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BURGKUNSTADT

Bürgermeisterkandidat Sebastian Callens setzt auf Bürgernähe

Bürgermeisterkandidat Sebastian Callens setzt auf Bürgernähe
Bürgermeisterkandidat Sebastian Callens (Grüne, li.) hatte zur Wahlversammlung nach Ebneth eingeladen. Foto: red

„Die Bürger in den Ortsteilen sind mir wichtig; mit jährlichen Ortsteilbürgerversammlungen und zusätzlichen Ortsteilsprechstunden will ich mich für die Probleme und Belange der Bürger und Vereine einsetzen“, sagte Sebastian Callens, Bürgermeisterkandidat der Burgkunstadter Grünen. „Den Bürgern zuhören, sie zu informieren und mich für Lösungen zu engagieren, das bedeutet für mich Wertschätzung.“ Gelebte Bürgernähe war eines der Themen beim Ortsspaziergang, besonders für die Bürger von Hainweiher, Ebneth, Meuselsberg und Pfaffegetten.

Callens war bei seinem ersten Ortsspaziergang von Hainweiher nach Ebneth kein Unbekannter, vielmehr ein Freund und Nachbar, der seit Jahren aktiv in der Dorfgemeinschaft eingebunden ist, etwa bei der Feuerwehr und federführend beim Ebnether Kellerfest. Das Kellerfest mit bis zu 3000 Besuchern sei ein Besuchermagnet für die ganze Region. Bürgerliches Engagement trage hier in außergewöhnlichem Maße Früchte.

Das Ehrenamt in den Vordergrund stellen und wertschätzen

Für Callens leisten die Vereine einen großen Beitrag für das Zusammengehörigkeitsgefühl und die gute Nachbarschaft in den Ortsteilen. Deshalb liege ihm eine verstärkte Wertschätzung der vielen ehrenamtlichen Arbeit der Vereinsvorstände und Vereinsmitglieder sehr am Herzen. Seine Devise laute daher: Ehrenamt in den Vordergrund stellen, ehrenamtliche Leistungen benennen und würdigen, angemessenen Dank aussprechen und für gegenseitiges Interesse werben. In der politischen Praxis bedeutet dies, die Spielräume zur finanziellen Entlastung und Unterstützung der Vereine voll zu nutzen oder die Auflagen für Veranstaltungen auf ein erforderliches Mindestmaß zu begrenzen, etwa keine Standgebühren für kleine Vereine beim Altstadtfest zu erheben.

In Burgkunstadt gebe es gute Voraussetzungen, mehr Leben in die Kernstadt und in die Ortsteile zu bringen. Mit der Ansiedlung junger Familien gelinge dies am besten. Die Beispiele Ebneth und Hainweiher ermutigten ihn sehr. Die neu zugezogen Familien mit Kindern, die sich hier wohlfühlen und sich auch bei spontanen Aktionen einbringen, hätten positive Auswirkung auf die Gemeinschaft und den Zusammenhalt.

Junge Familien bräuchten vor allem Wohnraum bzw. Baumöglichkeiten, auch in den Ortsteilen, ein kindergerechtes Umfeld und weniger gefährliche Straßen. In diesem Zusammenhang diskutierten die Teilnehmer lebhaft über den Verkehr, der in den Straßendörfern und vor allem auf der Kreisstraße unaufhaltsam zunimmt und wo immer mehr Lastkraftwagen durch die Ortschaften „brettern.“

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts war in Ebneth schon öfter ein Thema. Seit Jahren habe man hierauf darauf aufmerksam gemacht. Die Bürger fühlten sich jedoch von der Politik im Stich gelassen. Hier sieht Callens dringenden Handlungsbedarf und erklärte, „diese Verkehrsberuhigung würde ich zur Chefsache machen!“

Mobil für Ruftaxi und Mitfahrbänke

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Für ein weiteres Verkehrsthema hatte Callens ebenfalls Lösungsvorschläge: Da kein Bus fährt, wäre eine Art Ruftaxi, wie es die Grünen für Burgkunstadt fordern eine gute Lösung. Auch Jugendliche könnten sich auf diese Weise selbstständiger fortbewegen. Ein erster Schritt wäre auch das sogenannte „Mitfahrblänkle.“

Die etwa 40 interessierten Bürger konnten auch Vertreter der Grünen Liste für die Kommunalwahl am 15. März kennenlernen und sich mit ihnen über wichtige Themen austauschen. Bei der Verköstigung auf dem Ebnether Hof mit regionalen Produkten, wie hausgemachten Bratwürsten, selbstgemachtem Apfelsaft und Bier fühlten sich alle trotz der nasskalten Witterung wohl. (red)

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