ALTENKUNSTADT

Gesangverein Lyra sucht Männer mit Spaß am Singen

Marion Schmitt (Mi.) ist neue Schriftführerin des Gesangvereins „Lyra“.

Das Vorstandsteam des Gesangvereins Lyra ist wieder komplett. Bei der Hauptversammlung am Montagabend im Vereinsraum der Grundschule wurde Marion Schmitt zur neuen Schriftführerin gewählt. Sie tritt die Nachfolge ihres verstorbenen Ehemanns Günther Schmitt an, der viele Jahre lang dieses Amt gewissenhaft und zuverlässig ausübte.

Vorsitzender Robert Wilm ließ das Vereinsjahr Revue passieren. Seine Ausführungen machten deutlich, dass im gesellschaftlich-kulturellen Bereich gute Arbeit geleistet wurde. Er erinnerte an Auftritte bei Konzerten und Gottesdiensten in der evangelischen und katholischen Kirche in Altenkunstadt, am Volkstrauertag sowie an die Darbietungen beim Straßenfest. Die Bewohner des Friedrich-Baur-Seniorenzentrums Sankt Kunigund haben die Sänger gleich zweimal mit einem „musikalischen Blumenstrauß“ überrascht. Die Geselligkeit pflegten die Sängerfreunde bei einem Tagesausflug nach Nürnberg und bei gemütlichen Zusammenkünften.

„Wir sollten deshalb den Kopf nicht hängen lassen, sondern versuchen, aus dem vorhandenen Potenzial das Beste zu machen.“
Robert Wilm, Lyra-Vorsitzender, zum Sängermangel

Wilm kam auch auf den Sängermangel zu sprechen. „Mit diesem Problem stehen wir nicht allein da. Viele Chöre leiden darunter. Wir sollten deshalb den Kopf nicht hängen lassen, sondern versuchen, aus dem vorhandenen Potenzial das Beste zu machen“, erklärte er. Der Vorsitzende appellierte an alle sangesfreudigen Bürger, bei einer Singstunde doch mal vorbeizuschauen: „Wir sind eine familiäre Gemeinschaft, die traditionelles wie auch modernes Liedgut pflegt.“ Dringend benötigt würden Männerstimmen, aber natürlich seien auch Frauen willkommen. Geprobt werde jeden Mittwoch um 18.45 Uhr im Vereinsraum. Lob zollte Wilm der Dirigentin Larissa Eggloff, die „engagiert und mit großer Geduld“ den Chor leite und stets bemüht sei, diesen mit abwechslungsreichem Liedgut noch attraktiver zu gestalten. Der Finanzbericht von Schatzmeisterin Monika Kalitschke verdeutlichte, dass gut gewirtschaftet wurde. „Ich danke euch für alles, was ihr im vergangenen Jahr geleistet habt“, sagte Bürgermeister Robert Hümmer.

Ein wichtiger Kulturträger

Er bezeichnete die Lyra als wichtigen Kulturträger, der Traditionen der Musikgeschichte bewahrt und sein Publikum mit alten wie auch neuen Kompositionen vertraut macht. „Feierliche, fröhliche, aber auch traurige Anlässe können durch die Musik intensiver gestaltet werden“, betonte Hümmer.

Wilm erkundigte sich nach der anstehenden Sanierung der Grundschule: „Die Schulküche als Vereinsraum wird uns dann ja für Singstunden und gesellige Veranstaltungen nicht mehr zur Verfügung stehen“. Nach Mitteilung des Bürgermeisters wird zuerst der Altbau saniert. „Die Chorvereinigung kann also noch etwa ein Jahr in der Schulküche bleiben, und danach werden wir für die Sänger ganz sicher eine Lösung finden“, erklärte er.

Termine

Der Vorsitzende Robert Wilm stellte den Veranstaltungskalender für die kommenden Monate vor. Geplant ist ein Ausflug nach Bad Neustadt, wo man den früheren Dirigenten Adolf Dietzel besuchen will. Beim Altenkunstadter Straßenfest am 7. September bringt die Chorvereinigung einen bunten Liederreigen zu Gehör. Am 12. Oktober wirken die Sänger beim Kirchweihkonzert der evangelischen Kreuzberg-Kirchengemeinde mit und am 16. November bereichern sie mit besinnlichen Weisen den Abendgottesdienst in der katholischen Kirche sowie die anschließende Volkstrauerfeier am Ehrenmal. Danach findet im Vereinsraum ein gemütlicher Abend statt. Das bereits zur Tradition gewordene Adventssingen im Friedrich-Baur-Seniorenzentrum ist für den 21. Dezember um 15 Uhr geplant. Ein Adventsabend für alle Mitglieder und Freunde der Chorvereinigung findet am selben Tag um 19 Uhr im Vereinsraum statt.