aktualisiert:

BURGKUNSTADT

Burgkunstadter Realschüler haben „reiche Ernte“ eingefahren

Burgkunstadter Realschüler haben „reiche Ernte“ eingefahren
Im Beisein von Schulleiterin Monika Geiger, des stellvertretenden Schulleiters Harald Gerner und Landrat Christian Meißner wurden die Schulbesten der zehnten Klassen Julian Thamm, Leonie Tempel, Anna-Lena Lohrer und Leonie Wittmann (v. li.) ausgezeichnet. Foto: Dieter Radziej

Für 90 Schüler der Staatlichen Realschule beginnt ein neuer Lebensabschnitt. In der frohen und beschwingten Abschlussfeier schwangen auch Worte des Dankes an die Schulleitung, das Lehrerkollegium und den Elternbeirat mit. Schulleiterin Monika Geiger verglich die Schulzeit mit einem Garten: Nach einer erfolgreichen Pflege erhielten die „Gärtner“ eine „reiche Ernte“ in Form des Abschlusszeugnisses.

Burgkunstadter Realschüler haben „reiche Ernte“ eingefahren
Reisegutscheine erhielten die besten Französischabsolventinnen Nicole Arnhold und Leonie Wittmann vom DFG-Vorsitzenden Reinhard Huber (re.); mit im Bild Französisch-Lehrer Hubert Badura.

Nach einer gelungenen Einstimmung durch die RSB-Bigband dankte stellvertretender Schulleiter Harald Gerner in der Obermainhalle allen, die die Realschüler in den vergangenen sechs Jahren begleitet haben. Auch nach Abschluss der Mittelstufe werde es für die Entlassschüler neue Herausforderungen geben. Für ihre Bewältigung wünschte stellvertretender Schulleiter Harald Gerner viel Glück, Gesundheit und Gottes Segen.

Appell, sich für die Demokratie einzusetzen

Landrat Christian Meißner sprach von einer wichtigen Etappe, die Mädchen und Jugend bewältigt haben. Er wünschte sich, dass, auch wenn viele ihre „Flügel weit ausbreiten“, also ihre berufliche Ausbildung woanders beginnen, sie danach wieder in den Landkreis Lichtenfels zurückkehren. Hier gebe es nicht nur interessante berufliche Perspektiven, sondern auch tolle Firmen, in denen sich jeder fortentwickeln kann. Zugleich appellierte er an die jungen Menschen, sich auch für den demokratischen Staat einzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und der Gesellschaft etwas von dem zurückzugeben, was ihnen in der Vergangenheit die Schule und der Freistaat vermitteln konnten. Meißner: „Unser Land und die Demokratie brauchen ganz einfach Mitstreiter.“

Zweite Bürgermeisterin Ulrike Koch sprach vom Beginn einer neuen Zeit, in der die Mädchen und Jungen verstärkt selbst Verantwortung für das eigene Leben übernehmen müssen. Sie wünschte ihnen dafür Ausdauer, Kraft und Energie. Außerdem sprach sie die Hoffnung aus, dass ihnen die Schulzeit in guter Erinnerung bleiben möge.

Burgkunstadter Realschüler haben „reiche Ernte“ eingefahren
Alle guten Wünsche begleiteten nach 37 Jahren seines Wirkens an der Burgkunstadter Realschule den Lehrer Peter Schmickal (li.) in den Ruhestand; im Bild mit Schulleiter Hermann Seiß, Monika Geiger und Rudolf Kordalle (v. li.).

Für den Elternbeirat richtete Holger Müller die Dankesworte an alle, die die Schülerinnen und Schüler in den vergangen sechs Jahren auf ihrem Weg begleitet haben. Alle dürfen voller Stolz auf den erreichten Realschulabschluss blicken, sagte Müller.

Stilles Gedenken für den verstorbenen Lehrer Bertram Kopp

In einem einfühlsamen Musikbeitrag erinnerten sich anschließend die Festgäste des kürzlich verstorbenen Realschullehrers Bertram Kopp und widmeten ihm ein stilles Gedenken.

Schneller als gedacht, so der Schülersprecher Paul Göhl, sei der Tag der Schulentlassung gekommen. Er dankte allen Lehrkräften und Eltern für ihre Kraft, Ausdauer, Geduld, Energie, manchmal auch Hartnäckigkeit. Letztlich wurde es dadurch jedem ermöglicht, den eigenen Weg zu finden.

„Wissen ist wie ein Garten, ohne ständige Pflege gibt es keine Ernte“: Dieses afrikanische Sprichwort stellte Schulleiterin Monika Geiger an den Anfang ihrer Ansprache. Sie verglich die Einrichtung „Schule“ mit einem Garten. Mit der mittleren Reife hätten die Schüler eine gute und reiche Ernte verbuchen können. An dieser Pflege des Gartens hätten die Lehrer und Eltern mitgewirkt, wofür sie sich ebenfalls herzlich bedankte.

„Die Ernte kannst du nicht ändern, wohl aber was du aussäst – denn nur du kannst deine Einstellung ändern.“
Schulleiterin Monika Geiger zitiert Jack Canfield

Die Schulleiterin griff einen Denkanstoß aus dem Buddhismus auf, indem sie von einem alten Mann erzählte, der seinen Gesprächspartnern sagte: „Wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon. Wenn ihr steht, dann lauft ihr schon. Wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.“ Jeder Augenblick des Lebens verdiene höchste Wertschätzung, gab sie den Schülern mit. Ihre Ansprache schloss sie mit einem Zitat von Jack Canfield: „Die Ernte kannst du nicht ändern, wohl aber was du aussäst – denn nur du kannst deine Einstellung ändern.“

Die Abschlussfeier bot danach auch einen würdigen Rahmen um nach 37 Jahren seines Wirkens als Lehrer an der Burgkunstadter Realschule Peter Schmickal zu verabschieden.

Besondere Leistungen

Bei der Überreichung der Zeugnisse an die vier Abschlussklassen wurden als Schulbeste Julian Thamm, Klasse 10a (Notendurchschnitt 1,27), Leonie Tempel, Klasse 10b (1,33), Anna-Lena Lohrer und Leonie Wittmann, beide Klasse 10c (1,33) ausgezeichnet. Den besten Französischabsolventinnen Nicole Arnhold und Leonie Wittmann überreichte der Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft Obermain, Reinhard Huber, zusammen mit Französischlehrer Hubert Badura einen Reisegutschein für eine Frankreichaufenthalt. Ebenso fanden die erfolgreichsten Sportler des Jahres, die Tätigkeit aller Tutoren, Sportmentoren, Streitschlichter und Medienscouts Anerkennung.
 

Von Dieter Radziej

Weitere Artikel