismain als Sachaufwandsträgerin für den Kindergarten gebeten worden, dieses Problem zu lösen.

Kiga Modschiedel: Neue Schotterfläche Geldverschwendung?
Gegenüber dem katholischen Kindergarten in Modschiedel hat Bürgermeister Duo Dauer eine Fläche als Behelfsparkplatz schottern lassen. Nicht alle OT-Leser sind damit zufrieden. Foto: Drossel

„Da sich neben der Zufahrtsstraße ein breites Bankett befindet, das durchaus zukünftig einmal für eine mögliche Straßenverbreiterung herangezogen werden könnte, wurde als einfache Lösung nach vorheriger Absprache mit dem Amt für ländliche Entwicklung in einem Teilbereich der Oberboden abgezogen und mit Schotter befestigt“, fügt der Rathaus-Chef an.

Arbeiten in Absprache mit dem Amt für Ländliche Entwicklung

„Sollte dieses Material tatsächlich in Zukunft wieder einmal ausgebaut werden müssen, so ist dieses nicht verloren, sondern könnte entweder an Ort und Stelle oder anderenorts für den Wegebau wiederverwendet werden“, bekräftigt das Stadtoberhaupt.

Und: „Die Kosten der Maßnahme bewegten sich in einem Kostenrahmen, innerhalb dessen der erste Bürgermeister ein eigener Zuständigkeit entscheiden darf.“ Genauere Angaben macht Dauer nicht.

 

Von Markus Drossel

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