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WEISMAIN

Wer hat Kasperls Geburtstagskuchen geklaut?

Die Kinder verfolgten gebannt der Geschichte des Kasperletheaters. Foto: Dietz

Das Puppentheater hat auch heute nichts von seinem Charme besonders für Kinder verloren. Dies zeigte sich im Kinderhort „Kinderzeit“ in Weismain. Sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene war es ein großes Vergnügen, dem Kasperletheater beizuwohnen.

Sitzplätze waren rar, da über 70 große und kleine Besucher gekommen waren. Die Verantwortlichen hatten sich mit Frank Eitzenberg und Christian Herold zwei Profis aus der Theatergruppe der Kolpingsfamilie geholt, die dieses Mal mit ihren Stimmen brillieren mussten. Birgit Schreppel, Nicole Götz, Lukas Wenndorf, Jonatan Dück und Felix Hübner standen den beiden aber in nichts nach. Der Bühnenaufbau war schon fast fernsehreif.

Besonders Spaß machte den Kindern, dass die einzelnen Figuren sie mit Fragen und bei ihren Entscheidungen ins Spiel einbezogen. „Kasperls Geburtstag und die Suche nach dem Geburtstagskuchen“ hieß das aufgeführte Stück. Die Oma, die den Kuchen für den Kasperl gebacken hatte, wurde vom Räuber Hotzenplotz trotz der Rufe der Kinder überlistet: Er stahl den Kuchen. Selbst der gerufene Polizist Dimpflmoser zeigte Angst vor dem Räuber, da dieser auch noch Seppel und Gretel gefangen genommen hatte.

Der böse Zauberer Pipifax aber nahm dem Räuber die Gretel weg. Er brachte sie auf sein Schloss, wo sie den Vielfraß, der nur Pizza und Schnitzel essen möchte, bekochen musste. Da nahm der Kasperl die Suche nach der Gretel und dem Geburtstagskuchen selbst in die Hand. So lockte er den gierigen, aber doch etwas dummen Hotzenplotz in seine eigene vermeintliche Goldgrube. Gretel mischte dem immer hungrigen Zauberer Schlaftropfen ins Essen und schickte ihn damit ins Reich der Träume.

Der Befreiung der Gretel stand nun nichts mehr im Wege, und auch seinen Kuchen nahm der Kasperl auf dem Heimweg beim Räuber mit. Mit buntem Regenbogenkuchen feierten die Kinder das Geburtstagsfest des Kasperls mit. Sie waren von den tollen Puppenfiguren hingerissen. Moritz gefiel der Räuber Hotzenplotz am besten. Der Favorit von Paulina war dagegen der Zauberer, weil er ihrer Meinung nach die schönste Puppe von allen war. Philipp war froh, dass alles gut ausgegangen ist. Er mochte den Kasperl am liebsten, weil durch ihn wieder alles gut geworden ist.

Dank gebührte allen, die ihren Beitrag zu zwei unterhaltsamen Stunden geleistet haben, zudem den Müttern und Vätern, die das Publikum bewirteten. Leiterin Elfriede Bienlein freute sich über die Unterstützung des Jugendarbeitskreises der Katholischen Pfarrei Weismain.

Von Roland Dietz

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