aktualisiert:

ALTENKUNSTADT

Auch mit 100 Jahren ist der FC Altenkunstadt jung

Auch mit 100 Jahren ist der FC Altenkunstadt jung geblieben
Die Verdienste um den Fußballsport würdigten (v. re.) BFV-Bezirksehrenamtsbeauftragter Siegfried Tabbert und BLSV-Kreisvorsitzender Hans-Peter Dentsch mit Ehrurkunden und Spenden; im Bild mit (v. li.) stellvertretendem Landrat Helmut Fischer, 2. Vorsitzenden Johannes Oppel, FCA-Vorsitzendem Dieter Radziej und Bürgermeister Robert Hümmer. Foto: Dieter Radziej

In festlichem Rahmen blickte der 1. FC Altenkunstadt auf 100 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Der Jubiläumsabend in der Kordigasthalle bildete einen würdigen Rahmen, um verdiente Fußballfreunde zu ehren. Auch der Bayerische Fußballverband und der Landessportverband würdigten das sportliche Engagement.

Auch mit 100 Jahren ist der FC Altenkunstadt jung geblieben
Über Jahrzehnte hinweg gehörten Schatzmeister Bernhard Vonbrunn und Platzwart Johann Pol (v. li.) zu den treuesten Mitgliedern im Verein. Ihre Tätigkeit fand am Festabend eine entsprechende Anerkennung. Foto: Dieter Radziej

FCA-Vorsitzender Dieter Radziej erinnerte daran, wie aus einfachen Anfängen kurz nach dem Ersten Weltkrieg 1919 ein erfolgreicher Fußballverein in Altenkunstadt entstand. Er dankte allen, die Einsatz, Idealismus und Opferbereitschaft für den Verein bewiesen haben. Ziel sei es immer gewesen, allen Sporttreibenden ein interessantes Angebot zu bieten und zur Förderung der Kameradschaft beizutragen.

„In den 100 Jahren seines Bestehens ist es dem Verein gelungen, unzähligen jungen Menschen und allen Mitgliedern ein wenig soziale Geborgenheit zu vermitteln.“
Dieter Radziej, Vorsitzender

Und für die Jugend biete der Sport eine sinnvolle Freizeitbetätigung. Durch die Einbindung in die Mannschaften werde Kindern und Jugendlichen Ausdauer, Willenskraft und Kollegialität vermittelt, um sie zu fairen Sportlern zu erziehen. „In den 100 Jahren seines Bestehens ist es dem Verein gelungen, unzähligen jungen Menschen und allen Mitgliedern ein wenig soziale Geborgenheit zu vermitteln“, stellte Vorsitzender Dieter Radziej fest. Integration und Gemeinschaftsgeist bestimmten die Aktivitäten eines der größten Ortsvereine von Altenkunstadt. Allen, die dazu beigetragen haben, dankte der Vorsitzende herzlich. Dabei helfe die Gemeinde, indem sie die Hallen und Sportanlagen kostenlos zur Verfügung stelle.

Gegründet wurde der FC Altenkunstadt von einer „Schar von 30 Burschen“, erinnerte 2. Vorsitzender Johannes Oppel an die bescheidenen Anfänge 1919. Trikots, Bälle und Fußballschuhe mussten die Spieler selbst anschaffen und oft mit dem Fahrrad oder dem Fuhrwerk zu den Auswärtsspielen fahren. Das erste Freundschaftsspiel am 6. Juni 1919 gegen den TSV Marktzeuln II gewann der junge Verein mit 7:0. Lange suchten die Verantwortlichen nach einem Gelände für einen Sportplatz und erst als der Spielbetrieb auf der sogenannten Leikeim-Wiese ausgetragen werden konnte, ging es aufwärts. Während der Nazi-Diktatur lag der Spielbetrieb danieder.

Auch mit 100 Jahren ist der FC Altenkunstadt jung geblieben
Bezirksehrenamtsbeauftragter Siegfried Tabbert überreichte den Ehrenamtspreis, die „Silberne Raute“, an den Fusionsverein FC Altenkunstadt/FC Woffendorf, die Vorsitzender Robert Hümmer und Dieter Radziej sowie Ehrenamtsbeauftragter Rainer Hofmann in Empfang nahmen. Foto: Dieter Radziej

Nach dem Zweiten Weltkrieg musste die neue Vereinssatzung der amerikanischen Besatzungsmacht in englischer Übersetzung vorgelegt werden. Dank des Wohlwollens des Kommandeurs Mayor Case durfte wieder gekickt werden. Bereits 1946 trat der 1. FC Altenkunstadt dem Bayerischen Landessportverband bei und die Mitgliederzahl hatte Grenze von 100 überschritten. Die ersten Meisterschaften wurden gewonnen und vor allem in den Jahren in der Bezirksliga hatte der Verein mit dem erfolgreichen Torschützenkönig Werner Bornschlegel eine Hochphase. Zahlreiche Bilder aus den vergangenen Jahrzehnten ließen das Vereinsleben Revue passieren.

„Auch mit 100 Jahren ist der 1. FC Altenkunstadt jung geblieben“, sagte Bürgermeister Robert Hümmer. Er dankte allen, die sich in den vergangen Jahren für den Fußballsport in Altenkunstadt tätig waren. Diese gemeinsamen Bemühungen seien vielen Menschen und insbesondere der Jugend, zugutegekommen. „Die Vereine und insbesondere die Sportvereine bieten ihren Mitgliedern viel, verrichten eine erfolgreiche Jugendarbeit und tragen auch zum gesellschaftlichen Leben maßgeblich bei“, sagte stellvertretender Landrat Helmut Fischer.

Auch mit 100 Jahren ist der FC Altenkunstadt jung geblieben
Beim Jubiläumsabend ehrte der FC Altenkunstadt langjährigen und verdienten Mitglieder. Foto: Dieter Radziej

Die Glückwünsche des Präsidiums der BLSV und des Bezirkes Oberfranken überbrachte der BLSV-Kreisvorsitzende Hans-Peter Dentsch. Er zollte dem 1. FC Altenkunstadt und den ehrenamtlich engagierten Mitgliedern seine Anerkennung und überreichte eine Ehrenurkunde. Ehrenamtsbeauftragter Siegfried Tabbert vom Bayerischen Fußballverband würdigte ebenfalls die Tätigkeit des Altenkunstadt Fußballvereins. Sport vermittele Lebensfreude. Er überreichte eine Urkunde, Spielbälle und die Silberne Raute.

Besondere Auszeichung für Bernhard Vonbrunn und Platzwart Johann Pol

Besonders ausgezeichnet wurden der langjährige Schatzmeister Bernhard Vonbrunn und Platzwart Johann Pol für ihren außergewöhnlichen Einsatz. Nach den den Glückwünsche der Vereine, Spender und Gönner feierte der Fusionsverein 1. FC Altenkunstadt/1. FC Woffendorf einer gemeinsame Weihnachtsfeier mit einem festlichen Essen. (dr)

Weitere Artikel