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ALTENKUNSTADT

Altenkunstadter Kandidaten über das Lehrschwimmbecken

Ein neues Lehrschwimmbecken in Altenkunstadt soll die Möglichkeiten für den Schwimmunterricht im Landkreis deutlich verbessern. Über die Finanzierung und den Unterhalt haben die drei Bürgermeisterkandidaten unterschiedliche Ansichten. Foto: Red

Im Rahmen der Berichterstattung zur Kommunalwahl am 15. März stellt diese Redaktion den Bürgermeisterkandidaten Frank Novotny (SPD) und Georg Deuerling (FW/FBO) sowie Amtsinhaber Robert Hümmer (CSU) sieben Fragen, mit welchen Lösungen sie in den kommenden sechs Jahren die Gemeinde gestalten wollen. Im dritten Teil beantworten die Bewerber um das Bürgermeisteramt folgenden Fragen:

• 1. Wie wollen Sie die Bau und den Unterhalt des geplanten Lehrschwimmbeckens finanzieren?

• 2. Wie wollen Sie die interkommunale Zusammenarbeit mit Burgkunstadt und Weismain in den kommenden Jahren gestalten?

Robert Hümmer (CSU):

Robert Hümmer (CSU). Foto: Red
 

• Zu 1: „Beim Bau rechnen wir mit einem guten Fördersatz. Der Landkreis, die Stadt Burgkunstadt sowie eine Privatperson aus Weismain beteiligen sich beim Bau. Die DLRG und die Wasserwacht werden den Betrieb übernehmen, dadurch entstehen niedrige Personalkosten. Zusätzlich sollten wir einen Förderverein gründen. Im Übrigens sind schon zahlreiche Spenden eingegangen.“

• Zu 2: „Die Zusammenarbeit ist in den vergangenen sechs Jahren enorm voran gegangen. Beispiele sind Gewerbemesse, Musikserenade, Bierfest, das gemeinsame Mittelzentrum, die Inwertsetzung des Kordigast oder Mittelschulverband. ,Die Kirche im Dorf ist zwar wichtig, aber das Denken muss darüber hinausgehen‘, heißt es. Es gibt viele Aufgaben, die eine Gemeinde besser mit Nachbarkommunen bewältigen kann. Wenn die geistigen Schranken fallen, sind die politischen Grenzen zweitrangig. Denn der Vorteil des einen muss ja nicht zwangsläufig auch der Nachteil des anderen sein. Wichtig sind regelmäßige Gespräche mit den Bürgermeister Kollegen. Für weitere gemeinsame Projekte bin ich stets aufgeschlossen.“

Georg Deuerling (FW/FBO):

Georg Deuerling (FW/FBO). Foto: Red
 

• Zu 1: „Der Bau kann nur durch eine hohe Förderung durch den Freistaat Bayern und eine anteilige Beteiligung der Nachbarn erfolgen. Ein dauerhafter Unterhalt kann nur durch gemeinsame Stadtwerke erfolgen.“

• Zu 2: „Wie bereits vor einigen Jahren in einen Antrag der Freien Wähler formuliert wurde, gibt es nur die Möglichkeit, durch gemeinsame Stadtwerke die drei Kommunen zusammen wachsen zu lassen. Dadurch könnten Wasser- und Abwasseranlagen kostengünstiger betrieben werden. Wir könnten ein gemeinsames Tourismusbüro betreiben und gemeinsam ein Breitbandnetz aufbauen und unterhalten werden. Ich würde ein gemeinsames Bauamt aufbauen, um beispielsweise Kosten bei Ingenieurleistungen zu sparen.“

Frank Novotny (SPD):

Frank Novotny (SPD). Foto: Red

• Zu 1: „Das ist eine im derzeitigen Planungsstand nicht ganz einfach und pauschal zu beantwortete Frage, nachdem bisher auch stets von unrealistischen Fördersätzen ausgegangen wurde, die meines Erachtens bereits in der Beschlusslage so nie haltbar gewesen sind. Nach heutigem Wissensstand bleibt trotz Beteiligung aus Burgkunstadt und Weismain und eines Zuschusses des Landkreises Lichtenfels eine immense Summe übrig, die nur langfristig über Darlehen finanziert werden kann. Problematisch stellen sich für mich auch die Folgekosten dar. Es muss uns klar sein, dass die freiwilligen Leistungen unseren zukünftigen finanziellen Spielraum einengen können, die Kosten sollten aber aus heutiger Sicht und mit umsichtiger Planung finanziell noch stemmbar sein. Eventuell können die Kosten durch eine gemeinsame Versorgungszentrale mit Hauptschule und Kordigasthalle unter Einbindung erneuerbarer Energien gesenkt werden.“

• Zu 2: „Für mich wurden in der Vergangenheit hier zu wenige Projekte umgesetzt. Ich halte die zukünftige Nutzung von Synergien im Bereich der Bauhöfe und damit verbundenen Investitionen für wichtig. Auch die Förderung des sanften Tourismus unter Einbindung der vorhanden Institutionen und Vereine wäre zur Weiterentwicklung der Region hilfreich. Die Sicherung und Ausbau der Schulstandorte, trotz unterschiedlicher Sachaufwandsträger, und der Ausbau zur Gesundheitsregion kann nur gemeinsam gemeistert werden.“

Weitere Artikel zur Kommunalwahl gibt es unter www.obermain.de.

 

Von Steffen Huber

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