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BURGKUNSTADT

Burgkunstadter Schüler lernen, Verantwortung zu übernehmen

Burgkunstadter Schüler lernen, Verantwortung zu übernehmen
In Rollenspielen wurde am Gymnasium Burgkunstadt an zwei Projekttagen mit dem Programm „Erwachsen werden“ eine Schulung der sozialen, emotionalen und kommunikativen Kompetenzen der Schüler aller vier 7. Klassen gemacht. Foto: Christian Voll

In den Schulen des Jahres 2020 gibt es viel zu tun – und das nicht nur erst seit der aktuellen online-Beschulung infolge der Corona-Krise. Am Gymnasium Burgkunstadt hat man sich deshalb auch der Förderung der sozialen, emotionalen und kommunikativen Kompetenzen verschrieben. Mit dem Programm „Erwachsen werden“ wurden die Schüler aller vier 7. Klassen jüngst an zwei Projekttagen vertraut gemacht. Dieses wurde entwickelt von Lions Quest, einer Kooperation des Lions Clubs International und Quest International, einer gemeinnützigen amerikanischen Stiftung.

Anleitung zur Entwicklung von Lebenskompetenzen

„Vereinfacht ausgedrückt geht es dabei um die Förderung von Lebenskompetenzen (englisch life skills)“, erklärt Unterstufenbetreuerin Jenny Schreiner, die zusammen mit ihren Kolleginnen Bettina Langhojer, Natascha Lachner und Kathrin Jauernig zunächst eine mehrtägige Schulung besuchte, um dann das erworbene Wissen zusammen mit den Jugendlichen in die Praxis umzusetzen. „Wir sprechen hier von Fähigkeiten wie aufeinander einzugehen, zuhören zu können, sich angemessen in einer Gemeinschaft zu verhalten und vieles mehr.“ Wie angebracht dies ist, hat nicht zuletzt eine Studie der Universität Bielefeld von 2019 gezeigt, die etwa einem Drittel der Jugendlichen signifikante Defizite im Bereich des Einfühlungsvermögens attestierte.

In Rollenspielen wurden dabei am Gymnasium Burgkunstadt unterschiedliche Verhaltensoptionen durchgespielt und zum Beispiel verantwortungsvolles Verhalten einem verantwortungslosen gegenübergestellt. Im besten Fall soll dadurch eine Sensibilisierung erreicht werden.

Wie Menschen mit Einschränkungen ihr Leben in die Hand nehmen

Ein Besuch beim Kooperationspartner Regens Wagner rundete die beiden Projekttage ab, wobei die mitunter recht erstaunten Gymnasiasten miterleben konnten, wie Menschen mit Einschränkungen Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen.

Von Christian Voll

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