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ALTENKUNSTADT

Altenkunstadter ärgern sich über Straßenschäden in Neuwiese

Altenkunstadter ärgern sich über Risse in der Neuwiese
Risse und Schlaglöcher häufen sich in der Straße Neuwiese in Altenkunstadt. Darauf wies ein Awohner bei der Bürgerversammlung hin. Foto: Stephan Stöckel

Rund 50 Bürger hatten sich am Mittwochabend im katholischen Pfarrjugendheim zur Bürgerversammlung eingefunden. Ihr Redebedarf hielt sich in Grenzen. Nur rund 15 Minuten dauerte die Diskussion mit Bürgermeister Robert Hümmer (CSU). Den Löwenanteil der öffentlichen Veranstaltung nahm der Rechenschaftsbericht des Gemeindeoberhaupts ein, der mit aktuellen Anmerkungen gespickt war.

Ein Bürger wies darauf hin, dass sich der Straßenbelag in der Ortsstraße Neuwiese in einem teilweise sanierungsbedürftigen Zustand befinde. Die weißen Stellen gehörten überspritzt. „Es ist ein Budget für Straßensanierungen vorhanden. Dabei gehen wir Abschnittsweise vor“, er klärte der Bürgermeister.

Der Bürger beklagte auch, dass so mancher Altenkunstadter seiner Reinigungspflicht nicht nachkomme. An manchen Stellen wuchere Grün aus dem Gehweg. Hümmer erwiderte, dass man regelmäßig nachlässige Bürger schriftlich auf die Einhaltung der Reinhaltungspflicht aufmerksam mache.

Anfragen von Interessenten für 10 000 Quadratmeter Gewerbefläche

Sorgen macht dem Bürgermeister, die Gewerbesteuer, die von 2,1 Millionen Euro im Jahr 2018 heuer auf 1,7 Millionen Euro sinken soll. „Die Einnahmen sind nicht gerade berauschend“, meinte er. Um mehr Gewerbesteuereinnahmen zu generieren, habe die Gemeinde in Woffendorf entlang der Staatstraße ein 35 000 Quadratmeter großes Gewerbegebiet ausgewiesen. Für rund 10 000 Quadratmeter lägen bereits Anfragen vor, so Hümmer. „Sollten sich in den nächsten drei Jahren keine weiteren Interessenten mehr finden, dann wandeln wir einen Teil des Gewerbegebietes in ein Baugebiet um“, kündigte er an. Auf Nachfrage von Norbert Welscher schätzte er den Quadratmeterpreis für das Gewerbegebiet inklusive Erschließung auf 43 bis 45 Euro.

Nach Jahren des Schuldenabbaus werde die Verschuldung in den nächsten Jahren steigen, weil die Gemeinde zahlreiche Vorhaben wie die Generalsanierung der Grundschule finanzieren müsse. Der Zeitpunkt sei ideal zum Investieren: „Es gibt Förderhöchstbeträge und die Zinsen sind niedrig. Lediglich die Baukosten sind derzeit etwas hoch.“ Hümmer zeigte sich zuversichtlich, dass auch wieder eine Zeit des Schuldenabbaus kommen werde.

Altenkunstadter ärgern sich über Risse in der Neuwiese
Zugewuchert: Mancherorts in Altenkunstadt sprießt Grün aus dem Gehsteig. Wer seiner Reinigungspflicht nicht nachkomme, werde angeschrieben, sagte Bürgermeister Robert Hümmer bei der Bürgerversammlung. Foto: Stephan Stöckel

Der neue Mobilfunkmast auf dem Külmitz steht bereits. Mitte November werde er in Betrieb gehen, teilte Hümmer mit. Der bestehende Mobilfunkmast auf dem Hochhaus in der Woffendorfer Straße, der vielen Bürgern wegen einer möglichen Strahlenbelastung ein Dorn im Auge ist, könne dann abgebaut werden.

An das Altenkunstadter Bootshaus, das vor zwei Jahren bei einem Brand schwer beschädigt worden war, schließt sich ein langgezogenes Gebäude an, in dem sich unter anderem zwei Umkleidekabinen des FC Altenkunstadt befinden. Der 2. Vorsitzende Johannes Oppel sprach die beengten Verhältnisse an, vor allem im Jugendbetrieb, wo oft zwei Spiele hintereinander stattfänden. Bekanntlich soll aus dem Bootshaus ein Ort der Begegnung werden. „Auch das Problem mit dem Umkleiden ist bekannt. Wir werden uns mit dem Verein zusammensetzen“, versicherte Hümmer.

Der Bürgermeister informierte darüber, dass der Altenkunstadter Friedhof mit neuen Urnenstelen ausgestattet werde. Von einer Bürgerin darauf angesprochen, dass die Urnenwände zu Müllhaltestellen verkommen seien, erwiderte Hümmer: „Vor den Stelen darf nichts abgelegt werden. In einer neuen Friedhofssatzung werden wir das Problem lösen.“

Ein Mainecker Einwohner möchte im Rahmen der einfachen Dorferneuerung, die 2020 in Baiersdorf geplant ist, seine Einfahrt in der Mainecker Straße verbreitern. Hümmer informierte ihn darüber, dass vor Beginn der Bauarbeiten noch einmal eine Informationsveranstaltung für die Bürger mit den für die Dorferneuerung Verantwortlichen stattfinden werde.

Die baufällige Mainecker Malzfabrik soll im Zuge einer einfachen Dorferneuerung abgerissen und eine Lösung für eine neue Nutzung des Areals gefunden werden. Laut Hümmer hätten sich bereits namhafte Investoren gemeldet. In naher Zukunft werde ein Konzept vorgelegt. Näheres könne er noch nicht verraten.

Hümmer: Das Lehrschwimmbecken ist auf der Zielgeraden

Beim Lehrschwimmbecken befinde man sich auf der Zielgeraden, sagte Hümmer. Zugleich stellte er klar, dass zur Vollendung des von vielen Bürgern gewünschten Bades noch ein finaler Beschluss des Gemeinderates fehle. Dieser betreffe den vorzeitigen Maßnahmenbeginn und den Fördersatz. „Auf letzteren kommt es an“, betonte der Bürgermeister.

Auf dem Schul- und Sportgelände entsteht derzeit ein Festplatz für die Vereine. Anhand eines Bildes veranschaulichte der Referent, dass genügend Boden vorhanden sei. Hümmer kündigte zwei große Jubiläen an, die dort in den nächsten zwei Jahren stattfinden sollen: „Der Musikverein Altenkunstadt feiert 2020 sein 50-jähriges Bestehen, 2021 die Altenkunstadter Feuerwehr ihr 150-Jähriges.

 

Von Stephan Stöckel

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