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BURGKUNSTADT

Bürgerverein für mehr Tempo beim Burgkunstadter Schulberg

Bürgerverein für mehr Tempo beim Burgkunstadter Schulberg
Der neu gewählte Vorstand des Bürgervereins Burgkunstadt mit (v. li.): Filips Callens, Kassiererin Marion Berthold, Stadtrat Thomas Müller, Dr. Ulrike Dinglreiter, Philipps Callens, 1. Vorsitzende Edith Berg, Dr. Friedrich Flierl, Stadträtin Veronika Flierl und Reinhard Englert. Foto: red

Einen Vertrauensbeweis erhielt das Vorstandsteam des Bürgervereins Burgkunstadt bei der Jahreshauptversammlung. Über die positive Resonanz auf die im Herbst herausgegebene Bürgerzeitung freute sich die 1. Vorsitzende Edith Berg in ihrem Rückblick. Darin wurde das zukunftsweisende Konzept für die Neugestaltung des Schulbergs vorgestellt. Es sei auf Initiative des Bürgervereins entwickelt worden, sagte die Vorsitzende.

Geplant ist auch ein neues Gebäude für Kindergarten, Krippe und Ganztagsbetreuung. Außerdem solle die Sanierung und der Umbau der Grundschule nach dem modernen pädagogischen „Doberer-Konzept“ erfolgen. „Wir wünschen uns, dass dieses Projekt Geschwindigkeit aufnimmt, um mit der Gestaltung der Zukunft für unsere Kinder beginnen zu können“, sagte Edith Berg. Ähnlich gespannt sei der Bürgerverein auf die Fortschritte beim Lehrschwimmbecken.

„Wir wollen mit unserer Kritik eine Diskussion in der Sache anstoßen. Danach kann man dann natürlich unterschiedlicher Meinung sein.“
Alexander Hanna, Stadtrat

Fraktionsvorsitzender Thomas Müller zog Bilanz über die Arbeit der Stadtratsfraktion. Ein Grundanliegen des Bürgervereins wurde umgesetzt: die meisten Tagesordnungspunkte werden mittlerweile in der öffentlichen Stadtratssitzung behandelt. „So erreichen wir nicht nur größere Transparenz bezüglich der Entscheidungen, sondern auch mehr Informationen für die Bürger“, sagte Müller. „Kritisch sehen wir, dass immer wieder Einzelmaßnahmen beschlossen werden, ohne vorher nachhaltige Konzepte in größeren sachlichen und zeitlichen Zusammenhängen zu erstellen, wie das Parkraum- und Bewirtschaftungskonzept am Marktplatz.“ Der Bürgerverein würde sich bei neuen Maßnahmen gerne mit konstruktiven Ideen einbringen, bevor konkrete Planungen erfolgt sind.

Warum die Fraktion den Haushaltsplan 2019 abgelehnt hat, erläuterte Stadtrat Alexander Hanna. So sei im Finanzplan kein Geld für die Sanierung des Schulbergs vorgesehen, obwohl der Finanzplan die rechtlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten und Grenzen des Geldausgebens für die nächsten vier Jahre vorgebe. Außerdem wurde der Vermögenshaushalt mit den geplanten Investitionen der Stadt in nichtöffentlicher Sitzung beraten. „Diese Beratung hätte zwingend in öffentlicher Sitzung erfolgen müssen“, betonte Hanna. Aufgrund des massiven Defizits bei der Gewerbesteuer sei klar gewesen, dass es zu großen Einsparungen kommen musste. „Es wäre für die Öffentlichkeit sehr interessant gewesen zu erfahren, wo die einzelnen Fraktionen ihre Schwerpunkte für die Investitionen legen, noch dazu, weil hierfür die Steuergelder unserer Bürger verwendet werden“, so Hanna.

Der Bürgerverein sei mit dem Motto „Transparenz und Bürgerbeteiligung“ angetreten. Der Haushaltsplan sei ein wichtiges demokratisches Steuerinstrument, an dem sich Stadträte, Bürgermeisterin und Kämmerin in öffentlicher Sitzung beteiligen sollten, damit auch die Bürger umfassend informiert seien. „Diese öffentliche Diskussion mit den anderen Fraktionen vermissen wir und das kritisieren wir“, betonte Hanna. „Wir wollen mit unserer Kritik eine Diskussion in der Sache anstoßen. Danach kann man dann natürlich unterschiedlicher Meinung sein.“

Die neue Führung

In ihren Ämtern bestätigt wurden: 1. Vorsitzende Edith Berg, 2. Vorsitzender Filips Callens, Kassiererin Marion Berthold, Schriftführer Alexander Hanna, Beisitzer Dr. Ulrike Dinglreiter, Dr. Friedrich Flierl, Reinhard Englert.

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