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BAIERSDORF

Ein Dorfplatz und neue Straßen für Baiersdorf

In der Mainecker Straße (re.) wird im nächsten Jahr der Mischwasserkanal saniert und eine neue Wasserleitung gebaut. Foto: Stephan Stöckel

In Baiersdorf tut sich in den nächsten Jahren einiges: Im nächsten Jahr werden in der Mainecker Straße der marode Mischwasserkanals saniert und eine neue Wasserleitung gebaut. 2021 soll die Straße, die Teil der Kreisstraße Lif 18 ist, saniert werden. Zudem sind im Rahmen einer einfachen Dorferneuerung sechs Projekte vorgesehen, die Baiersdorf verschönern sollen.

Michael Dötzer von der Planungsgruppe Strunz informierte über die geplanten Renovierung des Mischwasserkanals und den Neubau einer Wasserleitung in der Mainecker Straße. Foto: Stephan Stöckel

Mit der Dorferneuerung könnte ebenfalls 2021 begonnen werden, sollten die vom Amt genehmigten Planungen der Gemeinde bis dann abgeschlossen sein. Über die Vorhaben wurden die Anlieger aus der Mainecker Straße, dem Alten Kapellenweg und der Ortsstraße Am Hügel am Dienstagabend im „Fränkischer Hof“ informiert.

Sanierung des Mischwasserkanals per Schlauchliner ohne Aufgraben

Michael Dötzer von der Planungsgruppe Strunz aus Bamberg informierte über die geplanten Renovierung des Mischwasserkanals und den Neubau einer Wasserleitung in der Mainecker Straße. In seiner Power-Point-Präsentation zeigte er eingewachsene Wurzeln und in den Hauptkanal hineinragende Hausanschlüsse, die den Abfluss behindern. Der Zeitplan für die Bauarbeiten in der Mainecker Straße sieht laut Dötzer folgendermaßen aus: Zunächst werden von April bis Juni die Hausanschlüsse des maroden Regenwasserkanals, der nicht mehr weiterbetrieben kann, an den Mischwasserkanal angeschlossen.

In der zweiten Jahreshälfte werden zwei Bauvorhaben parallel abgearbeitet: Im Schlauchlinerverfahren wird der Mischwasserkanal von innen ohne aufzugraben renoviert. „Die mit Kunstharz getränkten Gewebeschläuche werden über die Schächte in das Altrohr eingezogen. Im Kanal wird der Schlauch mit Luft oder Wasserdruck gegen die Rohrwand gepresst und ausgehärtet“, erläuterte der Experte.

In den Hauptkanal hineinragende Hausanschlüsse behindern den Abfluss. Foto: Stephan Stöckel

Dank der grabenlosen Technik könne man parallel dazu die Straße aufgraben und eine neue Wasserleitung bauen. Die bestehende Leitung bleibe zunächst erhalten. „Das hat den Vorteil, dass für das Umbinden der Wasseranschlüsse auf die neue Leitung das kostbare Nass nur für ein bis zwei Stunden abgestellt werden muss.“

Dötzer kündigte an, dass es während der Bauarbeiten zu einer halbseitigen Sperrung mit Ampelanlage kommen werde. Die Gesamtkosten bezifferte der Referent auf rund eine halbe Million Euro. Der Betrag fließe in die Globalberechnung für die Wasser- und Kanalgebühren mit ein, die alle vier Jahre erfolge, ergänzte Bürgermeister Robert Hümmer.

Vorschlag der Wärmeversorgung über die Biogasanlage

Damit die Schachtdeckel nicht mehr klappern, werden die neuen Schachtabdeckungen mit dämpfenden Einlagen versehen. Aus den Reihen der Bürger kam die Anregung, Gasanschlüsse mit zu verlegen. Hümmer versicherte die Gasversorger diesbezüglich anzusprechen. Gemeinderat Edwin Jungkuntz (CSU) schlug vor, über die Biogasanlage Baiersdorf mit Wärme zu versorgen. Bürgermeister Robert Hümmer hielt den Gedanken für überlegenswert. „Allerdings brauchen wir die Garantie des Landwirtes, dass er uns die nächsten 20 Jahre auch mit Wärme versorgt.“

Der Leiter des Kreisbauhofs, Heiko Tremel, teilte mit, dass im Vorfeld der Straßensanierung mit jedem Anlieger gesprochen werde. „Dabei wollen wir erfahren, was wir berücksichtigen sollen“, sagte er. Die Zuständigkeit des Landkreises ende nach der Rinne, an Stellen ohne Gehsteig an der Grundstücksgrenze. Darauf angesprochen, dass sich der Gehweg Richtung Maineck immer mehr verenge, versicherte Tremel: „Wir wollen gemeinsam mit dem Amt für Ländliche Entwicklung prüfen, ob eine Mindestbreite von 1,50 Metern möglich ist.“ Der Einbau einer Verkehrsinsel zur Verkehrsberuhigung am Ortsteingang aus Richtung Maineck, werde geprüft.

Spielplatz, Baumtore und Gehewege

Werner Bauer vom Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken, zählte die Vorhaben auf, die im Zuge einer einfachen Dorferneuerung geplant sind. Die Gehwege entlang der Ortsdurchfahrt sollen ausgebaut und ein Dorfplatz mit Spielplatz geschaffen werden. In der Straße Langäcker ist vorgesehen, bis zur Kirche den Straßenraum neu zu gestalten, ebenso in einem Teil der Brunnengasse.

Sogar Wurzeln von Bäumen sind in die Kanalrohre gewachsen. Foto: Stephan Stöckel

An den Ortseinfahrten könnten Baumtore entstehen, die zur Verkehrsberuhigung beitrügen. Des Weiteren sind ein Fußweg von der Brunnengasse bis zu Langäcker und ein Wanderparkplatz an der Mainecker Straße geplant.

Die Fördersätze für öffentliche Vorhaben bezifferte Bauer mit 60 Prozent, für private, wie Hofeinfahrten oder Gartenmauern, auf 25 bis 30 Prozent.

 

Von Stephan Stöckel

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