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WUNKENDORF

Dauer: Zuschuss für Weismainer Kanalsanierung gesichert

Am Oudlahaus in Marktgraitz scheiden sich die Geister
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Mit Zuversicht begannen die CSU-Ortsverbände Weismain, Jura Ost und Jura West mit ihren Wahlveranstaltungen zur Kommunalwahl am 15. März in Weiden, Altendorf und Wunkendorf. „Es ist wichtig, die Bürger zu hören und ihre Probleme und Forderungen im politischen Bereich der Stadt Weismain wieder einbringen zu können“, sagte der Weismainer Vorsitzende Michael Bienlein.

Die Listenplätze für die Stadtratskandidaten seien in einem demokratischen Verfahren vergeben worden, ohne persönlichen Forderungen zu berücksichtigen. „Es gibt keinen besseren als Udo Dauer“, begründete er die Entscheidung für einen weitere Nominierung des Amtsinhabers. „Er hat in den letzten zwölf Jahren Weismain nach vorne gebracht und dabei finanzielle Zuschüsse aus verschiedenen Bereichen erreichen können.“

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Zukunft nicht gestalten“, sagte Udo Dauer dazu. Er habe 18 Jahre lang als Zweiter und Erster Bürgermeister in Weismain viele Höhen und Tiefen erlebt.

„Im Jahre 2007 war die Grenze des finanziell Machbaren für die Stadt erreicht gewesen, aber seitdem hat sich viel getan“, sagte er. Von 2008 bis 2018 wurden 38 Millionen Euro investiert, 14 Millionen Euro davon seien durch Zuschüsse erreicht und weitere zehn Millionen durch Bedarfshilfen. Außerdem sei es gelungen, die jährliche Zinslast durch Umschuldung zu halbieren.

Im Stadtrat sei eine positive Zusammenarbeit erreicht worden, die Entscheidungen zu 90 Prozent einstimmig gefallen. Der Breitbandausbau werde weiterhin bis zur Optimierung verfolgt. Eine Rettungswache wurde in Weismain errichtet und in Modschiedel eine neue Kindertagesstätte, die ebenso wie der Kindergarten in Arnstein wichtig für junge Familien und die Zukunft sei.

Nach über 100 Jahren sei es gelungen, eine Umgehungsstraße für Weismain zu bauen.

Kosten für Sanierung von Kanälen und Leitungen noch nicht bezifferbar

Noch wichtiger seien die Projekte für die nahe Zukunft. So sei es gelungen, die nötigen Zuschüsse zur Finanzierung der geplante Kanal- und Wasserleitungssanierung der Kernstadt bis Ende 2023 zu erlangen.

Um die Kosten zu beziffern müsse erst eine genaue Grundlagenermittlung gemacht werden. Dies sei bisher nicht annähernd möglich gewesen. Welche Kosten für die Bürger dadurch entstehen, werde der neue Stadtrat bestimmen müssen.

Zur Verbesserung der Straßensituation in Geutenreuth und Kaspauer werde eine vereinfachte Dorferneuerung angestrebt. „Stolz sein können wir darauf, dass eine Rathaussanierung möglich geworden ist“, betonte Dauer. Ein Architektenwettbewerb sei geplant und die Sanierungsarbeiten könnten Ende 2020 beginnen.

Um Unzulänglichkeiten aus dem Wege zu räumen sollten die Anwohner mit dem Bauhof reden, da diese einen besseren Blick auf die Probleme haben. Durch ehrenamtliches Engagement sei viel erreicht worden. „Dank gebührt allen, die sich hier engagieren, da es der Stadt nicht möglich wäre, dies alleine finanziell zu schultern“, betonte der Bürgermeister.

In der Verwaltung seien neue Mitarbeiter eingestellt worden, falsch sei aber die Kritik, dass die Zusammenarbeit besser sein könnte.

Appell zur Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg

„Es sind in den vergangenen zehn Jahren Projekte eingeleitet worden, die wir von der CSU gerne weiter umsetzen wollen“, betonte Dauer. Dies unterstrichen auch die Stadtratskandidaten bei ihrer Vorstellung. Stadtrat Rudolf Dück meinte, dass Weismain auf einem guten Wege sei.

„Es sollte nicht um Parteien gehen, sondern die nächsten Projekte sollten gemeinsam bewältigt werden“, appellierte er. Die junge Mutter Nadine Hümmer forderte, mit weiteren Verbesserungen im sozialen Bereich Weismain als Lebensmittelpunkt attraktiver zu gestalten.

Weitere Artikel zur Kommunalwahl am 15. März finden Sie unter www.obermain.de/kommunalwahlen.

Von Roland Dietz

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