aktualisiert:

BURGKUNSTADT / BAYREUTH

Nachruf: Berufssoldat mit großem Herzen: Trauer um Willi Sachs

Willi Sachs hat sich große Verdienste in der Ukraine-Hilfe erworben. Foto: red

Nachruf

Nicht nur als Berufssoldat, sondern auch durch sein Engagement für not leidende Menschen in der Ukraine hat sich der in Burgkunstadt geborene Willi Sachs besondere Verdienste erworben. Jetzt ist er im Alter von 81 Jahren in Bayreuth gestorben.

Der Stabsfeldwebel a.D. Willi Sachs war als Pionierfeldwebel in seiner Dienstzeit als Berufssoldat zuletzt viele Jahre als Wallmeister beim Verteidigungsbezirkskommando 67 in Bayreuth eingesetzt. Nach seiner Pensionierung 1992 war er einer der Gründer der Reservistenkameradschaft Bayreuth-Markgrafenkaserne. Mit der Entscheidung zur Schließung des Bundeswehrstandortes Bayreuth engagierte er sich auch in der überparteilichen Initiative „BBB – Bürger für die Bundeswehr Bayreuth“ für die Aufhebung des Auflösungsbeschlusses. Dank seines Einsatzes wurde eine Gedenkstätte am Ort der abgerissenen Markgrafenkaserne errichtet.

Eine Herzensangelegenheit war ihm der Verein „Hilfe für die Ukraine“, den er 1992 gründete. Bis zur Auflösung im Jahr 2004 organisierte er 28 Hilfstransporte mit gesammelten Spendengütern. So kamen rund 5000 Tonnen an Spendengütern zusammen. Er organisierte Benefizkonzerte mit Musikkorps der Bundeswehr, vermittelte Praktika für ukrainische Studenten, gründete „Ukrainvest“, die „Bayerische Beratungsstelle für wissenschaftliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit“ und half als ehrenamtlicher Geschäftsführer dieses Non-Profit-Unternehmens bei der Überwindung hoher Hürden.

Geehrt wurde sein Engagement durch den Titel „Ehrenmitglied des wissenschaftlichen Rates der Fakultät Bauwesen und Ehrendozent der Fakultät Architektur“ der Universität Lemberg und die Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2003.

Im vergangenen Jahr hatte er mit seiner Frau Margitta nach 60 Ehejahren die diamantene Hochzeit gefeiert. Der Ehe entstammen die vier Söhne Rudolf und Georg, Matthias und Thomas sowie sechs Enkel und drei Urenkel.

Von Manfred Albinger

Weitere Artikel