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BURGKUNSTADT

Burgkunstadt: Bei „Freedom is coming“ singen alle mit

Vom ersten Lied an sprang der Funke der Begeisterung von „QuerBet“ und im Anschluss von den über 60 Sängern des Projektchors auf das begeisterte Publikum über. Foto: Matthias Schneider

Bei seiner 19. Auflage erlebte die Gospel-Open-Air-Reihe der evangelischen Kirchengemeinde eine doppelte Premiere: Erstmalig gestaltete mit „QuerBet“ ein Chor der eigenen Gemeinde das Konzert-Highlight.

„Auch wenn wir heute nicht unter freiem Himmel auftreten, so hoffen wir doch, dass sich der Himmel für uns öffnen wird“, erklärte Chorleiter Dr. Friedrich Flierl. Wenig später durfte sich das restlos begeisterte Publikum sicher sein: „QuerBet“ und der sich anschließende Auftritt des Projektchors unter der Leitung von Darius Rossol öffneten nicht nur den Himmel, sondern holten ihn in das Gotteshaus hinein.

Bei Pfarrer Geyer und seiner Gemeinde schwang dabei auch der Stolz darauf mit, dass der gemeindeeigene Chor mit 60 Sängern vor solch einem großen Publikum ein derart begeisterndes Konzert ablieferte. Bereits beim Einzug sprang der Funke der Begeisterung auf die zahlreichen Besucher über. Der Chor unter der Begleitung von Thomas Bähr am Klavier verstand es, eine gelungene Mischung aus Gospels verschiedener Erdteile zu präsentieren.

Vom ersten Lied an sprang der Funke der Begeisterung von „QuerBet“ und im Anschluss von den über 60 Sängern des Projektchors auf das begeisterte Publikum über. Foto: Matthias Schneider

Klassiker wie „He?s got the whole world in his hand“ oder „Shout to the lord!“ wechselten sich mit „Herr, wohin sonst“ oder „Natembea nuruni“ oder „Sanna sananina“ aus Tansania ab. Dabei entführte der Chor nahezu spielerisch in die verschiedenen Facetten des Gospel, als auf mitreißende Rhythmen kontemplative Balladen folgten. Großen Anteil an dem dabei gezeigten Einfühlungsvermögen hatten auch die zahlreichen Solo-Stimmen, die beim Publikum ein ums andere Mal Gänsehaut hervorriefen.

Eigentlich hätte sich nach dem knapp einstündigen Auftritt von „QuerBet“ keiner beschweren können, wenn das Konzert beendet gewesen wäre. Doch bekamen die Besucher einen Nachschlag der besonderen Art. Darius Rossol und seine Band hatten „QuerBet“ streckenweise schon im ersten Teil begleitet, doch im zweiten Teil übernahm der charismatische Workshopleiter aus Köln die Leitung des in der Pause auf über 60 Sängern angewachsenen Projektchors.

Sichtlich Spaß an dem gemeinsamen Konzert hatte auch Chorleiter Darius Rossol mit seinen Bandmitgliedern Joe Baer und Johnny Baer (v. li.) beim 19. Gospel-Open-Air der evangelischen Kirchengemeinde.

Rossols Erfolgsgeheimnis ist dabei so simpel wie nachhaltig: unbändige Freude und immer Mut zum Improvisieren! Vor fast jedem Stück erläuterte er für alle gut hörbar dem Chor, wie und in welchem Ablauf der Gospel zu singen sei, um zu dem Fazit „Singt, was ihr wollt! Hauptsache, ihr habt Spaß“ zu kommen.

Ein Feuerwerk des Gospel, jeden im Publikum mitreißt

Mit den Darbietungen von „Higher“ oder „Ain?t no rock“ hätte der Chor samt Bandbegleitung durch Joe Baer am Bass und Johnny Baer am Schlagzeug an diesem Abend auch ganze Stadien mitgerissen. Umso bemerkenswerter fiel der Schlusspunkt des Konzerts aus. Als die letzten Töne von „Peace Shalom“ verklungen waren, brandete kein tosender Schlussapplaus auf, sondern das Publikum verharrte in Stille, als würde es dankbar in sich ruhen und den Moment festhalten wollen, um dann bei der Zugabe „Freedom is coming“ ein letztes Mal begeistert mitzusingen und in den Kirchenbänken zu tanzen.

Am nächsten Tag ging es mit dem Gemeindefest weiter.

Von Matthias Schneider

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