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BURGKUNSTADT

Katholischer Kindergarten hat gut gewirtschaftet

Der Jahresabschluss des katholischen Kindergartens Burgkunstadt stand im Mittelpunkt der Stadtratssitzung. Foto: RAdziej

Eingehend beschäftigte sich der Stadtrat mit dem Jahresabschluss des unter der Betriebsführung des Heilpädagogischen Zentrums stehenden katholischen Kindergartens von Burgkunstadt. Außerdem beschloss er Auftragsvergaben und Bauprojekte, vor allem Kanalsanierungsarbeiten.

Der Jahresabschluss 2017/18 des katholischen Kindergartens weist mit 71 551,41 Euro ein positives Ergebnis aus. Daher konnte auch die Defizit-Abschlagszahlung in Höhe von rund 45 000 Euro wieder erstattet werden. Für das Geschäftsjahr 2018/19 hatte die Stadt keine Vorauszahlungen mehr zu leisten.

Was das Landratsamt für die Notkindergruppe empfiehlt

Leiter Dr. Benjamin Schmidt und seine Mitarbeiter erläuterten die Zahlen. Sie sprachen auch die in der ehemaligen Hausmeisterwohnung der Grundschule eingerichtete Notkrippengruppe an. Das Landratsamt empfehle einen Personalschlüssel von 1:9. Laut Ausführungsverordnung zum Bayerischen Kindergartengesetz wäre ein Anstellungsschlüssel von 1:11 beziehungsweise 1:10 angemessen. Dabei werde jedoch von optimalen Unterbringungsmöglichkeiten ausgegangen. Ergänzend dazu die Anmerkung der Verwaltung, dass zusätzliche Personalkosten durch das BayKiBiG nicht gefördert werden und der ausgelaufene Defizitvertrag mit dem Träger ab dem Geschäftsjahr 2019/20 fortgeführt werden müsste.

Thomas Müller (Bürgerverein) sprach an, dass sich im Vergleich zum vorigen Haushaltswerk die Telefonkosten verdoppelt hätten. Dr. Schmidt bat um Verständnis dafür, dass eine neue Telefonanlage mit den entsprechenden Datenleitungen realisiert wurde.

Die Belegungszahlen werden wohl weiter steigen

Er erläuterte, dass sich eine derartig gute finanzielle Entwicklung im Haushaltsjahr 2018/19 kaum abzeichnen dürfte. Es sei schwer, von vornherein für größere Zeiträume schon detaillierte Schätzungen abzugeben. Er könne aber schon sagen, dass sich steigende Belegungszahlen abzeichnen. Nachdem Kämmerin Heike Eber auf die Aufgaben der Stadt bei den Kinderbetreuungseinrichtungen eingegangen war, stimmte der Stadtrat dem Jahresabschluss 2017/18 für den Sankt-Theresien-Kindergarten einstimmig zu. Außerdem sprach er sich bei drei Gegenstimmen dafür aus, den am 31. August 2018 ausgelaufenen Defizitvertrag ab dem 1. September 2019 für weitere drei Jahre zu verlängern.

Bürgermeisterin Christine Frieß informierte darüber, dass das Ingenieurbüro Miller empfohlen hat, den Auftrag für die Kanalsanierungen im Inlinerverfahren der Firma Aarsleff Rohrsanierung GmbH, Röthenbach, zu erteilen (255 450,04 Euro). Sie erhält außerdem den Auftrag für die Sanierung des Mischwasserkanals in der Bergstraße (43 749,24 Euro). Für das Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept in Burgkunstadt war eine Baugrunduntersuchung ausgeschrieben worden. Das Ingenieurbüro Miller empfahl, den Auftrag an die TÜV Rheinland LGA Bautechnik GmbH, Nürnberg, zu vergeben (22 452,92 Euro).

Auf einen Blick

• Für die Sanierungs- und Umbauarbeiten am Gemeinderaum und der Sakristei an der evangelischen Kirche gewährt der Stadtrat einen freiwilligen Zuschuss in Höhe von 7000 Euro.

• Katrin Weißmann (CSU) brachte die fehlende Sitzbank an der Straße „Hasenstein“ in Weidnitz zur Sprache.

• Thomas Müller (Bürgerverein) fragte, ob es sich beim Ausbau der Bahnhofstraße nicht anbieten würde, eine Plastikpartikelfilteranlage einzubauen. Dies sei eine Kostenfrage, erläuterte Geschäftsleiter Sven Dietel.

• Bürgermeisterin Christine Frieß gab bekannt, dass das Gesundheitsamt die Wasserversorgungsanlage der Stadt geprüft hat. Sowohl der Hochbehälter als auch die Wasserversorgungsanlage selbst seien in einem hygienisch sehr guten Zustand.

• Einer E-Mail der Deutschen Bahn zufolge sind Baumaßnahmen an den Bahnübergängen im Stadtgebiet – vor allem in Mainklein und Mainroth – erst im Frühjahr 2020 geplant. Eine Sperrung der Übergänge werde nicht erforderlich. (dr)

Von Dieter Radziej

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