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WEISMAIN

Weismainer Wallfahrer schöpfen Kraft auf dem Pilgerweg

Weismainer Wallfahrer schöpfen Kraft auf dem Pilgerweg
Müde aber glücklich kehrten die Wallfahrer nach Weismain zurück. Foto: Roland Dietz

Nicht nur ein Zeichen der Frömmigkeit, sondern auch ein gesellschaftliches Ereignis im Kirchenjahr ist die Wallfahrt der Weismainer Pfarrei Sankt Martin nach Vierzehnheiligen. Obwohl die Pilger schon um 4.30 Uhr losmarschieren, fanden sie rund 130 Teilnehmer und Musiker ein, um sich mit dem Reisesegen versehen am Sonntagmorgen auf den Weg zu machen.

Musiker Hans Will ist seit 1963 jedes Jahr mit seinem Baritonhorn dabei

Weismainer Wallfahrer schöpfen Kraft auf dem Pilgerweg
Die Weismainer Wallfahrer vor dem Einzug in die Basilika Vierzehnheiligen. Foto: Roland Dietz

Bei der Rückkehr waren nicht mehr ganz so viele dabei. Unter feierlichem Glockengeläut empfing Pfarrer Gerhard Möckel sie am Abend. Viele ältere Gläubige fahren mit dem Auto zum Wallfahrtsort, um mit ins Gotteshaus einzuziehen und nehmen auf dem Rückweg Fußwallfahrer im Auto mit nach Hause. „In der Morgenfrische über den Kordigast, durch Isling und Klosterlangheim zur Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen zu marschieren, war ein wunderbares Erlebnis“, erzählt Hans Will. Er legte als einer der wenigen Musiker der Weismainer Blasmusik einen Teil desWegs zu Fuß zurück. Hans Will hat seit der Wiedergründung der Blasmusik 1963 die Wallfahrt alljährlich mit seinem Baritonhorn begleitet. „Es ist immer wieder etwas Besonderes, mit einer Wallfahrt musizierend in die voll besetzte Basilika einzuziehen“, betont er. Und der festliche Gottesdienstes in der Basilika sei erhebend.

Andere Wallfahrer sprechen vom meditativen Aspekt des Gebetsgangs: „Ein Tag Auszeit von allem Üblichen und der Alltag gelingt wieder besser.“ Bitten und Danken im Gebet machten die Strapazen erträglich. Daher sei es nicht verwunderlich, dass sich viele Weismainer jedes Jahr auf den Weg machen, um auf die Suche nach solchen Kraftquellen zu gehen.

Zum ersten Mal dabei waren Stefan und Nicole Graß aus Mainroth, die regelmäßig die Wallfahrt ihrer Pfarrei nach Marienweiher mitmachen. „Jede Wallfahrt wird zu einem neuen Erlebnis“, betonen sie. Die Stärkung des Glaubens und die Möglichkeit, Kraft zu schöpfen für den Alltag, schätzen die Teilnehmer. Auch der Gemeinschaftsgeist ist ihnen wichtig, denn sie haben ein gemeinsames Ziel.

Stadtpfarrer Möckel holt die müden Wallfahrer ab

Weismainer Wallfahrer schöpfen Kraft auf dem Pilgerweg
Die Weismainer Wallfahrer vor dem Einzug in die Basilika Vierzehnheiligen. Foto: Roland Dietz

Mit Bürgermeister Udo Dauer an der Riegerorgel in der Basilika und der Blasmusik unter der Leitung von Marion Müller-Eitzenberger wurde das Weismainer Pilgeramt für alle Gottesdienstbesucher zu etwas Besonderem. Beim abendlichen Einzug ins Weismainer Gotteshaus mit dem fränkischen Marienlied „Oh himmlische Frau Königin“ begrüßte Pfarrer Gerhard Möckel die Wallfahrer, die er zuvor in der Giechkröttendorfer Straße abgeholt hatte. Er dankte allen für die Teilnahme und für ihr Gebet um die Probleme der Erde, um Heimat und Familien.

Glückliche Gesichter waren trotz einer gewissen Erschöpfung zu erleben. Besonderer Dank galt Wallfahrtsführer Norbert Kraus den Ministranten, der Blasmusik, der Feuerwehr, den Fahnen- und Lautsprecherträgern, Vorbeter Jürgen Dietz und allen Helfern. Mit dem sakramentalen Segen endete für die Wallfahrer ein ereignisreicher Tag.

 

Von Roland Dietz

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