aktualisiert:

WEISMAIN

Bürgerblock will mit Weismainern und der Wirtschaft reden

Wahlschein
Zur Stimmabgabe aufgerufen sind die Bürger bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 auch im Landkreis Lichtenfels. Foto: Bodo Schackow (ZB)

Ihre Ziele und das Programm für die Kommunalwahl am 15. März stellten die Kandidaten des Weismainer Bürgerblocks (BB) in Wunkendorf und in Weismain vor. „Der Bürgerblock mit dem Bürgermeisterkandidaten Uwe Dück und den Stadtratskandidaten sind eine wesentlich bessere Option für die nächsten sechs Jahre als der bisherige Bürgermeister und der jetzige Stadtrat“, sagte Vorsitzender Bernd Detsch.

„Deshalb muss nun endlich ein Ruck durch die Stadt gehen, damit der Zug der Entwicklung nicht die nächsten sechs Jahre an Weismain vorbeifährt“, forderte Detsch. Die CSU habe von ihrem Wahlprogramm vor sechs Jahren nichts umgesetzt. Um Weismain im wirtschaftlichen Bereich zu verbessern, gelte es sich wieder im Kleinen vorwärtszuentwickeln, statt auf einen Global Player zu warten.

Einkaufsmöglichkeiten verbessern und oberes Tor wieder nutzen

„Die Zeit ist gekommen, wo nicht meckern, sondern Verantwortung übernehmen angebracht ist“, erklärte Stadtratskandidat Maik Algermissen. Mit einem dynamischeren Bürgermeister wie Uwe Dück könnte es gelingen, das Imageproblem, das die Stadt innen wie außen habe, wieder in die richtige Richtung zu lenken. Schlechte Infrastruktur und Einkaufsmöglichkeiten gelte es zu verbessern. Da Nachbarkommunen wie Hollfeld, Kasendorf oder Thurnau hier mehr bieten, fahren die Menschen auf dem Jura dorthin zum Einkaufen. Auch Wirtschaftsbetriebe hätten sich in den vergangenen Jahren dort angesiedelt, ergänzte Alois Dechant. „Durch eine Stadtpolitik des Nichtstuns ist hier in Weismain überhaupt nichts passiert“, kritisierte er.

„Mir ist es nicht egal, wie in den nächsten sechs Jahren weitergeht, dass nur noch geschimpft und kritisiert wird und, dass es mit der Stadtführung so weiter geht“, sagte Bürgermeisterkandidat Uwe Dück. Die Bürger wollten wissen wie es weiter geht. Der Stadtrat sei zu passiv, die Stimmung im Rathaus lustlos. Die Bürger würden mit ihren Problemen allein gelassen und es herrsche ein Desinteresse gegenüber Bürgern und der Vereinswelt. Um das zu ändern, müsste das vorhandene Potenzial nur genutzt werden.

So müsse die Finanzlage der Stadt genau über die Lupe genommen werden. Den Kauf des alten Apothekenhauses bezeichnete Dück als „Schmarrn“. Es sollte wieder verkauft werden, um Geld zu sparen. Die Räume im oberen Tor müssten wieder für die Gastronomie genutzt werden, um die Innenstadt zu beleben. Im Rathaus müsse die Fluktuation von Mitarbeitern ein Ende haben: „Mit einem besseren Arbeitsklima würde ich als Bürgermeister hier schnell Abhilfe schaffen.“

Bürgergespräche, Stammtisch und Informationen aus erster Hand

Verstärkt müsse die Stadt Wohnraum und Bauplätze für junge Familien bereitstellen, bevor diese abwandern. Auch eine bessere Informationspolitik versprach Dück im Falle seiner Wahl. Statt Zahlen oder Theorien in den Raum zu stellen, die nicht belegbar seien, gelte es, die Bürger mit ins Boot zu nehmen. Das wolle er durch Bürgergespräche, Bürgerstammtische oder Ortsbegehungen leisten. Bedauerlich sei es, dass die Anwohner des Hutzelbrunnens während des Baus der Ortsumgehung mit ihren Problemen alleine gelassen worden seien. „Eine positive Stadtpolitik ist nur durch ein Miteinander von Stadt und der Bürgern sowie deren Vertrauen zu erreichen“, betonte Dück. In der anschließenden Diskussion wurde die momentane Verkehrsführung auf dem Jura zum Teil hart kritisiert.

Weitere Artikel