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BURGKUNSTADT

Blasmusikgenuss unter Linden in Burgkunstadt

Die Musiker des Musikvereins Burgkunstadt mit ihrem Dirigenten Thomas Besand boten schöne Konzertmusik. Foto: Roland Dietz

80 Jahre Dammsiedlung wurde mit dem alljährlichen Lindenfest verbunden gefeiert. Das lockte eine große Anzahl von Gästen. Die Gestaltung hatte der Musikverein Burgkunstadt übernommen. Vorsitzender Sebastian Kremer brachte es auf den Punkt: „Ehrengäste sind in diesem Jahr die Anwohner selbst. Mit dem ersten Teil der Veranstaltung in konzertartiger Form wollen wir allen Anliegern etwas zurückgeben.“

Bezaubernd: Die Tanzteens des FC Trieb. Foto: Roland Dietz

Es sei bei weitem nicht selbstverständlich, dass der Musikverein Burgkunstadt immer ein offenes Ohr bei allen findet. Die Unterstützung beim Lindenfest sei immer großartig gewesen.

Ein schattiges Plätzchen unter den Linden bei frischem Kaffee, selbst gebackenen Kuchen oder einem kühlen Bier, begeistert herumtollende Kinder auf dem angrenzenden Spielplatz und eine wundervolle Blasmusik – „Menschenherz, was willst du mehr?“, fragte ein Besucher.

Den Hahn mit Manneskraft ins Fass gedrückt

Den Bieranstich vollzog Dritter Bürgermeister Manfred Hofmann, unterstützt von Brauereichef Peter Günther. Er drückte den Hahn mit purer Manneskraft in das Fass.

Für die musikalische Unterhaltung hatte der Burgkunstadter Maestro Thomas Besand ein buntes, abwechslungsreiches Programm erstellt. Wie es sich für eine fränkische Blaskapelle gehört, eröffnete der Musikverein das Konzert mit dem Frankenlied-Marsch. „Dankeschön, Bert Kämpfert“ war der nächste Beitrag. Unvergessene Melodien wie „Swingin' Safari“, „Spanish Eyes“ oder „African Beat“ boten die Musiker mit der nötigen Lockerheit dar.

Anmutig auch schwierige Passagen bewältigt

Ein relativ neues Konzertstück ist der nicht gerade leichte „Kaiserin Sissi-Marsch“ aus der Feder von Timo Dellweg. Besonders die Übermalung der Melodiebögen der Tenorhörner im Trioteil durch den Trompen- und Flügelhornsatz gelang in einer anmutigen Art und Weise. Modern wurde es mit „Nessaja“, dem bekannten Hit von Peter Maffay aus dem Konzeptalbum „Tabaluga“.

Die „Musis“ des Musikvereins Burgkunstadt beim Musizieren. Foto: Roland Dietz

In die Blasmusik ging?s mit der „Südböhmischen Polka“. Diesen Klassiker brachten die Musiker in einer blitzsauberen Darbietung. Ein besonderes Schmankerl und eine Hommage an das leider nicht mehr geöffnet Café in der oberen Stadt war das nächste Stück. Aus der Feder des heimischen Künstlers Udo Langer stammt „Das alte Stadtcafé“, das die Musiker in sehr besinnlichem Stil im Dreiviertel-Takt gekonnt darboten.

„Abba“-Hits als Medley im Big-Band-Sound

Im Big-Band-Sound erklang ein großes Medley mit Songs einer der berühmtesten Popgruppen der Welt, „Abba“. Die Hits „Mama Mia“, „Fernando“ oder „The Winner takes it all“ summten die Besucher gerne mit. Glänzend aufgelegt zeigten sich die Klarinettistinnen bei der heimischen Folklore, dem „Fränkisch Schottisch“. Ruhig und fein präsentierte die Kapelle dann den „Slavnostni Walzer“. Beim abschließenden Polkaklassiker „Auf der Vogelwiese“ sangen und klatschten alle begeistert mit. Mit dem gefälligen Sechsachtel-Marsch „Blasmusik macht Laune“ beendete die Burgkunstadter Musikapelle ihr Programm.

Konzentrierte junge Klarinettenspielerinnen der Burgkunstadter „Musis“. Foto: Roland Dietz

Danach ließen die Burgkunstadter „Musis“ aufhorchen. Hier sind musikalische Jugendliche den Kinderschuhen entwachsen. Trotz einiger urlaubsbedingter Ausfälle, die durch ein paar große Musiker kompensiert wurden, brachten sie eine sehr gute Leistung. Ein schönes Klangbild erreichten sie bei der festlichen „Eurovisionsmelodie“ und bei „Freude schöner Götterfunken“. Verspielt wirkt die Titelmelodie von „Pipi Langstrumpf“.

Burgkunstadter „Musis“ bieten Gospelmedley

Ganz stark hatte Leiterin Anna Kremer das Gospelmedley mit Hits wie „Joshua fit the battle of Jericho“ und „Go tell it to the mountains“ ausgearbeitet. „Wenn der Elefant in die Disco geht“ war ihr abschließender Beitrag, der mit viel Applaus begleitet wurde.

Für Abwechslung sorgten die Tanzgruppen des FC Trieb. Die Sunshine Kids verzückten mit ihrem Mini-Disco-Tanz genauso wie die Kids und die Teensgruppen. Ab dem frühen Abend musizierte der Musikverein Marktleugast und unterhielten die Besucher auf das Beste.

Am Sonntagmorgen schlossen sich ein Wortgottesdienst und ein Weißwurstfrühschoppen an. Fazit: ein tolles kleines Fest mit sehr angenehmem Flair.

 

Von Roland Dietz

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