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ALTENKUNSTADT

Diskussion um Schranken auf Kordigast im Bauausschuss

Diskussion um Schranken auf Kordigast im Bauausschuss
Das Schild spricht eine klare Sprache: Autofahrer dürfen nicht zum Spielplatz auf dem Kordigast fahren. Gemeinderat Ludwig Winkler vermisst eine verkehrsrechtlichen Anordnung, in der konkret geregelt ist, was Sache ist. Foto: Stephan Stöckel

Zwei Schranken verhindern, dass der Spielplatz „Spielwinix“ auf dem Kordigast von Besuchern mit dem Auto angefahren werden kann. Sehr zum Leidwesen vieler Landwirte, die auf dem Berg ihre land- und forstwirtschaftlichen Grundstücke bewirtschaften. Das Aufsperren der Schranken wird von ihnen als umständlich empfunden. Bei einem Ortstermin vor ein paar Tagen hatte man eine Lösung gefunden (wir haben berichtet), die am Dienstagabend im Bauausschuss für Diskussionen sorgte.

„Wenn es an den Geldbeutel geht, werden die Leute vernünftig.“
Edwin Jungkunz, Gemeinderat (CSU)

Den Stein ins Rollen gebracht hatte Bürgermeister Robert Hümmer (CSU), der die Räte über den Kompromiss zwischen Bauern, Landkreis und Kommunen informierte. Vorgesehen ist, dass die Schranken im Winter grundsätzlich offen, in den Sommermonaten wie bisher nur an den Wochenenden und Feiertagen geschlossen sein sollen. Hümmer freute sich darüber, dass nun auch die Stadt Weismain eine Sperrung für den Autoverkehr veranlasst habe. „Die Polizei ist bereit, unter der Woche zu kontrollieren“, sagte der Bürgermeister. „Wenn es an den Geldbeutel geht, werden die Leute vernünftig“, begrüßte sein Edwin Jungkunz (CSU) die Kontrollen.

Hümmer verwies darauf, dass es neben den Landwirten noch weitere Ausnahmegenehmigungen geben müsse. „In der Familie, die die hintere Gastwirtschaft, die zu Weismain gehört, betreibt, gibt es einen Pflegefall. Für die Pflegekräfte der Caritas-Sozialstation muss es ebenso wie für die Besucher der Gastwirtschaft eine Ausnahme geben“, sagte der Bürgermeister.

Nach Ansicht von Ludwig Winkler (FBO) gehöre zur Sperrung eines öffentlichen Weges auch der Erlass einer verkehrsrechtlichen Anordnung, in der genau stehe, was Sache ist. „Eine solche rechtliche Handhabe wurde versäumt“, kritisierte er. „Sie hat es mit Sicherheit gegeben, schließlich steht das Fahrverbotsschild auf Altenkunstadter Seite schon seit zehn Jahren dort“, widersprach der Bürgermeister.

Winkler regte an, ein Schild mit dem Hinweis „Fußweg zum Spielplatz. Zehn Gehminuten“ anzubringen. Außerdem müsse man eine Regelung für Behindertengruppen treffen. Hans-Werner Schuster (CSU) forderte, zur Sicherheit der Kinder sollte der Weg am Spielplatz mit einem kleinen Zaun gesichert werden. „Im Wald und noch dazu auf einem Weg ohne Autoverkehr brauche ich keinen Zaun zum Schutz der Kleinen“, wunderte sich Maximilian Deuber (FWG).

Keine weitere Werbetafel in der Weismainer Straße

Im November hatte der Bauausschuss beschlossen, die die drei Werbetafeln auf dem Gelände des Fahrzeugcenters Hawe in der Weismainer Straße durch eine einzige zu ersetzen. Jetzt lag ein Antrag für eine Werbeanlage in der Weismainer Straße vor. Auf dem Gelände des Baur-Parkplatzes nahe der Mainbrückenkreuzung möchte die Deutsche Plakat-Werbung GmbH & Co. KG eine doppelseitige und beleuchtete Werbeanlage aufstellen. „Sie ist 4,47 Meter hoch und 3,98 Meter breit“, sagte Astrid Redinger vom Bauamt. „Es nimmt überhand mit der Werbung in der Weismainer Straße“, sprach Hans-Werner Schuster seinen Ausschusskollegen aus der Seele. Gegen die Stimme des Bürgermeisters lehnten die Räte die Errichtung der Tafel ab.

In Klosterlangheim soll ein Solarpark entstehen. Nicht alle Räte waren von der Freiflächenphotovoltaikanlage mit einer Größe von 6,39 Hektar begeistert. Ludwig Winkler sprach von einer bedenklichen Tendenz auf hochwertigen Ackerflächen solche Anlagen zu errichten. „Photovoltaik sollte auf Dächern oder entlang von Autobahnen stehen“, pflichtete ihm Stephanie Dittrich (Bündnisgrüne) zu. Eine knappe Mehrheit sah das anders: Mit sechs zu fünf Stimmen wurde das Projekt gebilligt.

Auftragsvergaben

In nichtöffentlicher Sitzung hatte der Bauausschuss Aufträge vergeben und Mehrkosten abgesegnet. Der Mehraufwand für die Entsorgung des Klärschlamms durch die Stadtsteinacher Baufirma Günther beträgt rund 25 600 Euro. Mit rund 8500 Euro schlagen die Lichtkupppeln zu Buche, mit denen der Fachhändler „DEG – Alles für das Dach“, Koblenz, die Kordigasthalle ausstatten wird. 4523 Euro kosten die Malerarbeiten an den Gemeindewohnungen am Galgenberg in Altenkunstadt, mit denen der Burgkunstadter Malerbetrieb Beck beauftragt worden war.

Der Bauhof erhält neues Akkuwerkzeug von der G. Sachs Eisenwaren GmbH aus Kulmbach für 1817 Euro. Die Kreuzberg-Kita wird mit einer Waschmaschine (1145 Euro) ausgestattet, die die Weismainer Firma Herold liefert. Im Zeublitzer Feuerwehrhaus kam es zu einem Wasserschaden. Mit der Beseitigung wurde die Firma Casper Haustechnik beauftragt(1039 Euro). Die Gemeinde beteiligt sich mit 1029 Euro am Ausbau eines Wegs der Jagdgenossenschaft Spiesberg/Zeublitz.

Von Stephan Stöckel

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