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WEISMAIN

CSU: Millionenprojekte statt Dornröschenschlaf in Weismain

Wahlen
Zur Stimmabgabe aufgerufen sind die Bürger bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 auch im Landkreis Lichtenfels. Foto: Bernd Weissbrod (dpa)

„Die vielen Wahlveranstaltungen zeigen die Vielfalt von Parteien und politischen Gruppierungen bei uns auf“, sagte der Weismainer Bürgermeister Udo Dauer bei der Wahlveranstaltung der CSU-Ortsverbände Weismain, Jura Ost und Jura West in Fesselsdorf. Dies und die vielen Besucher seien ein Zeichen gelebter Demokratie.

Dennoch unterschieden sich die drei Bürgermeisterkandidaten in einem wesentlichen Punkt. So bringe er als amtierender Bürgermeister seit 2008 nicht nur die nötige Erfahrung für das Amt mit, sondern sei wegen seines Amtseids auch zur Wahrheit und Neutralität verpflichtet. „Für mich ist es schon wegen meiner inneren Einstellung und meines Respekts vor dem mir auf Zeit verliehenen Amt selbstverständlich, diese Grundsätze zu wahren.“ Er habe das Amt des Stadtoberhaupts in den vergangenen zwölf Jahren offen und ehrlich ausgeübt.

Dauer: Das Personal der Verwaltung gibt täglich sein Bestes

„Es ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Mitarbeiter der Stadt, wenn behauptet wird, die Arbeit der Verwaltung mit mir an der Spitze müsste dahingehend verändert werden, um Sachvorgänge schneller nach vorne treiben“, sagte Dauer. „Das Personal gibt täglich sein Bestes für die Stadt und die Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen ist sehr gut.“ Der Vorwurf, er könne das Personal nicht führen, treffe ihn nicht, betonte Dauer. „Wir haben ein sehr, sehr gutes Miteinander und das kommt nicht von ungefähr. Derartige Behauptungen gehen voll auf die Kosten des städtischen Personals, was ich nicht länger akzeptiere.“ Jeder sei eingeladen, sich persönlich davon zu überzeugen. Nicht nachvollziehbar seien auch Behauptungen, dass in Weismain Stillstand und „Dornröschenschlaf“ herrsche. Etwa 38 Millionen Euro seien in den vergangenen Jahren investiert worden, von denen rund 24 Millionen Euro durch Zuweisungen und Zuschüsse finanziert wurden. So seien Straßen ausgebaut, die Grundschule saniert, Kindertageseinrichtungen gebaut und erweitert und der Breitbandausbau vorangetrieben worden. Die Beschlüsse dafür seien im Stadtrat mit über 90 Prozent Zustimmung gefasst worden.

Auch die kommunale Zusammenarbeit wie im Schulverband oder beim Spielplatz auf dem Kordigast mit Altenkunstadt und Burgkunstadt zeige dies. Mit Wattendorf werde der Kindergarten in Arnstein betrieben. Und ohne die Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Wonsees würde es die Tomatenzuchanlage der Firma Scherzer Gemüsebau auf deren Gebiet nicht geben, die zahlreiche Arbeitsplätze für die Region geschaffen habe, resümierte Udo Dauer.

Unverständlich sei die Forderung nach einer Vernetzung mit der Wirtschaft, beispielsweise durch Einführung eines Unternehmerfrühstücks. Gerade amtierende Stadträte sollten wissen, dass die Stadt Weismain Mitglied beim Wirtschaftsforum Obermain-Jura ist, wo regelmäßig zu einem Unternehmerfrühstück eingeladen werde. Dank des Einsatzes von seinen Stellvertretern Hans Schott und Michael Dreiseitel sei es ihm möglich, sich darum zu kümmern, Zuschüsse nach Weismain zu holen, ohne die keine Investitionen möglich sind. Dafür sei er natürlich oft unterwegs. In der Verwaltung kümmere er sich vor allem um Bauvorhaben, um Fehler zu vermeiden, die teure Prozesse nach sich ziehen könnten.

Die Ortsumfahrung schont Anwohner und verbessert den Verkehrsfluss

Stadtrat Rudi Dück wunderte sich, warum behauptet wird, die Umfahrung von Weismain sei nicht notwendig. Seit etwa 1922 sei sie geplant gewesen. Schon allein, weil Lastwagen oder Landwirtschaftsmaschinen Probleme mit der Durchfahrt hatten, sei der Bau gerechtfertigt. Eine Umfahrung von Modschiedel, mit der in diesem Jahr begonnen werden soll, und die von Wunkendorf, wo noch Grundstücksverhandlungen anstehen, sind in der Verantwortung des Landkreises. Auch die aktuelle Verkehrsführung ist nach Auffassung von Karlheinz Göring aus Fesselsdorfer nicht gerade gelungen ist.

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