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ALTENKUNSTADT

Ulrich Klein verlässt die Raiffeisenbank Obermain Nord

Ulrich Klein verlässt die Raiffeisenbank Obermain Nord
Ein Bild aus besseren Zeiten: Ulrich Klein (Mitte) mit Raiffeisenbank-Vorstand Thomas Siebenaller (li.) dem früheren Aufsichtsratssvorsitzenden Georg Vonbrunn im Januar 2016. Foto: Archiv-Gerhard Herrmann

Nachdem die Raiffeisenbank Obermain Nord im vergangenen Jahr durch die Schließung von sieben Filialen für Diskussionen gesorgt hat, dreht sich jetzt das Personalkarussell. Bankvorstand Ulrich Klein wird Ende Mai ausscheiden, nachdem er zuvor bereits freigestellt war. Außerdem wurde Aufsichtsratsvorsitzender Günter Knorr von Marco Weidner aus Altenkunstadt abgelöst.

Neuer Marktvorstand wird gesucht

„Im Zuge einer unterschiedlichen Auffassung über die weitere strategische Ausrichtung der Bank haben sich der Aufsichtsrat und das Vorstandsmitglied im besten Einvernehmen auf eine Beendigung seiner Vorstandstätigkeit zum 31. Mai 2019 geeinigt“, teilte Marco Weidner mit. Zu den Hintergründen wollte er sich nicht näher äußern.

Der Aufsichtsrat bedauere das vorzeitige Ausscheiden von Klein, habe er doch den erfolgreichen Weg der Bank maßgeblich mitgestaltet. „Die Bank verliert ein allseits anerkanntes und geachtetes Vorstandsmitglied“, betonte er. Der Aufsichtsrat bedanke sich für die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit bei Klein.

Ulrich Klein war im Januar 2016 zum Marktvorstand ernannt worden und seitdem für das Geschäft mit Firmenkunden und Privatkunden, das Marketing und das Anlagengeschäft verantwortlich.

Vorstandsmitglied Thomas Siebenaller wird die Raiffeisenbank weiter leiten. Die Stelle des Marktvorstands solle wieder besetzt werden. Entsprechend der Prüfung von Bundesbank und Bafin sei damit in etwa acht Wochen zu rechnen. „Unser Ziel ist es, die Bank fit für die Zukunft zu machen, und wir sind zuversichtlich, dass das gelingt, betonte Weidner.

Keine Mehrheit für Günter Knorr

Für einen Paukenschlag im Aufsichtsrat sorgte auch die Vertreterversammlung, die am Dienstagabend tagte. Die Wahl des Vorsitzenden war erforderlich geworden, weil einige neu gekürte Aufsichtsräte (jeweils ein Drittel wird im jährlichen Zyklus neu bestimmt) ihn noch nicht bestätigt hatten. Bei der Wahl fand Günter Knorr (Mainroth) nach einem Jahr Amtszeit keine Mehrheit mehr. Zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden wurde der Justizbeamte Marco Weidner aus Altenkunstadt bestimmt, als Stellvertreter wurde Tobias Grünbeck im Amt bestätigt.

Von Gerhard Herrmann

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