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BURGKUNSTADT

Sebastian Callens: Unternehmer will ins Rathaus Burgkunstadt

Landtagswahl Sachsen
Zur Stimmabgabe aufgerufen sind die Bürger bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 auch im Landkreis Lichtenfels. Foto: Daniel Schäfer (dpa-Zentralbild)

„Burgkunstadt muss grüner, lebendiger und lebenswerter werden. Das bedeutet für mich, die Innenstadt und den Marktplatz zu beleben, die Ortsteile massiv zu stärken und einen umweltfreundlichen Lebensstil zu fördern“, erläuterte Sebastian Callens, Bürgermeisterkandidat der Grünen Burgkunstadt, bei seiner Vorstellung im „Russischen Hof“.

Der seit 16 Jahren selbstständig tätige Schreinermeister und Diplom-Produktdesigner ist geschäftsführender Gesellschafter eines Planungsbüros für Innenarchitektur in Ebneth. Hier erarbeitet er Nutzungskonzepte für Büros, Läden, Praxen und Kindergärten, betreut die verschiedenen Gewerke und ist deren direkter Ansprechpartner bei der Umsetzung.

Bestehende Gebäude zu erhalten ist ein Beitrag zum Umweltschutz

Sebastian Callens betonte, er werde im Falle seiner Wahl sein gesamtes Wissen, was Finanzierungsmodelle für Bauvorhaben und die Sanierung historischer Gebäude betrifft, zum Wohle der Stadt einsetzen. Man könne einen großen Beitrag zum Umweltschutz leisten, indem bestehende Gebäude erhalten, saniert und einer nachhaltigen Nutzung zugeführt würden, anstatt sie abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen. Dies vermeide die Versiegelung weiterer Flächen und spare „graue Energie“, also jene Energie, die für den Abriss und die Entsorgung der alten Bausubstanz und für die Herstellung und den Transport von neuen Baumaterialien notwendig sei. Besonders erhaltenswert sei für Callens die Stadthalle.

Geld und Arbeitsplätze vor Ort zu lassen, sei ihm ein besonderes Anliegen. Er wolle gute Kontakte auch zu den kleineren und mittleren Unternehmen in der Region pflegen und fördern.

„Die Umgebung könnte ein wahres ,El Dorado‘, beispielsweise für Mountainbiker, werden.“
Sebastian Callens, Bürgermeisterkandidat der Grünen

Beim Tourismus ist seiner Meinung nach noch viel Luft nach oben: „Die Umgebung könnte ein wahres ,El Dorado‘, beispielsweise für Mountainbiker, werden“, meint Callens. Die Region mit ihren Vorzügen müsste aber besser beworben werden.

Als Unternehmer wisse er, dass Ergebnisse viel besser werden, wenn vielfältige Ideen eingebracht werden können. Als Chef im Rathaus würde er daher einen besonderen Schwerpunkt auf Bürgernähe und -beteiligung setzen. Ihm sei es wichtig, verschiedene Alternativen mit ihren Vor- und Nachteile vorzustellen. Dies erhöhe die Transparenz und damit auch die Akzeptanz in der Bevölkerung für die jeweiligen Projekte. Zusätzlich soll es in den Stadtteilen regelmäßige Bürgersprechstunden mit dem Bürgermeister geben.

Mit den Nachbarkommunen Altenkunstadt und Weismain strebt er eine engere Zusammenarbeit auf Augenhöhe an: Gemeinsam finanzierte Einrichtungen und Projekte müssten gerecht auf alle drei Kommunen verteilt werden.

Sein Stadtratskandidaten-Team bilden Fachleute aus den Bereichen Finanz-und Bauwesen, Umwelttechnik, Bildungs- und Sozialwesen sowie Neue Medien.

Weitere Artikel zur Kommunalwahl am 15. März finden Sie unter www.obermain.de/kommunalwahlen. (red)

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