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BURGKUNSTADT

Freie Wähler Burgkunstadt wollen attraktiveren Marktplatz

Freie Wähler Burgkunstadt wollen attraktiveren Marktplatz
Gut besucht war die Wahlveranstaltung der Freien Wähler auf dem Burgkunstadter Marktplatz. Foto: red

Das Thema „barrierefreier Wohnraum“ für Senioren zieht sich wie ein roter Faden durch die Wahlwerbeveranstaltungen im gesamten Stadtgebiet, so auch bei der Abschlussveranstaltung der Freien Wähler am Burgkunstadter Marktplatz. Es sei den Menschen nicht genug, was hier in den vergangenen Jahren getan wurde und sie empfänden es als Halbwahrheit, wenn von Seiten der Rathausführung behauptet werde, die Bürgermeisterin habe hier zwei Maßnahmen in die Wege geleitet, teilen die Freien Wähler mit.

Der geplante Bau am Schwarzen Graben sei schließlich ein Vorhaben der Baur-Stiftung und die Tagesbetreuung in der Lichtenfelser Straße werde vom Roten Kreuz initiiert und gebaut. „Aber, es geht ja nicht nur darum, dass man sich nicht mit fremden Federn schmücken soll, sondern darum dass man auch erkennen müsste, dass die geplanten Wohnungen nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken. Schließlich gehen die Bewerbungen weit über die Anzahl des Bauvorhabens hinaus“, so der Tenor der Anwesenden.

Ein weiteres Thema, das nicht nur die Anrainer bewegt, ist die Parksituation auf dem Marktplatz. Es stört vor allem die Anwohner, dass der Marktplatz schon frühmorgens zugeparkt wird und viele Autofahrer dann erstmal eine Zigarette rauchen und ihre Kippen achtlos zur Seite werfen. „Nach zwei Stunden kommt dann jemand und dreht in diversen Autos die Parkscheibe um weitere zwei Stunden vor, das kann?s ja wohl nicht sein“, ärgerte sich ein Anwohner und stellt die Studie zur Parkplatzermittlung in der Innenstadt in Frage „Wir erleben tagtäglich etwas anderes, als aus dieser Studie hervorgeht“, war der Tenor. Sie baten die Bürgermeisterkandidatin Susanne Bock von Wülfingen, die Thematik eines neuen Parkplatzkonzepts in ihre Agenda aufzunehmen, was diese gerne versprach.

Vereine unterstützen, statt mit Auflagen zu belasten

Wie schon in den Stadtteilen intervenierten viele für eine bessere Unterstützung der Stadt für die Vereine. Nahezu alle Veranstaltungen und Attraktionen in Burgkunstadt gehen von den Vereinen aus, da sei es nicht hinnehmbar, dass man diese mit immer mehr Auflagen belastet.

Bei der Kandidatenvorstellung stellten die Freien Wähler klar, dass es künftig ein besseres Miteinander im Burgkunstadter Stadtrat geben müsse. Schließlich sei es egal, aus welcher Partei oder Gruppierung eine gute Idee kommt, die Burgkunstadter weiterbringt, stellte Susanne Bock von Wülfingen fest. „Gemeinsam, miteinander für Burgkunstadt“ müsse der Leitspruch aller sein. „Wir wollen ein respektvolles Miteinander im Stadtrat und keine Besserwisserei und das ewige Klein-Klein, nur um den eigenen Parteiwillen durchzusetzen. Und, obwohl wir das Wort 'grün' nicht im Namen tragen, werden wir selbstverständlich weiterhin den Klimaschutz und die Einhaltung bestimmter Klimaziele bei allen Maßnahmen im Auge haben“, betonte sie. Privat hat sie sich das schon lange auf die Fahnen geschrieben, sie fährt ein E-Auto.

Verkehrsberuhigung in Städelgasse zeigt kaum Wirkung

Was die Anwohner rund um den Marktplatz noch bewegt, ist die Verkehrssituation in der Städelgasse, wo es vor allem hinsichtlich des Schulweges wegen fehlender Gehsteige und Rückzugsorte für Fußgänger große Bedenken gibt. Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Kilometer zeigt nach Angabe der Anrainer kaum Wirkung, viele Autofahrer können nach ihrer Einschätzung anscheinend nicht lesen oder ignorieren diese absichtlich.

Es gab interessante Gespräche an diesem Sonntagnachmittag auf dem Borkuschter Marktplatz mit Anregungen und Wünschen. Auch der Wunsch nach einer Belebung der Altstadt kam in den Gesprächen immer wieder auf. Die Kandidaten für den Stadtrat sowie die Bürgermeisterkandidaten konnten bei den persönlichen Begegnungen viele Denkanstöße mitnehmen und erfuhren, was die Burgkunstadter bewegt. (red)

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