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ALTENKUNSTADT

Der Bürgerbus in Altenkunstadt ist ein Erfolgsmodell

Der Bürgerbus ist in Altenkunstadt ein Erfolgsmodell
Der Bürgerbus der Gemeinde Altenkunstadt ist ständig ausgebucht. Nun wird überlegt, im Rahmen eines Car-Sharing-Modells ein weiteres Fahrzeug anzuschaffen. Das Foto zeigt Bürgermeister Robert Hümmer, als er bei der Jungfernfahrt im Jahre 2016 die ersten Passagiere begrüßte. Foto: Stephan Stöckel

Der Bürgerbus in Altenkunstadt ist ein Erfolgsmodell. Nicht nur ältere Mitbürger nutzen ihn für Einkaufsfahrten, auch die heimischen Vereine sind damit regelmäßig unterwegs. „Er ist überbucht. Wir mussten Vereinen schon absagen“, stellte Bürgermeister Robert Hümmer in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend fest.

In der Gemeinde spielt man mit dem Gedanken, weitere Fahrzeuge im Rahmen eines Carsharing-Modells bereitzustellen. In Frage kämen ein zweiter Bus für neun Personen und ein Elektro-Auto. Letzteres könnte beispielsweise vom Bauhofleiter, dem Bautechniker oder einem gemeindlichen Mitarbeiter, der sich auf einem Lehrgang befindet, genutzt werden, so Hümmer.

„Der Nutzer zahlt nur, was er tatsächlich in Anspruch nimmt.“
Jennifer Stern, Firma „mikar“, Deggendorf

Jennifer Stern von der Firma „mikar“ aus Deggendorf informierte die Ratsmitglieder über ein Car-Sharing-Modell. Dabei stellt die Gemeinde Stellplätze für die Fahrzeuge, die über eine App zum Beispiel von Vereinen, Familien oder Firmen gebucht werden, zur Verfügung. „Der Nutzer zahlt nur, was er tatsächlich in Anspruch nimmt“, sagte Stern, die Mitarbeiterin im Vertrieb ist. Eine Stunde koste im Falle des Transporters 4,90 Euro, 24 Stunden 39,90 Euro.

Die Anschaffung des Fahrzeuges wird über Sponsoring finanziert. Heimische Kunden sollen, wie schon beim Bürgerbus erfolgreich praktiziert, auf dem Fahrzeug werben, das sich im Eigentum der Firma Mikar befindet, die auch als Fahrzeughalter fungiert. „Ob Räderwechsel oder TÜV – wir kümmern uns um alles“, sagte die Referentin. Zudem gebe es eine vierjährige Standortgarantie und eine spezielle Carsharing-Versicherung.

Bei der Kombilösung wird die Gemeinde an Einnahmen beteiligt

Sie unterbreitete dem Gremium, das noch keinen Beschluss fällte, auch eine Kombilösung. Zusätzlich zum Kleinbus der Marke Renault gibt es ein Elektrofahrzeug des französischen Herstellers, den Renault Zoe, für den die Gemeinde eine monatliche Leasinggebühr zahlen müsste.

„Entscheiden Sie sich für diese Variante, werden Sie mit 25 Prozent an den Einnahmen aus den Buchungen der beiden Fahrzeugen beteiligt“, sagte Stern. „Wir werden uns zu gegebener Zeit wieder melden“, versicherte Hümmer der Referentin.

 

Von Stephan Stöckel

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