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ARNSTEIN / WEISMAIN

Weismainer GUB fordert bessere Kommunikation mit Bürgern

Der Bürger entscheidet: Am 15. März 2020 sind Kommunalwahlen. Foto: Markus Drossel

Intensiver werden die Wahlveranstaltungen, wie bei der Versammlung der Gemeinschaft unabhängiger Bürger (GUB-FW) im Sportheim in Arnstein deutlich wurde. „Wir wollen mit einem konsequenten Bürgermeister, der nach dem 15. März Michael Zapf heißen sollte, Projekte mit komplexen Sachverhalten schneller angehen“, sagte Stadtratskandidat Matthias Müller.

Es sei wichtig die Bürger mit ihren Nöten, Ängsten und Problemen anzuhören, sagte Bürgermeisterkandidat Michael Zapf. Nur dadurch könnten Vorhaben in die richtige Richtung gelenkt werden. „Warum wird gerade jetzt eine Ortsbegehung in Kleinziegenfeld angestrebt, dazu war eigentlich sechs Jahre Zeit?“, wunderte er sich. Bessere Informationen für die Bürger könnten auch über den Juraboten erfolgen: „Dort müssen nicht zwanghaft nur Urlaubswünsche oder Schulbeginnszeiten auf der ersten Seite veröffentlicht werden.“

Durch Austausch mit der Wirtschaft Neuansiedlungen ermöglichen

Der Austausch mit der heimischen Wirtschaft müsse verbessert werden, um Neuansiedlungen, Gewerbegebiete, die Weiterentwicklung von Betrieben, Arbeitsplätze und die Erschließung von Bauland zu ermöglichen. In anderen Kommunen gebe es Unternehmerfrühstück oder Unternehmerstammtische, dies wäre auch in Weismain einen Versuch wert. „Ein Thema, was auch unter den Nägeln brennt, sind die Einkaufsmöglichkeiten im Lebensmittelbereich“, sagte Zapf. Er hoffe, dass der einzige Einkaufsmarkt etwas länger geöffnet bleibe als die beiden Vorgänger. Um die Versorgung zu verbessern, müsse mehr mit Anbietern geredet werden.

„Urlauber und Erholungssuchende kommen zu uns, und wir sind weder in Lage eine vernünftige Wanderkarte noch gut beschilderte Wanderwege zu bieten“, kritisierte Zapf. Hier könnte auch im Bereich der kommunalen Zusammenarbeit einiges angestoßen werden. Im Rathaus sei nicht nur die finanzielle Situation angespannt, sondern auch die personelle. So habe die Stadtverwaltung im Umkreis von 100 Kilometern die höchste Zahl an Kündigungen von Mitarbeitern. Es gelte, die Menschen anzuleiten, Vertrauen zu schaffen und sich vor die Mitarbeiter zu stellen, wie er aus seiner Berufserfahrung mit 300 bis 400 Menschen wisse. „Die Stadt sehe ich auch als Betrieb, und die Mitarbeiter müssen richtig geführt werden.“ Wichtig sei ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen den städtischen Gremien, dem Bürgermeister und den Bürgern.

Bürger kritisieren Belastung durch den Schwerlastverkehr

„Wer Transparenz in der Verwaltung und Vertrauen in eine gute Weiterentwicklung der Stadt Weismain will, muss sein Kreuz bei der Kommunalwahl mir und den Kandidaten der GUB geben“, betonte Zapf. Damit könne es gelingen, den Dornröschenschlaf zu beenden.

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Im Anschluss stellten sich die Stadtratskandidaten vor. Belastungen durch den Schwerlastverkehr sprachen die Arnsteiner Bürger an. Seit der Öffnung der Weismainer Umgehungsstraße komme es am Arnsteiner Berg immer wieder zu gefährlichen Verkehrssituationen. Dies würde sich mit einer Umgehung von Modschiedel und Wunkendorf wieder entspannen. Doch wie und wann dort gebaut wird, könne man nicht genau sagen. Nachdem der Verkehr nicht mehr durch Weismain rolle, werde er auf den Dörfern zum Problem.

Diese Problematik sei schon seit zehn Jahren bekannt, sagte Stadtratskandidatin Janine Brunecker. Auf diese Probleme des Landkreises habe die GUB schon hingewiesen, meinte Anita Rauch dazu. In Wunkendorf verzögere sich der Bau der Umgehlung, weil die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern noch nicht abgeschlossen sind. Man hätte Tonnagebeschränkungen erst nach Fertigstellung aller Straßen einführen müssen, sagte Matthias Müller.

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