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BURGKUNSTADT

Kultursonntage in Burgkunstadt: Jazz, Klassik, Preisträger

Jazz, Klassik und Preisträger bei den Kultursonntagen
Stellten die 14. Saison der Kultursonntage vor: (v. li.) Otmar Fugmann von der Friedrich-Baur-Stiftung, Burgkunstadts Erste Bürgermeisterin Christine Frieß, Andrea Buder von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und Marion Konrad von der Kulturgemeinde. Foto: Till Mayer

In der hohen Beliebtheit der Kultursonntage liegt auch eine gewisse Beständigkeit. Darüber freut sich Organisatorin Andrea Buder von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. „Ich habe schon das Gefühl, dass die Veranstaltungsreihe angenommen wird. Dies zeigen auch die Autokennzeichen der Besucher aus den umliegenden Landkreisen und Städten“. Auch das hohe Renommee der Künstler, Solisten, Ensembles und Rezitatoren, die während der aktuellen Saison einmal im Monat in der Alten Vogtei in Burgkunstadt zu hören sind, dürfte zur Beständigkeit beitragen. Die mittlerweile 14. Saison der Kultursonntage verspricht wieder klangvolle Namen international renommierter Künstler und Interpretationen. „Wir haben wieder ein sehr schönes Programm zusammengestellt“, betonte Andrea Buder.

Jazz, Klassik und Preisträger bei den Kultursonntagen
Unter dem Motto „Oh süßer Weihnachtsvorgeschmack“ gestalten der Schauspieler Stefan Müller-Ruppert und der Gitarrist Maximilian Mangold das Konzert am 8. Dezember. Foto: Andreas Heddergott

Mit dem „Ensemble sonorizzonte“ starten die Kultursonntage am 13. Oktober in die neue Saison. Das Ensemble mit Jessica Kuhn, Arno Jochem de La Rosée und Andreas Arend interpretieren barocke Meisterwerke des 17. und 18. Jahrhunderts. Auf dem Programm stehen unter anderen Werke von Francois Couperin, dem Hofkomponisten des „Sonnenkönigs“, Jakob Hermann Klein aus Amsterdam und des thüringischen Geigers und Komponisten Johann Michael Nicolai.

Am 10. November dürfen sich die Besucher der Kultursonntage auf ein Konzert mit dem Geiger Ulf Schneider und den Pianisten Jan Philip Schulze freuen. Mit Geige und leidenschaftlichem Klavierspiel interpretieren beide Künstler unter dem Motto „Sérénade mélancolique“ Werke von Tschaikowski, Mozart, Schubert, Sibelius und Respighi.

„Oh süßer Weihnachtsvorgeschmack“

Am 8. Dezember erwartet das Vogteipublikum unter dem Motto „Oh süßer Weihnachtsvorgeschmack“ Texte und romantische Gitarrenklänge zum Advent aus fünf Jahrhunderten mit dem Schauspieler Stefan Müller-Ruppert und dem Gitarristen Maximilian Mangold.

Jazz, Klassik und Preisträger bei den Kultursonntagen
In der neuen Saison wird es ein Wiedersehen geben mit den Stummfilmpianisten Richard Siedhoff. Foto: Birgit Schikora-Keßler

Vom Jazz zur Klassik heiß das Motto am 12. Januar mit dem spanischen Klarinettisten Pablo Barragán und den Pianisten Mario Häring. Die Klarinette ist ein Instrument, das bei den Kultursonntagen bislang noch nicht vertreten war. Barragán, ist dafür bekannt das er es meisterhaft versteht, bereits mit der ersten gespielten Note die Verbindung zu seinem Publikum herzustellen.

Zweimal hat es der Stummfilmpianist Richard Siedhoff bisher verstanden, sein Publikum in der Vogtei zu begeistern. Beim letzten Mal waren sogar Kinder im Publikum. Am 9. Februar wird Siedhoff vier Kurzfilmklassiker aus der Slapstickschmiede des noch stummen Hollywoods mit Großmeister Charlie Chaplin und Buster Keaton wirkungsvoll in Szene setzen.

Am 8. März werden Christoph Mayer und Johanna Seitz unter dem Thema „Spirit & Pleasure goes Folk“ Lieder und Tänze des 18. Jahrhunderts aus England, Irland und Schottland lebendig werden lassen.

Das Geschwisterquartett „TenHagen“ besitzt inzwischen einen festen Platz in der deutschen und internationalen Kammermusikszene. Kathrin, Leonie, Borge und Malte Then Hagen werden zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven dessen Streichquartett e-Moll „Rasumowsky“ op. 59 Nr. 2 zur Aufführung bringen.

Eine Lesung aus Tradition

Zu den liebgewonnenen Traditionen der Kultursonntage gehört auch eine Lesung. In der letzten Saison war es die Schauspielerin Michaela May, die mit „Liebe und weiteren Katastrophen“ ihr Publikum begeisterte. Zum Abschluss der Saison wird am 10. Mai der Schauspieler August Zirner und der Musiker Kai Struwe „seine“ Version des „Kleinen Prinzen“ erzählen. Das vor 77 Jahren in New York erschienene Buch wurde in mehr als 150 Sprachen übersetzt.

Am Sonntag, 24. November 2019, 11 Uhr, findet im Rahmen einer Feierstunde die Verleihung des Chamisso-Publikationsstipendiums der Friedrich-Baur-Stiftung statt. Der Preisträger wird noch bekanntgegeben. Das mit 10 000 Euro dotierte Stipendium wird heuer erstmals an einen Autor vergeben, der aus einer nicht nichtdeutschen Herkunftskultur kommt und ein literarisches Werk in deutscher Sprache veröffentlich hat.

Bürgermeisterin Christine Frieß würdigte die Kultursonntage als Bereicherung im kulturellen Leben der Stadt Burgkunstadt.

Kartenvorverkauf: Büromarkt Schulze Burgkunstadt, Tel. (09572) 1697, Tourist-Info Lichtenfels Tel. (09571) 795101 und Kulturgemeinde Burgkunstadt, Tel. (09572) 3246.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen sind auch im Internet unter www.baur-stiftung.de zu erfahren.

Von Gerda Völk

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