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NEUSES

CSU in Neuses: Für eine Querungshilfe auf der Bundesstraße

Wahlen
Zur Stimmabgabe aufgerufen sind die Bürger bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 auch im Landkreis Lichtenfels. Foto: Bernd Weissbrod (dpa)

Die Eröffnung der CSU-Wahlveranstaltung in Neuses nutzten Manfred Hofmann und Günther Knorr, um auf die Qualität der zur Wahl stehenden Kandidaten hinzuweisen: „Jeder unserer Kandidaten hätte auf Grund seiner Erfahrungen die Berechtigung einen Platz im Stadtrat einzunehmen!“ Mit Blick auf die jüngste Bürgerversammlung mahnten beide gegenseitigen Respekt als höchstes Gut an.

Christine Frieß berichtete der „geilen Dorfgemeinschaft“ in Neuses von ihrem Werdegang. Beginnend im landwirtschaftlichen Drei-Generationen-Betrieb über ihre Sturm und Drang Zeit in Burgkunstadts Kneipen bis zu ihrer Lehramtszeit unter anderem auch in Brennpunktschulen.

Frieß: Eine Bürgermeisterin kann nicht alle Wünsche erfüllen

Ihre politische Karriere begann als Stadträtin und hatte ihren Höhepunkt vor sechs Jahren mit der Wahl zur Bürgermeisterin. „Das ist ein Beruf der mir Freude macht“! Man könne es aber nicht jedem recht machen und leider auch nicht alle Wünsche erfüllen!

Die Liste ihrer bereits realisierten und auch der bereits angestoßenen Projekte war lang. Darüber wurde bereits mehrfach berichtet.

Erwähnenswert war die Sanierung des landwirtschaftlich genutzten Weges Richtung Horb. Hierzu möchte die Bürgermeisterin im Zuge der kommunalen Zusammenarbeit Marktzeuln mit ins Boot nehmen. Vor allem aber die Renovierung der Alten Schmiede, wovon sich die anwesenden Kandidaten überzeugen konnten. Bei diesem Projekt hob die Bürgermeisterin die tatkräftige Beteiligung der Neuseser hervor.

Einig waren sich die CSU-Kandidaten in der Realisierung des Feuerwehrhauses in Theisau. Auch dort sollen die örtlichen Vereine eine Heimat finden. Angeschoben wurden große zukunftsweisende Aufgaben, wie die Gestaltung des Schulbergs, die Ortsumgehung Mainroth, die Dorferneuerung in Kirchlein, das Hochwasserschutzkonzept, die Sanierung des Alten Brauhauses in Mainroth und die städtebauliche Aufwertung der Bahnhofstraße mit der Verrohrung des Weihersbachs. Solche Großprojekte könnten allerdings erst finalisiert werden, wenn die Förderkulisse stimmig ist.

Wunsch nach Bauplätzen und Erneuerung des Dorfbrunnens

Reinhold Sterzer mahnte das Versiegen des Dorfbrunnens wegen Kanalarbeiten, den drohenden Verlust des Wahllokals, fehlende Bauplätze sowie den Wunsch nach einer Lösung zur Überquerung der Bundesstraße an. Er räumte aber auch ein, dass die meisten seiner Anliegen bereits gelöst seien. Zur Ausstattung der Feuerwehr sagte er: „Wir brauchen kein Feuerwehrauto, um durch die Gegend zu fahren! Das Geld sollte besser in die städtische Stützpunktwehr investiert werden, die können ohnehin schneller reagieren!“

Nicht ohne Stolz erwähnte er, dass die Alte Schmiede zwar der Stadt gehöre, die Dorfgemeinschaft aber jeden Cent der laufenden Kosten trage. Beim betreuten Wohnen hätten umliegende Kommunen die Nase vorn. Darauf entgegnete Christine Frieß, solche Projekte auf die Beine zu stellen, sei sehr schwierig. Grundstücksbesitzer, Bauträger und Betreiber müssten alle unter einen Hut gebracht werden. In ihrer sechsjährigen Amtszeit habe sie es immerhin geschafft, zwei derartige Projekte für Senioren und Pflegebedürftige zu realisieren.

Die gelungene Veranstaltung rundete der ehemalige Stadtrat Walter Groß mit den Worten ab: „Ich habe größten Respekt vor denen, die für den Stadtrat kandidieren.“ (red)

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