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ALTENKUNSTADT / BURGKUNSTADT / WEISMAIN

Zeitreise in die Geschichte der Partnerstadt Quéven

Zeitreise in die Geschichte der Partnerstadt Quéven
Die Jugendlichen vom Obermain hatten ihren Spaß bei einem Katamaran-Segelkurs. Foto: red

Mit 28 jungen Leuten im Alter von zehn bis 23 Jahren reiste die Deutsch-Französische Gesellschaft Obermain (Dfgo) nach Quéven, die Partnerschaft von Altenkunstadt, Burgkunstadt und Weismain. Die Fahrt stand im Zeichen des 75. Jahrestags der Invasion der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944.

Schüler der Realschule und des Gymnasium Burgkunstadt besuchten unter Leitung der Dfgo diverse Museen und Gedenkstätten am Omaha-Beach in der Normandie. Andreas Ender hatte die Route für die Anfahrt und den Tagesablauf ausgearbeitet. Ein Besuch im Overlord Museum in Colleville-sur-Mer, das sehr viele Relikte des Zweiten Weltkrieges beherbergt, besuchten sie ebenso wie das Widerstandsnest WN62 und einen der vielen Bunker, die an der Küste der Normandie in kürzester Zeit gebaut wurden. Man konnte sich gar nicht vorstellen, dass die Alliierten an einer so übersichtlichen Stelle den Angriff wagten, meinten die Schüler.

Emotionale Momente auf dem amerikanischen Militärfriedhof

Sehr emotionale Momente ereigneten sich auf dem amerikanischen Militärfriedhof. Andreas Ender appellierte an die Schüler, sich die politischen Entwicklungen genau zu betrachten und dazu beizutragen, dass ein solches Leid sich in Deutschland, Frankreich und in ganz Europa nicht wiederhole.

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Die Reisegruppe der Deutsch-Französischen Gesellschaft vor dem Overlord Museum.

Eine Abordnung der Afam aus Quéven, mit Bürgermeister Marc Boutruche beteiligte sich an dem Gedenken. Ein Besuch des Museums „Le Grand Blockhaus“ in Batz-sur-Mer in der Südbretagne beendete die Woche der Erinnerungen an Leid in Tod im Zweiten Weltkrieg. Der ehemalige Bunker direkt an der Küste war im Krieg als Wohnhaus mit Fenstern und Dach getarnt.

Doch nicht nur die Vergangenheit bestimmte die Reise, sondern die Schüler genossen die bretonischen Bräuche, lokale Köstlichkeiten, die Landschaft und vor allem die Gastfreundschaft. Wie immer war die Gruppe der jungen Leute bei Gastfamilien untergebracht. Sie freuten sich schon auf die Ankunft und hatten wieder ein umfangreiches Programm vorbereitet.

Austernzucht und Segeltörn zur Karibik der Bretagne

Die Besichtigung des Marktgeschehens in Auray und die Schloss- und Parkanlage in Kerguehennec waren die Ziele des ersten Ausflugtages der mit einem Crepe-Essen mit allen Gastfamilien im Hof der Grundschule in Quéven ausklang. Eindrucksvoll auch die Austernzucht in Riec/Belon, wo es auch viele andere Meerestiere wie Hummer, Seespinne und Schnecken gab.

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Andreas berichtet vom Standort des Widerstandnestes WN62 über die Ereignisse am 6. Juni 1944 am Omaha-Beach. Foto: red

Danach unternahm die Gruppe in einem Segelboot die Fahrt von Concarneau zu den Glennan Inseln, der Karibik der Bretagne. Nach einem Stadtbummel in Lorient wurde am Mittwoch ein Katamaran-Segelkurs angeboten. Unter Anleitung der bretonischen Segelschule saßen die Schüler schnell auf dem Katamaran und los ging es. Es war ein Spaß den Jugendlichen bei ihren Versuchen den Wind optimal zu nutzen, zuzuschauen.

Den traditionellen deutsch-französischen Abend feierten Gäste und Gastgeber in den Räumen des Les Arcs in Quéven. In geselliger Runde verbrachten alle im Beisein von Bürgermeister Marc Boutruche, Verwaltungsmitarbeitern und der Afam einen unterhaltsamen Abend. Vor allem die Jugendlichen reihten sich sehr schnell bei den bretonischen Tänzen mit ein.

Bretonische Spiele und Frankreichs längster Strand

Ein Tag in der Schule durfte nicht fehlen, bevor die Jugendlichen bretonische Spiele und „Disc-Golf“ im Kerzec-Park unter der Leitung von Philippe Nestour genossen.

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Die Jugendlichen vom Obermain hatten ihren Spaß bei einem Katamaran-Segelkurs. Foto: red

Bei schönem Wetter genoss man am letzten Tag den Strand von La Baule, einem der schönsten und längsten Strände (sieben Kilometer) in Frankreich. Am Samstag hieß es schon wieder Abschied nehmen und man trat die über 1300 Kilometer lange Heimfahrt wieder an. Auf dem Rückweg machte man nochmals einen Stopp im wunderschönen Amboise an der Loire. Eine gelungene und gut organisierte Woche in der Bretagne ging zu Ende und viele meldeten sich bereits für 2020 wieder für die Reise an. (red)

 

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