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BURGKUNSTADT

Tauchabenteuer auf den Azoren bei den Aquarienfreunden

Tauchabenteuer auf den Azoren bei den Aquarienfreunden
Blick auf die Stadt Madalena auf der Azoren-Insel Pico. Foto: Florian Hilpert

Über eine Reise auf die Inselgruppe der Azoren berichtete Florian Hilpert bei den Aquarienfreunden Burgkunstadt im Hotel „Drei-Kronen.“ Die Azoren sind eine Gruppe von neun größeren und mehreren kleinen portugiesischen Atlantikinseln, die westlich vom europäischen Festland liegen. Die zweitgrößte Insel Pico war das Ziel der Reisegruppe. Bei einem Ausflug erkundeten die Taucher die Insel, deren Weinbaugebiete zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden.

Beim ersten Tauchgang im Atlantik waren ein Borstenwurm, Drückerfische, ein Papageifisch und ein Meerjunkerpärchen zu bewundern. Eindrucksvoll auch die Felsformationen des Lavagesteins. Überrascht haben der Fischreichtum und die kleinen Igelfische. Die kleinen Grotten und Höhlen machten die Tauchgänge abwechslungsreich. Lila Seeigel, kleine Neonsternschnecken, ein blau-weißer Seestern, ein Drachenkopf und Muscheln, ein Röhrenwurm, ein Oktopus und eine unzählige Menge an bunten Fischen machten die Tauchgänge interessant.

Tauchabenteuer auf den Azoren bei den Aquarienfreunden
Ein Blauhai zieht seine Kreise vor der Azoren-Insel Pico. Foto: Florian Hilpert

Bei einer Whalewatching-Tour ging es aufs offene Meer. Da die Boote nicht näher als 50 Meter an die Wale herran durften, waren die Aufnahmen schwer zu machen. Vorbei an der Insel Faial filmten sie Pottwale. Vorbei an Delphinschulen verließ die Gruppe den Hafen ins offene Meer an den bekanntesten Tauchplatz Princess-Banks.

Die Seeberg südwestlich der Azoreninseln Pico und Faial ist ein Fischfanggebiet und ein beliebtes Tauchgebiet. Die Bank ist vulkanischen Ursprungs und hat eine geringste Tiefe von 29 Metern. Mobularochen waren in Gruppen von bis zu 50 Tieren anzutreffen und kamen bis auf Körperlänge an die Taucher heran. Barrakudas, Wahoos, Bonitos, Thunfische, Drückerfischschwärme, aber auch Schwertfische, Pelagische Stachelrochen und Seeteufel waren immer wieder anzutreffen. An Leinen, die mit Blei beschwert waren, konnten sich die Taucher zur eigenen Sicherheit mit Karabinern festmachen und die Blauhaie bewundern.

Durch Vulkanausbrüche wächst die Insel Faial

Mit dem Auto erkundete die Gruppe das Hochland von Pico, das wunderschön in die Bergwelt eingebettet ist. Auch die Pflanzenwelt erstaunte die Touristen. Eine Fähre ist die einzige Verbindung zur Insel Faial. Vorbei an der Pfarrkirche aus dem Jahr 1680 im Zentrum der Stadt und dem Jachthafen mit den bunt bemalten Betonfliesen ging es nach Cabeco Gordo mit dem Leuchtturm, in dem ein Museum untergebracht ist. Durch Vulkanausbrüche hat sich die Insel immer weiter vergrößert. Bei einer Weinprobe bei einem Winzer lernten die Reisenden den Wein kennen, der in viele Länder Europas und Amerikas exportiert wird.

Beim nächsten Tauchgang ging es zu den Grotten bei Faial, wo die Taucher Muränen, Papageifische, Korallen und Nacktschnecken bewunderten. Bei einem Nachttauchgang wurden Garnelen und Igelfische vom Licht der Scheinwerfer angezogen. Der Vorsitzende Rudolf Körner bedankte sich beim Referenten Hilpert für den einzigartigen Filmvortrag.

Von Jovita Körner

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