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ARNSTEIN

Vortrag über Mondphasen bei den Gartenfreunden Arnstein

Vortrag über Mondphasen bei den Gartenfreunden Arnstein
Marita Dippacher erklärte bei den Gartenfreunden, wie sich der Mond auf den Garten auswirkt. Foto: Roland Dietz

Über das „Gärtnern nach den Mondphasenrhythmen und die Einbeziehung der Mondphasen in das tägliche Leben“ sprach Marita Dippacher aus Heroldsbach bei den Arnsteiner Gartenfreunden.

Den Einfluss des Mondes auf Ebbe und Flut kennt jeder. Dieses uralte Wissen wiederzubeleben war das Anliegen des Abends. Dabei griff Dippacher nur bedingt auf in Vergessenheit geratene Weisheiten zurück. Immer wieder erzählte sie von eigenen Versuchen mit der „richtigen und der falschen Zeit“ bei Aussaat und Pflanzung. Fruchttage, Wurzeltage, aufsteigender oder absteigender Mond und die Sternzeichen – den aufmerksamen Zuhörern schwirrte der Kopf, angesichts der vielen Informationen, die Marita Dippacher bot. „Das ist eine Wissenschaft für sich“, kommentierte eine Zuhörerin.

Nicht nur das Wachstum, auch der Ertrag, die Qualität oder Lagerfähigkeit der Pflanzen sollen vom richtigen Zeitpunkt der Aussaat und Pflanzung profitieren. Stehe der Mond nahe der Erde, sei das für alle Pflanzarbeiten ungünstig. Blühende Pflanzen sollten an Blütetagen bearbeitet werden, am besten, wenn der Mond in den Sternbildern Waage, Zwilling oder Wassermann steht.

Ein günstiges Klima, die Qualität des Saatguts und des Bodens seien nach wie vor entscheidend, der Mondeinfluss wirke nur ergänzend. „Bei extremen Witterungsbedingungen helfen auch die richtigen Tage nichts“, räumte die Referentin ein. Schnell war auch klar, warum das Gärtnern nach dem Mondkalender bei manchen nicht funktioniert hat. Es gebe nämlich unterschiedliche Kalender, die zum Teil große Diskrepanzen aufweisen, erklärte Dippacher. Nur ein astronomischer Kalender berücksichtige heutige Mondphasen und Sternenkonstellationen. Auch auf den Menschen hat der Mond Auswirkungen. Feinfühlige könnten beispielsweise an den Tagen vor Vollmond nicht mehr so gut schlafen. Dann kamen jede Menge Ratschläge für die richtigen Tage zum Haareschneiden, für das Entgiften des Körpers und für Operationen. Die Referentin berichtete von einem Zahnarzt, der nur Zähne ziehe, wenn der Mond günstig steht, da die Wunden weit weniger bluteten.

Waren am Anfang noch viele Zuhörer skeptisch, so überwogen am Ende die Stimmen derer, die meinten: „Na, da könnt' schon was dran sein.“ Fragen beantwortete die Referentin gerne.

Von Roland Dietz

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