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BURGKUNSTADT

Sängergruppe Kordigast bietet herrliche Chormusik

Sängergruppe Kordigast bietet herrliche Chormusik
Der Chor des Liederkranzes Redwitz. Foto: Roland Dietz

„Wir können stolz sein auf unsere Sängergruppe Kordigast“, war die Meinung von Werner Baum nach dem geistlichen Konzert im Rahmen des diesjährigen Gruppensingens der Sängergruppe Kordigast. In der gut gefüllten Kirche von Regens Wagner zeigten die einzelnen Chöre einen meist hervorragenden Leistungsstand.

Dass der Veranstaltungsort sehr gut gewählt war, zeigte sich in der herrlichen Akustik. Gruppenvorsitzender Roland Dietz dankte daher der Gesamtleiterin von Regens Wagner, Sabine Schubert, dass die Sängergruppe ihr Konzert hier abhalten konnten, und überreichte einen kleinen Blumengruß.

„Musik ist ein Hobby, das man auch im hohen Alter noch mit viel Freude ausführen kann.“
Paul Münch, Liederkranz Burgkunstadt

Sabine Schubert zeigte sich als gute Gastgeberin. „Es ist immer wieder schön, wenn Sänger oder Musiker bei uns vorbeischauen. Musik und Gesang oder sonstige künstlerische Unternehmungen haben einen hohen Stand in unserem Haus und bei den Bewohnern“, erklärte sie.

Die folgenden 75 Minuten beinhalteten Chormusik, die nicht nur den Zuhörern gefiel, sondern die Personalsorgen der Chöre einmal kurz vergessen ließ. „Musik ist ein Hobby, das man auch im hohen Alter noch mit viel Freude ausführen kann“, ist sich Paul Münch vom Liederkranz Burgkunstadt sicher. Die Beiträge des Männerchores am Ende des Konzertes fand Karin Vonbrunn zum Weinen schön. Das lag an den ruhigen, leisen und gefühlvollen Liedern, die dargeboten wurden.

„Lasst uns Brücken bauen“ macht Lust auf mehr

Auch zeigte das Gruppensingen, dass man sich gerne hilft in der Sängerbewegung. Der Gesangverein Maineck und die Chorgemeinschaft Altenkunstadt haben zu einem großen Chor zusammengeschlossen – mit Larissa Eggloff am Klavier und Heidi Stehl als Dirigentin. Die Adaption des Gospels „When Israel was in Egyptland“ mit dem Titel „Lasst uns Brücken bauen“ machte Lust auf mehr. Eine sehr gute Texterfassung bewiesen die Sänger und Sängerinnen beim Chorsatz „Gott hat dein Gebet“. Eine sehr feine Sanctusfassung dann das „Santo Santo Santo“ aus Südamerika. „Dass du mich einstimmen lässt in deinen Jubel“ war einfach schöne Chormusik.

Sängergruppe Kordigast bietet herrliche Chormusik
Klasse: die Solistin Elisabeth Gerlich-Stanislaus aus Redwitz. Foto: Roland Dietz

Mit modernen Chorsätzen ging es weiter. Der Chor „Route 16-66“ aus Redwitz mit Klaus Bucka am Dirigentenpult und Sabine Hempfling am Piano zeigte, dass die Chorleiter ihre Aktiven bestens auf dieses Singen vorbereitet hatten. Die 30 Sängerinnen und Sänger boten zu Beginn mit dem Gospel „This little light of mine“ ein feinfühlig vorgetragenes Solo von Elisabeth Gerlich-Stanislaus, das in einem peppigen Gospelgesang mündete. Dies war auch bei „The Gospelship“ so. Die bekannte Hymne „Amazing Grace“ wirkte wie eine beruhigende Erzählung. Berührend dargebracht auch das moderne Segenslied „Herr, wir bitten, komm und segne uns“ des zeitgenössischen Komponisten Peter Strauch.

„Mit dem Herrn fang an“ als gelungener Einstieg

Sängergruppe Kordigast bietet herrliche Chormusik
Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins Freundschaftsbund Mainroth beim Auftritt. Foto: Roland Dietz

Als gelungener Einstieg des Freundschaftsbundes aus Mainroth unter der Leitung von Larissa Eggloff erwies sich „Mit dem Herrn fang an“. In sauberer Intonation und fast träumerisch bot der Chor das irische Volkslied „An Irish blessing“ dar. Einen Kontrast dazu stellte das temporeiche „Wir preisen dich“ aus der Feder von Peter Stallmann dar. Sein gutes Klangvolumen zeigte der Mainrother Chor mit „Danket dem Herrn“.

Im Anschluss machte der Liederkranz Redwitz mit seinem neuen Chorleiter Marvin Steglich deutlich, wie effektvoll ein kleinerer Chor sein kann. Tolle Sopranstimmen erklangen beim Chorsatz „Lob und Dank dem Herrn“. Schöne Melodiebögen hatte das wunderbare Abendlied „Komm, Trost der Welt zu bieten“. Zurücklehnen und genießen war da angesagt. Flotter wurde es wieder beim Kanon „Magnificat“.

„Nun danket alle Gott“ einfach herrliche geistige Chormusik

Auch der kleine Chor des Sängerkranzes Weismain zeigte mit dem alten Kirchenchoral „Nun danket alle Gott“ von Johann Krüger und dem Lied „Der Herr segne und behüte dich“ herrliche geistliche Chormusik. Sehr homogen war das Zusammenspiel des Pianos, an dem Dirigent Aureliano Zattoni saß, und des Chors bei „Schau auf die Welt“ von John Rutter. Fastschon melancholisch wirkte der Choral „Näher, mein Gott, zu dir“.

Sängergruppe Kordigast bietet herrliche Chormusik
Die Sänger des Liederkranzes Burgkunstadt bei ihrem Auftritt beim Gruppensingen. Foto: Roland Dietz

Herrlichen Männerchorgesang bot der Liederkranz Burgkunstadt, unterstützt von mehreren Männerstimmen aus Mainroth. Den bekannten „Irischen Reisesegen“ hatte Chorleiterin Sophia Malter selbst für den Männerchor arrangiert. Wunderbar ausgearbeitet hatte sie auch die beiden Chorsätze „Marienrose“ und „Santa Maria“. Klasse in sämtlichen Facetten von der Dynamik bis zum damit verbundenen Chorklang.

Das Konzert fand einen gemeinsamen würdigen Abschluss. Beeindruckend, wie mit Klavierbegleitung von Otto Bähr aus 250 Kehlen das Volkslied „Kein schöner Land“ erklang. (rdi)

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