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WEISMAIN

Ampelmännla der Hit beim Weismainer Faschingsumzug

Schokobons statt Kassenbons: Die Bonpflicht nahmen die Weismainer Fastnachter aufs Korn. Foto: Roland Dietz

Den Narren ist kein Sturm zu wild. Trotz Windböen drängten sich die Besucher beim Weismainer Fasching am Sonntagnachmittag. Der Gaudiwurm und die Büttenrede des Till (Bericht auf Seite 16) lockten Feierlustige aus der ganzen Region an.

„Kaulhaazia Hellau“, schallte es über den Marktplatz, als Oberkaulhaaz Frank Eitzenberger den einziehenden Gaudiwurm mit floten Versen begrüßte.

Die Schafherde des SCW Obermain. Foto: Roland Dietz

Angeführt wurde der Zug vom Till alias Franz Besold und dem Bier-Oldtimer der Pülsbräu, an dem man seinen Durst löschen konnte. Europaabgeordnete Monika Hohlmaier, stellvertretender Landrat Helmut Fischer und die Bürgermeister Udo Dauer, Robert Hümmer und Christine Frieß fuhren auf dem Wagen der Gallionsfigur des „Weismainer Kaulhaaz“ mit. Die drei Blaskapellen aus Weismain, Altenkunstadt und Modschiedel sorgten für richtigen Rhythmus. Die närrischen Weiber im Gewand der „Golden Girls brachten den erbeuteten Rathausschlüssel symbolisch zurück. Unter dem Motto „Zieht als Kelten in den Wahlkrampf, seid schlau und fix sowie stark wie nix“, marschierten die Stadträte und weitere Bürger mit.

Der endlose Brückenbau und Schokobons statt Kassenbons

Zündende Idee: „Weismo“ braucht Strom-Tankstellen. Foto: Roland Dietz

Die Dorfgemeinschaft Kleinziegenfeld hatte den Brückenbau und den Durchgangsverkehr aufs Korn genommen. „Die Kassenbonpflicht das ist ein Graus, drum geben wir heute Schokobons raus“, prangte es auf dem Wagen des Skivereins Weismain. Die große Fußgruppe des Gartenbauvereins Geutenreuth spielten auf den Wahlkampf an: „Das Weismainer Wunderland ('Alice im Wunderland') fällt in den Bau des weißen Hasen, die Geutenreuther in die Löcher ihrer Straßen. Der Hutmacher lädt zur Teetafel ein, dem Stadtrat fehlt es an reinem Wein. Kopf ab ruft die Herzkönigin! Bekommt Weismain einen neuen Bürgermeister hin?“ Die Schützengesellschaft setzte sich mit der Bürokratie auseinander: „Auflagen für Faschingswagen – Vorschriften und Bürokratie machen unsern Fasching hie!“

Eine rollende Stromtankstelle: „Udo gib Strom“

Standesgemäß fuhren das Prinzenpaar und die Prinzengarde vor. Foto: Roland Dietz

Die Basketball-Herrenmannschaft des TV Weismain forderte Stromtankstellen und hatte gleich selbst eine dabei („Udo, gib ... Strom“. Mit ihrer Ampel sind die Giechkröttendorfer anscheinend nicht so glücklich. Der Kapellenbauverein hatte auf seinen Wagen das „Kröttendorfer Ampelmännla“ mit Musik dabei. Für einen Blickfang sorgte der Turnverein mit einem Prunkwagen, von dem das Prinzenpaar (Tatjana und Dietmar Klinger) und die Prinzengarde grüßten. Eine weitere Gruppe zu Fuß meinte „ Zirkus in Weismain, das ist famos, da ist der Zirkus doch eh schon ganz groß.“ Als Schafe und Hirten einem schwarze Schaf gefielen die Kicker des SCW Obermain. Die Jugendfeuerwehr Weismain spottete „Um den Umzug gibt?s ein riesen Trara – und bald ist gar keiner mehr da! Bis dass der TÜV uns scheidet!“

Die Giechkröttendorfer Ampel. Foto: Roland Dietz

Erstmals mit dabei war der Elferrat aus Isling. Die Maa-Piraten aus Reundorf und der Rewe-Markt Kolbe aus Altenkunstadt bildeten mit ihren Motivwägen einen großartigen Abschluss. Und so feierten die Weismainer und ihre Besucher auf den Straßen der Innenstadt bis spät in die Nacht.

 

 

„Kommt ein neuer Bürgermeister in Weismain“, fragt die Herzkönigin. Foto: Roland Dietz
Unzählige Besucher drängten sich auf dem Weismainer Marktplatz, um den Faschingsumzug zu bewundern. Foto: Roland Dietz
Fantasievolle Kostüme und gute Laune waren Trumpf. Foto: Roland Dietz
Den Pinguinen war es in Weismain fast zu warm. Foto: Roland Dietz
Da ist Musik drin. Foto: Roland Dietz

Von Roland Dietz

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