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ALTENKUNSTADT

Erinnerung an den Sänger vom Kordigast

Mit einer Gedenkfeier erwiesen zahlreiche Bürger dem Heimatdichter Franz Josef Ahles zum 80. Todestag die Ehre. Foto: Dieter Radziej

In Altenkunstadt wird der Heimatdichter Franz Josef Ahles, der lange in Burkheim lebte, noch immer verehrt. Zahlreiche Bürger gedachten des Poeten bei einer Gedenkveranstaltung zu seinem 80. Todestag auf dem Friedhof.

Pater Kosma, Bürgermeister Robert Hümmer, einige Gemeinderäte und insbesondere die Angehörigen des Heimatdichters und Einwohner aus seinem früheren Wohnort Burkheim hatten sich vor seinem Grab versammelt. Nachdem Pater Kosma ein Gebet gesprochen hatte, zitierte Jutta Löbling, Vorsitzender des Colloquium Historicum Wirsberges (CHW) Burgkunstadt/Altenkunstadt, einige Gedichte von Franz Josef Ahles.

„Viele seiner Werke prägt die Erkenntnis, dass das menschliche Leben in gewisser Weise einer Wanderschaft gleicht.“
Robert Hümmer, Bürgermeister

Bürgermeister Robert Hümmer erinnerte daran, dass der Heimatdichter, aufgrund seiner Tätigkeit in einer Druckerei und insbesondere der schädlichen Auswirkungen der Druckerschwärze aufs Land, nach Burkheim, zog. Dort sei nicht nur das Leben billiger, sondern die Luft sei reiner, was sicherlich auch seiner Erkrankung zugutekommen würde, hatten ihm seine Eltern geraten. Daher kümmerte er sich fortan um die kleine Landwirtschaft, während er die Wintermonate dazu nutzte, um Besen zu binden. Dabei hatte er Zeit, seine Gedanken schweifen zu lassen und zu dichten.

Nicht nur der Kordigast beschäftigte ihn dabei, sondern er befasste sich auch mit den historischen Ereignissen. Er schrieb über den Wechsel der Jahreszeiten ebenso wie über menschliche Gefühle, Leid und der Freud und die Heimatliebe. „Viele seiner Werke prägt die Erkenntnis, dass das menschliche Leben in gewisser Weise einer Wanderschaft gleicht“, sagte Hümmer. Erfreulich sei, dass das Büchlein mit den „Liedern des Sängers vom Kordigast“ inzwischen schon in der fünften Auflage erschienen sei. „Ahles ist es mit seinem Werk stets gelungen, den Menschen beim Lesen besinnliche Stunden zu vermitteln, sie anzusprechen und in gewisser Weise auch etwas zu trösten“, sagte Hümmer.

CHW-Vorsitzender Jutta Löbling bereicherte die Feierstunde mit Versen des Kordigastlieds. Auch die Botschaft von Franz Josef Ahles „Will dein Auge Schönheit trinken, suchst du Ruhe nach der Hast, nimm den Stab zur Hand und wandre frohgemut zum Kordigast“ sei angesichts der Aufwertung des Hausbergs der Gemeinde aktueller denn je.

Veranstaltung zum 150. Geburtstag

Jutta Löbling kündigte noch an, dass das Colloquium Historicum Wirsbergense dem Heimatdichter Franz Josef Ahles, der vor 150 Jahren, am 18. September 1869, geboren wurde, eine Veranstaltung am 18. September widmen werde.

Von Dieter Radziej

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