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BURGKUNSTADT

Terrasse und Bäume am Weihersbach in Burgkunstadt

Attraktiv gestaltet werden soll der Parkplatz am Weihersbach im Zuge der Kanalerneuerung. Neben den Stellplätzen soll die Fläche durch Bäume und eine Terrasse mit Sitzgelegenheiten aufgewertet werden. Foto: archiv-Roland Dietz

Zu einem attraktiven Treffpunkt in der Unterstadt könnte die als Parkplatz genutzte Fläche des ehemaligen Lambrecht-Hauses am Weihersbach werden. Mit einer Terrasse und Bäumen sollen neben den Stellflächen auch Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Möglich wird die Umgestaltung im Zuge der erforderlichen Erneuerung der maroden Weihersbachverrohrung. Die Planung billigte der Stadtrat am Dienstagabend einstimmig.

Die Erneuerung der Bachverrohrung ist überfällig – eingebrochene Stellen müssen seit längerem mit Stahlplatten gesichert werden. Der Vollausbau des Weihersbachs sei der erste Schritt zur Aufwertung des Stadteingangs vom Bahnhof her im Rahmen des Städtebaulichen Entwicklungskonzepts, erklärte Franz Ullrich vom Architekturbüro Pan&Werk. Ziel sei eine sinnvolle Nutzung der Flächen, die bisher ungeordnet zugeparkt werden.

Künftig neun öffentliche Stellplätze und fünf für die Anwohner

Dazu werde die Zahl der Stellplätze von 10,5 auf neun reduziert und die Fahrbahn des Weihersbachs mit Beton- und Naturssteinpflaster (Regenrinne und Randsteine) so gestaltet, dass die Zufahrt sich optisch verengt, um unnötigen Verkehr zu verhindern. Der Gehweg entlang der Rangengasse soll durchgehend um die Parkplätze herumführen und durch Poller abgeschirmt werden, um zu verhindern, dass beim Ausparken Fußgänger gefährdet werden, so Ullrich. Im hinteren Bereich der Straße sollen in Absprache mit den Hausbesitzern zusätzlich fünf Anwohnerparkplätze geschaffen werden.

Komplett erneuert werden muss die Verrohrung des Weihersbachs, die zum Teil eingebrochen ist, wie Matthias Schimm vom Ingenieurbüro Miller erläuterte. Die beiden 60-Zentimeter-Rohre, die auf Höhe der Rangengasse in einen einen Meter hohen Kanal münden, sollen durch eine rechteckige Ableitung (140 mal 50 Zentimeter) ersetzt werden. Ebenfalls erneuert wird die Wasserleitung auf 105 Meter Länge, während der parallel verlaufende Mischwasserkanal nur an einigen Stellen durch Inliner saniert und im Bereich der Torwiese verlegt werden soll.

Terrasse und Bäume am Weihersbach in Burgkunstadt
Die Weihersbachverrohrung ist so marode, dass Teile der Fahrbahn eingebrochen sind und mit Stahlplatten gesichert werden müssen. Foto: Gerhard Herrmann

Zu den Gesamtkosten von rund 730 000 Euro seien Zuschüsse sowohl für die Leitungserneuerungen als auch für die Verkehrsflächen zu erwarten, so Schimm. Während die Bachverrohrung mit rund 315 000 Euro zu Buche schlägt, wird die Wasserleitung mit 75 000 Euro veranschlagt, die Verkehrsanlagen mit 330 000 Euro und ein Leerrohr für den Breitbandausbau mit 10 000 Euro.

Neue Signale und Schranken für sechs Bahnübergänge

Die Signalanlagen an sechs Bahnübergängen (je zwei in Mainroth und Mainklein sowie je einer in Theisau und Rothwind) müssen erneuert werden. Da noch eine Zulassung der Technik für das Kulmbacher Stellwerk fehlt, verschieben sich die für für diesen Herbst geplanten Bauarbeiten um etwa ein halbes Jahr, teilte Sebastian Buttstädt von der Deutschen Bahn mit.

Die Tiefbauarbeiten zur Installation neuer Kabelschächte und Verlegung von Leitungen sollen vom 21. Oktober bis 14. Dezember auf der Strecke von Theisau bis Mainklein West erfolgen. Neben der Signaltechnik werden auch die Schranken und Ampeln erneuert sowie ein kleiner Funkmast für die Signalübertragung errichtet, so Buttstädt. Diese Arbeiten sollen von April bis Mai erfolgen.

Wegen Defekten an den Signalen der Bahnübergänge in Mainklein staut sich der Verkehr oft bis zur Bundesstraße zurück. So auch am 15. September, als der Zugbegleiter sowohl die Schranke am westlichen Bahnübergang als auch an der Kreisstraße (Bild) manuell öffnen musste. Foto: Ingrid Kohles

Durch die neuen Signale sollen auch Probleme mit den Schranken behoben werden, die in Mainklein für Rückstaus von Autos bis zur Bundesstraße sorgen, wie Ingrid Kohles (FW) monierte.

„Wegen Störungen an den Schranken stauen sich die Autos oft bis an die Bundesstraße zurück.“
Ingrid Kohles, Stadträtin (FW)

Dadurch komme es zu gefährlichen Situationen. Häufig müssten Zugbegleiter die Schranken manuell öffnen, damit der Verkehr wieder passieren könne.

Aus dem Stadtrat

Die Versorgungsbetriebe der Stadt Burgkunstadt (Wasserversorgung, Photovoltaikanlagen, Stadthalle, Freibad und Entenjagd) haben 2018 bei einer Bilanzsumme von 3,38 Millionen Euro einen Verlust von 96 285 Euro erwirtschaftet, wie Bürgermeisterin Christine Frieß mitteilte.

Der Stadtrat hat Ingenieurleistungen für die Sanierung der der Dr.-Bullinger-Straße in den Jahren 2020 und 2021 vergeben: Die Planung der Wasserleitungssanierung übernimmt das Ingenieurbüro Miller für 171 961 Euro, ebenso die Kanalsanierung (91 814 Euro), die Sanierung der Infrastruktur das Büro HTS-Plan aus Kronach für 52 048 Euro.

Beschlossen wurde die Verleihung des silbernen Stadtsiegels an Eva König und Amalberga Weberpals.

Für Diskussionen im Bauausschuss sorgte ein Antrag auf Errichtung einer beleuchteten einseitigen und einer beleuchteten doppelseitigen Werbeanlage (jeweils 3,8 mal 2,67 Meter) in der Seewiese 2. Auf Kritik von Thomas Müller, eine der Werbetafeln würde zu nahe an der Einmündung zur Bundessstraße stehen, erklärte Jörg Weiß vom Bauamt, die Entfernung zur Einmündung betrage 30 Meter. Das neue Naturschutzgesetz, das vorschreibt, die Beleuchtung nach 23 Uhr abzuschalten, greife nur im Außenbereich, nicht aber in Gewerbegebieten, sagte er auf den Einwand Müllers. Die Anlagen wurden bei einer Gegenstimmer (Müller) genehmigt.

Ebenso die Nutzungsänderung einer Wohnung am Marktplatz 10 in eine Praxis für Naturheilkunde.

 

Von Gerhard Herrmann

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